Analyse Neue Studie: Stress kann Diabetes verursachen

Eine Analyse chinesischer Wissenschaftler zeigt, dass stressreiche Lebenssituationen das Risiko, an Diabetes zu erkranken, erhöhen. Welche Zusammenhänge zwischen Stress und Diabetesrisiko bestehen, erklären wir hier.

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Stress lässt sich in positiven und negativen Stress unterscheiden. Während positiver Stress motivieren und vorantreiben kann, wirkt sich negativer Stress fatal auf die Gesundheit aus. Das haben nun auch chinesische Wissenschaftler in einer Analyse von ca. 500.000 Einwohnern Chinas hervorgebracht. Zusätzlich führten sie eine Studie durch, welche die These zusätzlich untersuchte. Ziel war es, herauszufinden, inwiefern stressreiche Ereignisse und Erlebnisse das Diabetesrisiko beeinflussen.

 

Stress als Risikofaktor für Diabetes

Bei der Analyse griffen die Wissenschaftler auf Daten von rund 500.000 Einwohnern Chinas zwischen 30 und 79 Jahren zurück. Von den 473.607 Studienteilnehmern litten 5,34 Prozent (25.301) an Diabetes Typ 2. Dabei erkannten die Forscher, dass Personen, die ein oder zwei stressige Lebensereignisse durchlebt haben, eher an Diabetes litten als Personen ohne vergleichbare Ereignisse. 
 
Als prägende Lebensereignisse stellten die Wissenschaftler folgende heraus:
  • Verlust des Jobs
  • Eintritt in die Rente
  • große Konflikte in der Familie
  • Tod oder schwere Erkrankung eines Familienmitglieds
  • große Verletzung oder Verkehrsunfall
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass stressreiche Lebensereignisse das Risiko für Diabetes erhöhen. Die Studie deckt Lebensbereiche und Ereignisse auf, die den Zusammenhang von Stress und Diabetes erklären.
 
 
Datum: 09.09.2020
Autorin: Christina Liersch
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