Raus aus der prallen Sonne Schnelle Hilfe beim Sonnenstich

Wie es zu einem Sonnenstich kommt, welche Symptome dabei auftreten und was Ihr dagegen tun könnt, erfahrt Ihr hier!

Schnelle-Hilfe-bei-Sonnenstich

Viele von uns lieben die Sonne und die damit verbundene Wärme. Wir gehen raus, sobald die Sonne scheint und legen uns besonders gern im Sommer in die pralle Sonne, um in der Hitze möglichst schnell braun zu werden. Folgen wie ein Hitzschlag, ein Hitzekollaps, eine Hitzeerschöpfung oder ein Sonnenstich bleiben an heißen Tagen nur selten aus.

Ursachen für einen Sonnenstich

Ein Sonnenstich, auch Insolation, Heliosis oder Ictus solis genannt, entsteht durch eine länger andauernde, direkte und extreme Sonneneinstrahlung auf eine ungeschützte Körperstelle. Die Insolation tritt häufig am Kopf, Hals oder Nacken auf.

Das Gehirn wird stärker durchblutet und dehnt sich aus. Die Folge: Die Sonnenstrahlen reizen die unter der Schädeldecke liegenden Hirnhäute (Meningen).

Besonders Kinder, ältere Menschen, Personen mit wenig Haaren sowie hellhäutige Menschen sind gefährdet, durch die langwelligen Wärmestrahlen des Sonnenlichts einen unangenehmen Sonnenstich zu bekommen.

 

Symptome

Die Symptome sind je nach Ausmaß des Sonnenstichs unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie treten oft erst Stunden nach dem Sonnenaufenthalt auf. Ihr könnt also längst im Schatten oder bereits im Bett liegen, wenn die ersten Symptome des Sonnenstichs auftreten. Nach etwa zwei Tagen klingen Insolation und damit auch die körperlichen Symptome ab.

Typische Anzeichen eines Hitzschlags:

  • Ein roter, heißer Kopf, Nacken oder Hals
  • Heftige Kopfschmerzen
  • Bei Kleinkindern kann Fieber auftreten
  • Übelkeit, Erbrechen, Brechreiz
  • Schwindel
  • Ein steifer Nacken
  • Tinnitus
  • Benommenheit
  • Innere Unruhe
  • Abgeschlagenheit

Bei Babys und Kleinkindern sind besonders die dünne Haut und der dünne Schädelknochen für eine Hirnhautentzündung anfällig.

Tritt  Bewusstlosigkeit oder Desorientierung auf, sollte dringend ein Arzt angerufen und Erste Hilfe geleistet werden. Wenn sich durch einen längeren Aufenthalt in der Sonne Flüssigkeit im Hirngewebe gesammelt hat, können in schweren Fällen Komplikationen wie ein Hirnödem auftreten. Der Druck im Schädelinneren erhöht sich, wodurch es unter anderem zu einem Krampfanfall kommen kann. Vorsicht: Der Zustand ist lebensgefährlich, Ihr solltet sofort einen Notarzt aufsuchen und den Betroffenen untersuchen lassen.

Behandlung

Eine Behandlung richtet sich je nach dem Zustand des Betroffenen.

Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, solltet Ihr mit ihr in den Schatten gehen und sie beruhigen. Der Betroffene sollte sich flach hinlegen, der Kopf und der Oberkörper sollten dabei etwas hochgelegt werden. Befreit die Person aus zu enger Kleidung und kühlt Kopf, Hals und Nacken mit kalten, feuchten Tüchern, um wieder eine normale Körpertemperatur herzustellen. Zusätzlich könnt Ihr Luft zufächeln.

Sollte die betroffene Person das Bewusstsein verloren haben oder sollte dieses stark beeinträchtig sein, solltet Ihr in jedem Fall einen Notarzt alarmieren und Erste Hilfe leisten. Die Betroffenen sollten in die stabile Seitenlage gelegt und Atmung und Puls kontrolliert werden.

 

So beugt Ihr einem Sonnenstich vor

  • Wer den Kopf-, Hals- und Nackenbereich nicht vor längerer und direkter Sonneneinstrahlung ausreichend schützt, riskiert einen Sonnenstichm Hitzschlag oder Hitzekollaps. Tragt eine Kopfbedeckung, um Euren Körper vor gesundheitlichen Schäden zu schützen.
  • Sonnt Euch nicht zu lange in der prallen Sonne - legt Euch auch mal an einen schattigen, kühlen Ort, um Euch eine Pause von der Hitze zu gönnen.
  • Achtet darauf, in der Sonne nicht einzuschlafen - so verhindert Ihr, dass Ihr einen Sonnenbrand bekommt und verliert auch nicht die Zeit aus den Augen.
  • Meidet körperliche Anstrengungen bei starker Sonneneinstrahlung und trinkt ausreichend Wasser.
  • Kleinkinder sollten die pralle Mittagssonne meiden und einen Schutz um Nacken und Kopf tragen.

Autor: Mareike Schumacher

Schlagworte: