Ständiges Gähnen: 4 Ursachen sollten Sie kennen

Ständiges Gähnen: 4 Ursachen sollten Sie kennen

Wer gähnt, ist müde – zumindest ist das am naheliegendsten. Doch auch andere Gründe können hinter ständigem Gähnen stecken. Wir nennen 4 Ursachen, die Sie kennen sollten.

 

 

Gähnen ist eine reflexartige Reaktion des Körpers. In den meisten Fällen gähnen wir, wenn wir sehr müde – oder sehr gelangweilt – sind. Wer ab und zu mal gähnt, braucht sich in der Regel keine Sorgen um seine Gesundheit zu machen: Ein durchschnittlicher Erwachsener gähnt etwa 10 Mal am Tag.

Und: Gähnen ist tatsächlich ansteckend. Kommt beispielsweise Ihr Kollege nach einem feuchtfröhlichen Wochenende todmüde ins Büro, kann sich sein ständiges Gähnen leicht auf Sie übertragen. Das liegt an den sogenannten Spiegelneuronen in unserem Gehirn, die auch anspringen, wenn jemand um uns herum lacht oder weint.

Im Video: Darum ist Gähnen so ansteckend

Ständiges Gähnen: 4 Ursachen sollten Sie kennen

Wer ständig gähnt, kann auch unter ernstzunehmenden Krankheiten leiden. Wir nennen drei Ursachen, die infrage kommen können.

Hinweis: Sprechen Sie im Zweifel immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um die genaue Ursache medizinisch abklären zu lassen. 

1. Eisenmangel

Eisen ist essenziell für unsere Gesundheit. Als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) ist das Spurenelement unter anderem mit für den Sauerstofftransport in unserem Körper verantwortlich. Außerdem speichert Eisen Sauerstoff in unserer Muskulatur. Typische Symptome für einen Eisenmangel sind beispielsweise blasse Haut, eine erhöhte Infektanfälligkeit und brüchige Nägel. Wer zu wenig Eisen im Blut hat, fühlt sich zudem oft sehr müde und schlapp – was wiederum häufiges Gähnen auslösen kann.

2. Depressionen

Ständiges Gähnen kann ein Warnzeichen für ein psychisches Tief – oder gar eine handfeste Depression oder Angststörung – sein. Denn: Oftmals gehen Depressionen Hand in Hand mit Schlafstörungen und Schlafmangel. Neben weiteren körperlichen Anzeichen wie einer geminderten Konzentration, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit sowie starken Gewichtsschwankungen kann sehr häufiges Gähnen also auch auf eine psychische Erkrankung hindeuten. Wenn Sie das Gefühl haben, an einer Depression zu leiden, sollten Sie sich medizinische beziehungsweise therapeutische Hilfe suchen. Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin ist in diesem Fall eine gute erste Anlaufstelle.

3. Chronischer Schlafmangel

Zu wenig Schlaf macht krank. Wer regelmäßig zu wenig schläft, ist nicht nur ständig müde und am Gähnen, sondern erhöht auch sein Risiko für diverse körperliche und psychische Krankheiten. Dazu zählen unter anderem Schlaganfälle, Herzinfarkte, Übergewicht, Diabetes und Depressionen. Chronischer Schlafmangel lässt außerdem den Blutzuckerspiegel ansteigen und mindert die eigene Leistungsfähigkeit erheblich. Wenn Sie also konstant am Gähnen aufgrund von zu wenig Schlaf sind, sollten Sie dringend etwas an Ihrer Schlafroutine ändern. Auch ein Arzt oder eine Ärztin kann Ihnen weiterhelfen.

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4. Flüssigkeitsmangel

Unser Körper braucht Wasser, um ordentlich funktionieren zu können. Je nach Körpergröße und Alter benötigen wir alle zwar unterschiedliche Mengen Wasser am Tag, generell gilt aber immer noch die Faustregel: 2 Liter Wasser am Tag sollten es schon sein. Trinken Sie zu wenig, wird Ihr Blut dicker. Damit muss das Herz mehr Kraft aufwenden, um Blut durch den ganzen Körper zu pumpen. Diese zusätzliche Belastung geht an die Energiereserven, mit dem Ergebnis, dass Sie öfter gähnen.

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