Giftige Pilze: 4 Arten, die gefährlich sind

Giftige Pilze: 4 Arten, die gefährlich sind

Pilze schmecken köstlich. Man kann sie braten, dünsten, kochen, frittieren oder einfach roh verspeisen. Doch aufgepasst: Wer beim nächsten Waldspaziergang auf Pilzjagd gehen möchte, sollte vorsichtig sein. Denn: Auch in Deutschland sind giftige Pilze zu Hause, die nicht in die Pfanne gehören. Wir nennen 4 Arten, die Sie kennen sollten. 

 

 

Sie wachsen im Wald nebenan und sind oftmals ein unterschätztes Risiko: Giftpilze in Deutschland. In Europa gibt es etwa 150 Pilzarten, die als giftig gelten – und auch Ihnen auf Ihrem nächsten Waldspaziergang begegnen könnten. Auch, wenn davon nur ein Bruchteil tatsächlich lebensgefährlich für den Menschen ist, gilt besondere Vorsicht. Insbesondere Kinder sollten vor der Gefahr, die von Giftpilzen in unseren Gefilden ausgeht, geschützt und gewarnt werden. Wir nennen 4 giftige Pilze in Deutschland, die Sie kennen sollten. In der Bildergalerie können Sie die Giftpilze sehen, um beim Waldspaziergang gewappnet zu sein.

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Giftige Pilze in Deutschland: 4 Arten, die Sie kennen sollten

1. Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)

Wir starten mit dem giftigsten aller Pilze – zumindest hier in Mitteleuropa. Der Pilz enthält lebergiftige Amatoxine. Schon 50 Gramm des Pilzfruchtkörpers können einen Menschen töten. Denn: Ohne medizinische Versorgung kommt es zum Organversagen, was schließlich zum Tod führt. Nicht ohne Grund gehen die meisten tödlichen Pilzvergiftung in Europa auf das Konto des Knollenblätterpilzes. Am wohlsten fühlt sich der Giftpilz in Wäldern zwischen Eichen und Rotbuchen. Doch auch in Parks oder Friedhöfen können Sie auf den Knollenblätterpilz stoßen. Dann heißt es: Abstand halten und Finger weg! Zu erkennen ist der Fungus an seiner auffälligen grünen Farbe. 

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2. Fliegenpilze (Amanita muscaria)

Der Klassiker unter den Pilzen: Einem Fliegenpilz sind wir sicherlich alle schon einmal begegnet. Der Pilz ist nicht ganz so gefährlich wie sein Familienmitglied, der Grüne Knollenblätterpilz. Trotzdem sollten Sie Vorsicht walten lassen. Denn: Auch der Fliegenpilz gilt als giftig und kann beispielsweise Lähmungen und Muskelkrämpfe verursachen. Von einem Verzehr wird daher dringend abgeraten. Der Fungus wächst vornehmlich in Nadelwäldern und fühlt sich besonders zwischen Fichten und Birken pudelwohl. Fliegenpilze sind aufgrund ihrer markanten roten Färbung mit den kleinen weißen Pünktchen kaum zu übersehen. 

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3. Orangefuchsiger Raukopf (Cortinarius Orellanus)

Wir machen weiter mit einer Pilzart, die in Sachen Gift dem Grünen Knollenblätterpilz das Wasser reichen kann: Der Orangefuchsige Raukopf zählt mit zu den gefährlichsten Giftpilzen in Europa. Im Fungus steckt das Gift Orellanin, was unter anderem zum Nierenversagen beim Menschen führen kann. Der Giftpilz bevorzugt in Mitteleuropa Plätze zwischen Rotbuchen, Eichen oder Esskastanien – am liebsten in Laubwäldern. Sie erkennen den Fungus an seiner orangen Färbung. 

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4. Dickschaliger Kartoffelbovist (Scleroderma citrinum)

Wie der Name schon sagt, erinnert dieser Giftpilz optisch an herkömmliche Kartoffeln. Das harmlose Aussehen täuscht aber, denn der Dickschalige Kartoffelbovist ist stark giftig. Er enthält eine Reihe starker Magen-Darm-Gifte und Neurotoxine, die beim Verzehr ein neurologisches Syndrom auslösen können, bei dem der Blutdruck schnell abfällt, Betroffene stark schwitzen, frieren und zeitweise keine Farben mehr sehen können oder gar erblinden. Übrigens ist der Kartoffelbovist nicht mit dem essbaren Riesenbovist verwandt. 

Im Video: Nehmen Sie sich auch vor diesen Giftpilzen in Acht! 

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