29. September 2021
Wie sieht der Ausfluss vor der Periode aus?

Wie sieht der Ausfluss vor der Periode aus?

Der vaginale Ausfluss unterliegt während des Zyklus Veränderungen und kann beispielsweise auf die fruchtbaren Tage aufmerksam machen. Aber wie sieht der Zervixschleim kurz vor der Menstruation aus? Gibt der Ausfluss Hinweise auf die bevorstehende Periode und wenn ja, wie sieht er genau aus?

Der vaginale Ausfluss

Der Zervixschleim oder Ausfluss ist ein weißliches Sekret am Scheideneingang, das dazu beiträgt, Spermien weiter in Richtung Eizellen zu leiten. Zudem hat der Ausfluss die Aufgabe, die Scheide vor Keimen zu schützen. Abhängig vom Alter, der Ernährung oder Lebensweise kann der Zervixschleim bei jeder Frau unterschiedlich ausgeprägt sein. Jedoch verändert sich die Konsistenz des Schleims im Laufe eines Zyklus – mal ist er cremig-weiß, dann wieder flüssig-durchsichtig. Die Veränderungen geben Aufschluss darüber, wo Sie in Ihrem Zyklus stehen und ob Sie sich beispielsweise in einer fruchtbaren Phase befinden. Kurz vorm Eisprung ist Ihr Ausfluss durchsichtig und spinnbar.

Klebriger Ausfluss vor der Periode

Doch wie sieht der Ausfluss vor der Menstruation aus? Kurz vor Ihrer Monatsblutung bemerken Sie vermehrt weißlich, gelblichen Zervixschleim, der eine zähe, klebrige Konsistenz hat und fast schon klumpig ist und für die Spermien eine undurchlässige Barriere darstellt. Es ist auch möglich, dass Sie vor der Periode so gut wie gar keinen Ausfluss haben. Möglicherweise kann sich Ihr Scheidenausgang auch etwas trocken anfühlen.

In dieser Phase Ihres Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut nun abgestoßen. Erst löst sich ein Schleimpfropf, danach kommt die Blutung. Wenn Sie bräunlichen Ausfluss in Ihrem Slip entdecken, ist dies meist kein Grund zur Sorge. Es sind erste Anzeichen, dass Ihre Periode beginnt.

So überprüfen Sie Ihren Ausfluss

Meistens reicht schon ein Blick in den Slip, um Konsistenz und Menge des Scheidensausflusses zu bestimmen. Sie können auch vor dem Toilettengang mit etwas Klopapier den Zervixschleim am Scheideneingang abwischen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Schleim direkt am Muttermund mit einem Finger abzunehmen.

PMS vor Ihrer Periode

Ein weiteres typisches Merkmal, das Ihre Periode ankündigt, ist das prämenstruelles Syndrom (PMS), das sich unter anderem durch leichtes Bauchziehen, spannende Brüste, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Heißhungerattacken oder Wassereinlagerungen äußert.

Rund zwei Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter haben PMS. Allerdings können die PMS-Beschwerden bereits zwei Wochen vor der Regelblutung auftauchen und manche Frauen spüren keinerlei Beschwerden, sodass sie von Ihrer Menstruation überrascht werden. Ein weiterer Grund, um sich genauer mit dem Ausfluss zu beschäftigen.

© Mananya Kaewthawee/iStock
Kurz bevor die Periode ansteht, bemerken viele Frauen ein Spannungsgefühl in den Brüsten.

Scheidenausfluss: Hinweis auf Schwangerschaft?

Haben Sie vor Ihrer errechneten Monatsblutung einen besonders dünnen, weißen sowie geruchslosen Ausfluss, deutet dies auf eine größere hormonelle Umstellung Ihres Körpers hin. Das heißt, dass Sie möglicherweise schwanger sind. Zudem bemerken Sie, dass Sie vermehrten Ausfluss haben, da sich Ihr Östrogen-Haushalt erhöht und Ihre Scheidenschleimhaut besser durchblutet wird.

Vermehrter und riechender Ausfluss deutet auf Infektion hin

Der Ausfluss ist nicht nur ein Hinweis, wo Sie sich in Ihrem Zyklus befinden und ob möglicherweise eine Schwangerschaft besteht. Ihr Scheidenausfluss zeigt Ihnen auch, ob Sie gesund sind. Nehmen Sie deutlich mehr und eine dünnflüssigere Konsistenz Ihres Ausflusses wahr, kann eine Infektion der Scheide oder Gebärmutter vorliegen. Riecht der Zervixschleim zusätzlich unangenehm, kann es sich beispielsweise um eine Pilz- oder eine bakterielle Infektion handeln. Weitere Beschwerden, die auf eine Erkrankung weisen, sind unter anderem ein Brennen beim Wasserlassen, ein Juckreiz sowie ein geröteter und gereizter Intimbereich. Um die genaue Ursache abzuklären, sollten Sie sich von Ihrem Frauenarzt untersuchen lassen.

Video: Regelschmerzen – so wird die Periode erträglicher

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