2. Juni 2021
Freie Menstruation: Wie funktioniert das freie Bluten?

Freie Menstruation: Wie soll das freie Bluten funktionieren?

Haben Sie schon einmal von der freien Menstruation gehört? Erfahren Sie, wie das freie Bluten während der Periode funktioniert und welche Vor- und Nachteile es verspricht.

Vorteile und Nachteile der freien Menstruation

Die freie Menstruation oder auch Free Bleeding ist eine Methode, während der Periode ohne Hygieneartikel wie Tampons, Binden oder Menstruationstasse zu menstruieren.

Wenn man das erste Mal davon hört, erscheint das freie Bluten ungewohnt und seltsam. Doch es gibt einige gute Gründe, die für die freie Menstruation sprechen: Frauen, die frei bluten, berichten, dass Sie dadurch Ihren Körper besser kennenlernen und weniger unter Regelschmerzen leiden. Auch der Umweltaspekt ist ein entscheidendes Argument, da bei der freien Menstruation fast oder kaum Müll anfällt. Free Bleeding kann für Frauen geeignet sein, die Schwierigkeiten mit Tampons, Binden oder Menstruationstassen haben oder aufgrund dieser Produkte beispielsweise unter Scheidentrockenheit leiden.

Allerdings ist das freie Menstruieren nur dann machbar, wenn man eine Toilette ständig in der Nähe hat. Ganz ohne Tampons, Binden oder Menstruationstasse geht es daher nicht, wenn man unterwegs ist. Gerade im Arbeitsalltag ist es schwierig, das freie Bluten umzusetzen, da man häufig das WC aufsuchen muss. Für viele Frauen ist es anfangs auch nicht leicht, die Zeichen des Körpers richtig zu deuten und die Blutung rechtzeitig zu bemerken. Daher kann ein Blutschwall auch mal im Slip landen. In der Nacht, beim Sport oder für Frauen, die eine starke Regelblutung haben, erweist sich das freie Bluten ebenfalls als problematisch.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die freie Menstruation nicht für jede Frau und deren Lebensumstände geeignet ist. Stimmen jedoch die Gegebenheiten, spricht nichts dagegen, das freie Bluten einmal auszuprobieren.

So funktioniert die freie Menstruation

Wenn Sie nicht schwanger sind, blutet jeden Monat die Schleimhaut ab, die sich im Inneren der Gebärmutter ansammelt. Je mehr sich ansammelt, desto größer wird der Druck auf den Muttermund, der sich öffnet und das Blut schwallartig durch die Vagina herausfließen lässt. Im Umkehrschluss heißt das also, dass das Menstruationsblut nicht ständig fließt, wodurch das freie Bluten ermöglicht wird und man in regelmäßigen Abständen das Blut bewusst in die Toilette abfließen lassen kann. Hierbei ist ein trainierter Beckenboden sehr wichtig, um das Blut zurückzuhalten und bewusst abfließen zu lassen. Um das Fließen zu erleichtern, soll ein Druck – ähnlich wie beim Stuhlgang – ausgeübt werden. Um das zu schaffen, müssen Sie Ihren Bauch anspannen und das Becken nach hinten kippen. Es kann hilfreich sein, wenn Sie die Füße aufstützen, um eine hockende Position einzunehmen. Lassen Sie das Blut fließen, bis nichts mehr kommt.

Am ersten Tag, wenn die Periode am stärksten ist, müssen Sie häufiger zur Toilette als an den restlichen Tagen. Es kann daher sein, dass Sie alle 20 bis 30 Minuten das Blut abfließen lassen müssen. Ein Ziehen im Unterbauch und das Gefühl, dass gleich etwas Nasses in die Hose fließt, kündigen meist den nächsten Schwall an. Um Ihre Kleidung zu schützen, sollten Sie eine waschbare Slipeinlage oder Periodenunterwäsche tragen. Mit der Zeit und etwas Übung lernen Frauen, wann der innere Füllstand erreicht ist und wann der Gang zur Toilette nötig ist.

Video: 10 Fakten über den Menstruationszyklus und die Periode

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