Geringe Aufmerksamkeit 10 Lösungen bei Konzentrationsproblemen

Ab und zu kommt es vor, dass jeder Mensch unter Konzentrationsschwierigkeiten leidet. Dabei kann sie verschiedene Ursachen haben. Wir verraten, was gegen eine Konzentrationsschäche hilft.

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Was ist Konzentrationsschwäche?

Bei einer Konzentrationsschwäche schafft es der Betroffene nicht, sich über einen längeren Zeitraum mit einer bestimmten Aufgabe zu befassen. Er ist durch äußere Reize schnell abgelenkt und auch die Gedanken schweifen schnell ab. Eine Konzentrationsschwäche kann harmlose Ursachen haben, aber auch krankheitsbedingt sein.

Ursachen einer Konzentrationsschwäche

Psychische Belastungen
Termin- und Zeitdruck, Stress und Überforderung können sowohl privat als auch im Beruf zu Konzentrationsstörungen führen. Bei anhaltenden psychischen Belastungen kann es auch zum Burnout kommen. 

Schlafmangel
Durch zu wenig Schlaf oder Schlafstörungen ist man tagsüber unkonzentriert, schweift schnell ab und ist müde.

Mangelernährung
Wer nicht genügend Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Mineralstoffe, Wasser und Vitamine zu sich nimmt, riskiert eine Mangelernährung. Diese hat zur Folge, dass die Leistung abfällt und man unkonzentriert ist. Auch ein Mangel an Mineralstoffen, Spurenelementen oder Vitaminen kann eine Konzentrationsschwäche auslösen, z.B. wenn es B-Vitamine, Eisen oder Magnesium fehlen. 

Weitere Faktoren und Erkrankungen
Eine Konzentrationsschwäche kann auch durch Bewegungsmangel und Durchblutungsstörungen ausgelöst werden. Bei letzterem bekommt das Gehirn nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe. Aber auch Demenz, ADHS, ein niedriger Blutdruck, Nierenschwäche, Magersucht und Überzuckerung können eine Konzentrationsschwäche auslösen.

Wann sollte ich zum Arzt?

Wenn die Konzentrationsschwäche extrem unangenehm wird und sie nicht, z.B. durch zu viel Stress, erklären lässt, sollten Sie zum Arzt gehen. Dieser wird sich mit Ihnen über Ihre Krankenvorgeschichte unterhalten und eventuell körperliche Untersuchungen durchführen, um eine organische Ursache der Konzentrationsschwäche abzuklären. 

10 Tipps, die Sie selber gegen Konzentrationsschwäche tun können

  1. Genug trinken
    Trinken Sie täglich einen Liter Flüssigkeit auf 20 Kilogramm Körpergewicht. Am besten eigenen sich Wasser, Mineralwasser und ungesüßter Tee. Somit beugen Sie einem Flüssigkeitsmangel vor und verhindern eine Konzentrationsschwäche.
     
  2. Koffein, Alkohol und Nikotin meiden
    Meiden Sie zu viel Koffein, Alkohol und Nikotin. Diese Stoffe machen wach und bei einer zu hohen Dosierung kann es zu nervösen Erscheinungen kommen. Genießen Sie wachmachende Flüssigkeiten wie Kaffee, Cola oder Alkohol nur in Maßen. Nikotin sollten Sie gänzlich meiden.
     
  3. Auf die Ernährung achten
    Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um einer Konzentrationsschwäche vorzubeugen. Ist das Gehirn mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt, klappt das Konzentrieren besser. Um einen Mangel festzustellen, können Sie ein Blutbild beim Hausarzt erstellen lassen.
     
  4. Genug Schlaf und Erholung
    Sorgen Sie für ausreichend erholsamen Schlaf, um Konzentrationsstörungen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Gewöhnen Sie sich einen festen Schlafrhytmus an, indem Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und wieder aufstehen. Am Wochenende kann der Schlafrhytmus eine Stunde abweichen. Wenn Sie Probleme haben, am Abend zu enstpannen, können Sie auch Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung probieren.
     
  5. Ruhepausen nutzen
    Gönnen Sie sich regelmäßig Ruhepausen, besonders wenn Sie viel gestresst sind. Spaziergänge, Meditation oder eine Tasse Tee eignen sich wunderbar.
     
  6. Massage für mehr Konzentration
    Massieren Sie Ihre Ohrmuscheln eine Minute lang kräftig mit den Fingerspitzen. Anschließend streichen Sie die Ohrmuscheln zu den Ohrläppchen aus. Das fördert die Durchblutung und soll für mehr Konzentration sorgen.
     
  7. Heilpflanzen und -kräuter
    Gegen Konzentrationsstörungen werden Extrakte der Ginsengwurzel empfohlen. Ginkgoextrakte sollen gegen Erschöpfungszustände und leichte Konzentrationsstörungen im mittleren bis hohen Alter helfen. 
     
  8. Ätherische Öle
    Natürliche ätherische Öle wie Lavendel, Bergamotte und Rosmarin können ebenfalls bei Konzentrationsschwäche helfen. Kosmetische Öle können Sie, wenn sie verdünnt sind, auf die Schläfen auftragen. Weitere Möglichkeiten sind Kerzenöl in Duftlampen oder Räucherstäbchen.
     
  9. Reizüberflutung stoppen
    Schränken Sie Ihren Medienkonsum wie Fernseher, Smartphone oder Computer, sowie übermäßige Beschallung ein. Wird das Gehirn zu vielen Reizen ausgesetzt, kann es zu Konzentrationsstörungen kommen. In einem lauten Büro helfen Ohrstöpsel oder Kopfhörer und zu Hause können Sie einfach die Ruhe genießen.
     
  10. Sport treiben
    Ausdauer- und Teamsportarten gelten als besonders förderlich, um Konzentrationsschwäche zu verhindern bzw. ihr vorzubeugen. Überhaupt regt Bewegung, egal welche,  die grauen Zellen an und sorgt für frischen Wind im Gehirn. 

Autor: Christina Liersch