Zykluswochen Darum nehmen wir während der Periode zu und was wir dagegen tun können!

Vor und während der Periode leiden viele Frauen unter Stimmungsschwankungen, Heißhunger, Müdigkeit und Unterleibschmerzen. Viele fühlen sich aufgedunsen, die Hose kneift und die Zahl auf der Waage steigt. Aber woher kommt die Gewichtszunahme vor und während der Periode? Und was kann Frau dagegen tun?

Waage

Wie kommt es zu Wassereinlagerungen und dem damit steigenden Gewicht?

Vor und während der Periode fühlen sich viele Frauen von Wassereinlagerungen aufgeschwemmt und auch die Waage zeigt deutlich mehr an als vorher - manchmal bis zu vier oder fünf Kilo. Schuld daran ist das Auf und Ab der Hormone. 
Ursache für die Wassereinlagerungen ist die Durchlässigkeit der Kapillarwand im Gewebe für Eiweiße. Durch den Austritt von Flüssigkeit und Eiweißen ins Bindegewebe, kommt es in den Blutgefäßen zu einer Mangelerscheinung. Daraufhin reagiert der Körper mit der Produktion verschiedener anderer Hormone, die ebenfalls das Wasser und Salz im Körper zurückhalten. Bei steigendem Durst lagert der Körper vermehrt Wasser ein. 
Ebenfalls verantwortlich für die Wassereinlagerungen ist das Verhältnis der Hormone Östrogen und Gestagen. Bei zu viel Östrogen im Körper erhöht sich die Zirkulation der Flüssigkeitsmenge im Körper, während es die Pumpeigenschaft der Lymphdrüsen schwächt. Auch dadurch lagert sich das Wasser im Gewebe ein.

5 Tipps gegen Wassereinlagerungen

Wassereinlagerungen vor und während der Periode sind ganz natürlich und sie komplett loszuwerden klappt leider nicht. Dennoch gibt es ein paar Tricks, wie man sie im Zaum halten kann:

  1. Weniger Salz, mehr Kalium
    Schon ab der zweiten Zyklushälfte ist es ratsam, den Salzkonsum einzuschränken und dafür vermehrt kaliumreiche Lebensmittel in den Speiseplan einzubauen. Brokkoli, Rote Bete, Bananen, Karotten, Himbeeren, Paprika oder Hülsenfrüchte sind reich an Kalium. Dieser Mineralstoff reguliert u.a. den Wasserhaushalt.
     
  2. Wasser und Tee trinken
    Klingt im ersten Moment paradox, hilft aber gegen Wassereinlagerung: Bekommt der Körper genügend Flüssigkeit, werden Abfallprodukte und somit auch Wasser- und Eiweißeinlagerungen aus dem Gewebe geschwemmt. 
     
  3. Be- und Entlastung der Beine
    Auch der Schwerkraft verdanken wir Wassereinlagerungen. Beim Sitzen sollten die Beine deshalb höher als das Becken liegen. Das entlastet das Gewebe, fördert den Blutrückfluss und vermeidet Einlagerungen. Gleichzeitig ist genügend Bewegung und Sport ratsam. Bewegung bringt ebenfalls den Blutfluss in Schwung und verhindert Einlagerungen. Gleichzeitig werden durch Muskelaktivität die Venen gestärkt.
     
  4. Wechselbäder und Massagen
    Für angenehme Wechselbäder wird das Wasser von sehr kalt auf angenehm warm immer im Wechsel gestellt. Regelmäßig angewandt stärken Wechselbäder die Durchblutung. Bürstenmassagen wirken ebenfalls. Nach dem Wechselbad die Beine mit einer Creme oder Salbe mit Inhaltsstoffen wie Latschenkiefer, Eukalyptus und Menthol eincremen. Diese Inhaltsstoffe fördern ebenfalls die Durchblutung und helfen gegen müde und schwere Beine.
     
  5. Proteinreiche Lebensmittel
    Die Aminosäuren der Proteine können ebenfalls gegen Wassereinlagerungen helfen. Mageres Fleisch und Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder ein Proteinshake sind dabei ideal. Gleichzeitig sättigt Protein sehr gut und beugt Heißhunger vor.

Gewichtszunahme durch Heißhunger

Heißhunger vor der Periode ist lästig. Der Körper verlangt nach Schokolade oder Eis, der Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn, man wird müde und träge. Ursache für das Verlangen ist die sinkende Konzentration von Serotonin im Blut. Auch die Hormone Noradrenalin, Dopamin und die Glutaminsäure sind auf einem Tiefpunkt. Gleichzeitig wird mehr Cortisol ausgeschüttet, welches den Heißhunger ebenfalls fördert. Um diesen Mangel im Gehirn auszugleichen, verlangt der Körper nach bestimmten Nahrungsmitteln, die die Glückshormone wieder fördern. 

3 Tipps gegen Heißhunger

  1. Tryptophanreiche Lebensmittel
    Um Serotonin und Dopamin im Gehirn zu stimulieren, ist es sinnvoll, tryptophanhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen. Das sind vor allem Bananen, Kiwis, Datteln, Ananas, Tomaten, Cashewkerne, Walnüsse und Kakao. 
     
  2. Bewegung und Sport
    Ob an der frischen Luft, in einer Gruppe oder doch allein im Fitnessstudio: Bewegung und Sport helfen gegen Heißhungerattacken. Durch die Aktivität schüttet das Belohnungszentrum im Gehirn Dopamin und Serotonin aus. Eine Win-Win-Situation.
     
  3. Vitamine und Fettsäuren
    Besonders Vitamin D und B6 gelten als wahre Serotonin-Booster. Auch Omega-3-Fettsäuren steigern die Produktion der Glückshormone. Vitamin B6 ist reichlich in Nüssen und Avocados, Omega 3 hingegen in fettem Fisch. Vitamin D liefert die Sonne. Bei starken Heißhungerattacken kann der Omega 3- und Vitamin-D-Gehalt gecheckt werden. Liegt ein Mangel vor, ist es ratsam, den Mangel durch die passende Nahrungsergänzung auszugleichen.

Datum: 16.01.2020

Autor: Christina Liersch