Schimmel im Schlafzimmer: Ursachen, Risiken und Lösungen

Schimmel im Schlafzimmer: Ursachen, Gesundheitsrisiken und Lösungen

Schimmel ist nicht nur lästig und stört die Optik in unseren vier Wänden, er stellt auch eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr dar. Besonders im Schlafgemach kann ein Befall ernste Folgen haben, doch was tun? Wir nennen Ursachen, Gesundheitsrisiken und Lösungen für Schimmel im Schlafzimmer. 

Entdecken Betroffene Schimmel in ihrer Wohnung, bekommen sie es mit der Angst zu tun – und tatsächlich sollten bei einem Schimmelpilzbefall schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden. Denn dieser kann nicht nur unseren Räumlichkeiten, sondern auch unserer Gesundheit schaden. Insbesondere Schimmel im Schlafzimmer kann gefährliche gesundheitliche Auswirkungen haben. 

Ursachen für Schimmel im Schlafzimmer

Schimmelpilze sind Teil unserer natürlichen Umwelt und erfüllen sogar wichtige Aufgaben – beispielsweise sind sie Teil der Zersetzung von organischem Material. Es handelt sich dabei um Pilze, die Pilzfäden und Sporen ausbilden – letztere sind allerdings so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop sichtbar sind. Schimmelpilze kommen im Boden und in der Luft vor, wachsen können sie allerdings nur in einer feuchten Umgebung. Aus diesem Grund ist in den meisten Fällen eine hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung für einen Schimmelbefall verantwortlich. Diese wird durch verschiedene Faktoren wie zu weniges oder falsches Lüften sowie falsches Heizen begünstigt.

Aber auch Baumängel können das Auftreten von Schimmel begünstigen: Eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht ebenso, wenn Feuchtigkeit beispielsweise über defekte Dächer nach drinnen gelangt, durch Wasserschäden oder unzureichende Wärmedämmung, die wiederum kalte Wände zur Folge hat. 

Am häufigsten tritt Schimmel im Schlafzimmer auf, da wir beim nächtlichen Atmen und Schwitzen Feuchtigkeit abgeben (bis zu 1,5 Liter pro Nacht), was wiederum eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt – ganz besonders, wenn das Fenster nachts geschlossen ist und kein Luftaustausch stattfindet. Viele Menschen trocknen zudem ihre Wäsche im Schlafgemach, was die Luftfeuchtigkeit obendrein erhöht. 

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Wie erkennt man Schimmel?

An einem modrigen, muffigen Geruch sowie Flecken können Sie einen Schimmelbefall erkennen. Letztere können sowohl an Wänden, aber ebenso an Fugen oder Möbelstücken sichtbar werden. Aber auch das vermehrte Auftreten von Silberfischen und Kellerasseln, da die Tierchen sich zum einen bei hoher Luftfeuchtigkeit wohlfühlen und der Schimmel zum anderen eine geeignete Futterquelle für sie darstellt.

Es wird zwischen verschiedenen Schimmel-Arten unterschieden: schwarzem Schimmel, weißem Schimmel, grünem Schimmel, gelbem Schimmel und rotem Schimmel. Bei Feuchtigkeitsproblemen im Haus kommt es häufig zu einem Befall mit schwarzem Schimmel, welcher als besonders gesundheitsgefährdend gilt. Diesen erkennen Sie als dunkle bis schwarze Punkte an der betroffenen Stelle, die sich schließlich zu einer Fläche ausbreiten.  

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Gesundheitsrisiken bei Schimmelbefall

Schimmel ist nicht nur hartnäckig und schwierig zu entfernen, er kann auch unserer Gesundheit schaden. Denn die Schimmelsporen gelangen sowohl über die Luft in unsere Atemwege als auch in unsere Haut. Viele Menschen leiden außerdem unter einer Schimmelpilzallergie, die sich durch typische Allergiesymptome wie eine laufende Nase, Niesen oder gerötete Augen äußern kann. Aber auch Müdigkeit und Kopfschmerzen können durch den vermehrten Kontakt mit Schimmelsporen auftreten. Zudem erhöht sich das Risiko für Atemwegserkrankungen und Atemwegsinfektionen und vor allem Allergiker sowie Kinder können ein sporenbedingtes Asthma entwickeln. Obendrein können bestehende Asthmaerkrankungen durch einen Schimmelbefall verschlimmert werden. 

Schimmel im Schlafzimmer entfernen

Wer Schimmel in seinem Schlafzimmer entdeckt, sollte zunächst die Ursache für den Befall identifizieren und diese beheben. Wer falsch lüftet und/oder heizt, sollte dies schnellstmöglich ändern, um weiterem Schimmel vorzubeugen. Um Schimmel im Schlafzimmer entgegenzuwirken oder vorzubeugen, sollte die relative Luftfeuchtigkeit unter 50 Prozent liegen – um diesen Wert zu überprüfen, können Sie spezielle Hygrometer nutzen.

Laut Empfehlung des Umweltbundesamtes können Sie oberflächliche Flecken mit einer Größe von einem halben Quadratmeter oder weniger selber entfernen. Tragen Sie einen Mundschutz sowie Handschuhe und beseitigen Sie den Schimmel mit Schimmelentfernern. Befallene Gegenstände wie Tapeten oder Holzteile sollten Sie schnellstmöglich entsorgen. Der Nachteil: Wer Schimmel selber entfernt, riskiert, dass dieser wiederkommt und sich Schäden verschlimmern. Daher ergibt es Sinn, dem Vermieter Bescheid zu geben.

Ein großflächiger, starker Schimmelbefall sollte in jedem Fall von Fachkräften behandelt werden. Diese besitzen eine Spezialausrüstung, mit welcher sie den Schimmel effektiv beseitigen können. Weiterführende Informationen für den Fall eines Schimmelpilzbefalls, finden Sie im Leitfaden zum Schimmelbefall in Gebäuden des Umweltsbundesamts >>

Video: Schimmel-Gefahr – wie Sie Kondenswasser am Fenster vermeiden

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