Kartoffelwickel – bei Husten, Erkältung und Co.

Kartoffelwickel – bei Husten, Erkältung und Co.

In der kalten Jahreszeit steigt das Risiko, krank zu werden. Kein Wunder also, dass gerade jetzt alle mit Schniefnase und Husten herumlaufen. Ein altbewährtes Hausmittel gegen die Beschwerden sind Kartoffelwickel. Wir erklären, wie diese bei Husten, Erkältung und Co. helfen. 

Besonders im Winter wird unser Immunsystem ordentlich gefordert, denn es wimmelt nur so vor Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern. Obendrein halten wir uns vermehrt in Innenräumen auf, wodurch sich die Infektionsgefahr noch einmal erhöht. Hat es uns erstmal erwischt, sehnen wir uns nach Linderung unserer Beschwerden. Doch dabei müssen wir nicht immer zu Medikamenten wie Paracetamol oder Ibuprofen greifen – auch alt bewährte Hausmittel versprechen Hilfe, darunter zum Beispiel Kartoffelwickel.

Was sind Kartoffelwickel?

Egal, ob gekocht oder gebacken – Kartoffeln gehören hierzulande zu den beliebtesten Lebensmitteln. Und das zu Recht, schließlich sättigen sie uns nicht nur, sondern stecken auch voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Magnesium und Kalium. Doch nicht die wertvollen Inhaltsstoffe sind der Grund für ihre wohltuende Wirkung in Form von Kartoffelwickeln, sondern viel mehr die Wärme, die die Erdäpfel abgeben. Hierbei werden gekochte Kartoffeln eingewickelt in einem Geschirrtuch auf den Hals gelegt, um Beschwerden bei Erkältung oder Atemwegserkrankungen zu lindern. 

Neben Erkältungsbeschwerden sollen die Kartoffelwickel auch bei Kopfschmerzen, Verspannungen, Einschlafstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Menstruationsschmerzen sowie Harnwegsinfekten helfen können. 

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Video: Fünf Hausmittel gegen Erkältungen

So helfen Kartoffelwickel bei Husten, Erkältung und Co.

Die feuchte Wärme der Kartoffelwickel sorgt dafür, dass die Haut besser durchblutet wird, wodurch Nähr- und Heilstoffe besser transportiert werden sollen. Die Wickel können die Muskulatur entspannen und so schmerzlindernd und krampflösend wirken. Wenn die Kartoffelwickel auf dem Hals aufliegen, wirkt dies entspannend auf die Atemmuskulatur und soll den Hustenreiz lindern können. Dadurch, dass die Durchblutung angeregt wird, soll sich obendrein Schleim verflüssigen, welcher daraufhin schneller abfließen kann. Auf diese Weise können Kartoffelwickel bei Erkältung, Husten, Halsschmerzen, Atemwegserkrankungen helfen. Auch, wenn es sich dabei um ein alt bewährtes Hausmittel handelt, ist die Wirkung der Kartoffelwickel bisher nicht belegt. 

Nicht anwenden sollten die Kartoffelwickel Menschen mit Fieber oder Bluthochdruck, Diabetes-Patienten, Kleinkinder, Menschen mit Gerinnungsstörungen oder Frauen in den Wechseljahren. 

Anleitung für Kartoffelwickel

Wir haben gute Nachrichten für alle Krankheits-Geplagten: Denn die Kartoffelwickel sind schnell und einfach gemacht. Nehmen Sie hierfür drei bis fünf mittelgroße Kartoffeln, ein Geschirrtuch sowie einen großen Schal zur Hand. Zur Linderung der jeweiligen Beschwerden sollten Sie den Kartoffelwickel einmal täglich anwenden. 

  1. Kochen Sie die Kartoffeln. Sobald diese gar sind, legen Sie sie auf das Geschirrtuch und zerdrücken Sie sie.
  2. Falten Sie das Geschirrtuch so zusammen, sodass der Kartoffelbrei nicht herausfallen kann.
  3. Lassen Sie das Geschirrtuch kurz abkühlen und legen Sie es dann, wenn der Wickel lauwarm ist, auf Ihre Brust, nahe dem Halsansatz.
  4. Wickeln Sie nun auch den großen Schal über dem Kartoffelwickel fest um Ihre Brust und lassen sie den Wickel so lange dort, wie er warm ist. Sie können sich zusätzlich mit einer Decke zudecken. Da Ihr Körper nach der Anwendung Ruhe braucht, ergibt sie am Abend vor dem Schlafengehen Sinn.

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