28. September 2021
Entzündungen: So hilft Kurkuma auf natürlichem Weg

Entzündungen: So hilft Kurkuma auf natürlichem Weg

Kurkuma ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt. Aus diesem Grund kann das Superfood entzündliche Erkrankungen wie Arthrose oder eine Gastritis auf natürliche Weise lindern.

Kurkuma gilt nicht ohne Grund als wahres Superfood und ist in vielerlei Hinsicht für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Die Knolle, die aus Südasien stammt und die in Indien schon seit mehreren tausend Jahren als Gewürz und Heilmittel eingesetzt wird, lindert aufgrund seiner ätherischen Öle sowie des Polyphenols Curcumin vor allem Entzündungen. Das konnten verschiedene Studien zur Wirkung des Curcumin nachweisen: Laut einer Studie hat Kurkuma eine ähnliche Wirksamkeit wie entzündungshemmende Arzneimittel.

Forscher konnten demnach in einer anderen Studie feststellen, dass eine Einnahme von Curcumin über vier Wochen hinweg zu einem sinkenden CRP-Wert beitragen kann. Zur Info: Der CRP-Wert gilt als Entzündungsparameter. Je höher er ist, desto mehr entzündliche Prozesse bestehen im Körper.

Wer zusätzlich zu einer medikamentösen Behandlung auf der Suche nach alternativen, natürlichen Heilmitteln ist, sollte Kurkuma eine Chance geben. Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie sich die Knolle auf verschiedene entzündliche Erkrankungen auswirkt:

So lindert Kurkuma Entzündungen

  • Hautentzündungen
    Bei Pickeln, Mitessern oder entzündlichen Hauterkrankungen schafft Kurkuma dank seiner stark antibakteriellen Wirkung Abhilfe. Für eine selbst gemachte Gesichtsmaske benötigen Sie 1 Esslöffel Kurkumapulver, 1 Teelöffel Honig und ein 1-2 Esslöffel Joghurt. Alle Zutaten zusammen mischen, aufs Gesicht auftragen (Augenpartie frei lassen) und 15-20 Minuten einwirken lassen. Wer zu empfindlicher Haut neigt, sollte die Maske etwa 10 Minuten einwirken lassen.
  • Arthrose
    Wer an Arthrose erkrankt ist, sollte vor allem auf eine basische Ernährung setzen, die viel Obst und Gemüse, Pflanzenöle und wenig Fleisch vorsieht. Gezielt sollten Sie Lebensmittel mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften zu sich nehmen – also auch Kurkuma. Im indischen Ayurveda wird Kurkuma seit Generationen bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Das Superfood kann Schmerzen sowie Gelenksteifigkeit mindern und Entzündungsreaktionen unterbinden.
  • Entzündliche Erkrankungen in Magen und Darm
    Die gesunden Pflanzenstoffe im Kurkuma können ebenfalls Entzündungsprozesse im Magen-Darm-Trakt lindern und bei Verdauungsbeschwerden aller Art helfen. Beispielsweise reduziert Kurkuma die Entzündung der Magenschleimhaut und schützt vor Reizstoffen. Zudem regt Kurkuma die Magensaftbildung an und somit auch die Verdauung.
  • Zahnentzündungen
    Zahnschmerzen sind alles andere als angenehm. Bei einer Zahnfleischentzündung oder Parodontitis können Sie zweimal tägliche die betroffenen Stellen an Zahn und Zahnfleisch mit einer Kurkuma-Paste einreiben. Mischen Sie einfach einen Teelöffel Kurkuma und einen halben Teelöffel Kokosöl zusammen.

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Die richtige Einnahme von Kurkuma

Wichtig: Nehmen Sie Kurkuma nicht zur Selbstbehandlung von Entzündungen und halten Sie vorher mit Ihrem Arzt Rücksprache.

Da Curcumin nicht wasserlöslich ist, gelangt es nur schlecht über den Darm zu dem entzündeten Gewebe. Aus diesem Grund sollten Sie Kurkuma idealerweise in Verbindung mit Fetten oder Ölen zu sich nehmen. Die tägliche Menge an Kurkuma sollte zwischen ein bis drei Gramm betragen. Bei einer höheren Dosierung können Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall auftreten. Schwangeren sowie Menschen mit Gallensteinen ist vom Verzehr von Kurkuma abzuraten.

Video: Superfood Kurkuma – darum sollten wir es alle essen

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