Periode & Eisprung Was der Ausfluss über den Zyklus aussagt!

Der Ausfluss (Zervixschleim) ist ganz natürlich und harmlos. Er sagt viel über den Gesundheitszustand, die jeweilige Zykluswoche und sogar den Eisprung aus. Wir verraten, was der Ausfluss über den Zyklus aussagt!

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Mit dem sogenannten Zervixschleim, besser bekannt als Ausfluss, lässt sich viel über die Gesundheit, den Zyklus und sogar die Fruchtbarkeit aussagen. Der Ausfluss ist ein Sekret, das in den Drüsen des Gebärmutterhalses produziert wird. Er schützt vor allem den Muttermund vor dem Eindringen von Bakterien und wehrt sogar Spermien ab. 

Im Laufe des Zyklusses kann sich der Zervixschleim unter dem Einfluss der Hormone Östrogen und Progesteron verändern. Dadurch gibt er Auskunft über den jeweiligen Zyklusstatus. Ist im Körper viel Östrogen vorhanden, verflüssigt sich der Ausfluss. Bei mehr Progesteron in der zweiten Zyklushälfte wird der Schleim zähflüssiger und trockener. Auch die Farbe kann sich von durchsichtig bis leicht gelblich verändern.

Den Zervixschleim richtig beobachten

Um den Ausfluss richtig zu beobachten und konkrete Schlüsse daraus ziehen zu können, vor allem wenn Sie auf dieser Grundlage natürlich verhüten möchten, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Die Hormonkonzentration verändert auch während eines Tages den Zervixschleim, weshalb es sinnvoll ist, den Ausfluss täglich zur gleichen Uhrzeit zu beobachten. Untersuchen Sie ihn zum Beispiel abends vor dem Toilettengang (so laufen Sie nicht in Gefahr, mit Urin das Ergebnis zu verfälschen).

Wischen Sie nun am besten einfach mit den Fingern über Ihren Scheideneingang. Dabei merken Sie bereits, ob es sich eher trocken, feucht, klebrig oder nass anfühlt. Befühlen Sie das Sekret nun auch zwischen den Fingern, nehmen Sie die Konsistenz sowie die Farbe wahr. 

Im Folgenden verraten wir Ihnen, was Sie aus Ihrem Ausfluss über Ihren Zyklus ablesen können:

1. Der Ausfluss im Zyklus kurz nach der Periode

Nach der Menstruation ist meistens wenig bis kaum Zervixschleim vorhanden. Der Scheideneingang fühlt sich oft trocken an, manchmal empfindet man auch ein leicht feuchtes Gefühl. In dieser Phase wird der Zervixschleim wieder zunehmen. Er ist meistens milchig-trüb, weiß bis gelblich und dicklich, cremig, klumpig, klebrig oder zäh. Er lässt sich nicht zwischen Daumen und Zeigefinger dehnen.

2. Der Zervixschleim in der fruchtbaren Zeit des Zyklus

Wenn im Eierstock ein Eibläschen heranreift und sich auf den Eisprung vorbereitet, verflüssigt sich auch der Ausfluss. Er wird wässrig, dünnflüssiger und durchsichtig. Dadurch sollen es Spermien besonders einfach haben, den Muttermund zur Gebärmuter zu passieren. Der Ausfluss macht sich insofern bemerkbar, dass es sich oftmals etwas nasser anfühlt, als hätte man ein paar Tröpfchen Urin im Slip.

3. Der Zervixschleim an unfruchtbaren Tagen in der zweiten Zyklushälfte

Nach dem Eisprung bleiben ca. 24 Stunden, um die Eizelle zu befruchten. Danach ist sie nicht mehr lebens- und befruchtungsfähig. Das macht sich auch im Ausfluss bemerkbar. Wird die Eizelle nicht befruchtet, verändert sich der Zervixschleim in eine cremige Konsistenz. Die Farbe reicht dabei von perlweiß bis gelblich. 

4. Der Ausfluss am Ende des Zyklus kurz vor der Periode

Ein paar Tage vor der Menstruation verdickt sich der Zervixschleim weiterhin und bekommt eine klebrig und zähe, beinahe klumpige Konsistenz. Wenn man ihn zwischen Daumen und Zeigefinger verreibt, fühlt er sich an wie Klebstoff, der langsam zu trocknen beginnt. Das ist ein deutliches Anzeichen für unfruchtbare Tage, da Spermien an dieser Barriere vor dem Eindringen gehindert werden.

Datum: 17.12.2019

Autor: Christina Liersch