Eiweißmangel: Diese gesundheitlichen Folgen drohen

Eiweißmangel: Diese gesundheitlichen Folgen drohen

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, braucht keinen Eiweißmangel zu befürchten. Allerdings können bestimmte Erkrankungen oder eine Glutenunverträglichkeit einen Mangel begünstigen. Erfahren Sie hier, welche gesundheitlichen Folgen bei einem Proteinmangel drohen.

Eiweiß zählt neben Fetten und Kohlenhydraten zu den Makronährstoffen. Die Hauptenergielieferanten sind die Basis jeglicher Stoffwechselvorgänge und dementsprechend lebensnotwendig für uns. Protein nehmen wir über die Nahrung auf. Besonders eiweißreiche Lebensmittel sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie Vollkorngetreide. Wer sich gesund und ausgewogene ernährt, braucht keinen Eiweißmangel zu fürchten. Allerdings kann ein Eiweißmangel durch folgende Faktoren begünstigt werden. Dazu zählen eine Fehl- und Mangelernährung, Erkrankungen an Leber, Niere und Schilddrüse oder eine Glutenunverträglichkeit.

Gesundheitliche Folgen eines Eiweißmangels 

Schwache Muskelkraft

Fehlt dem Körper Protein, bedient er sich aus seinen Vorräten – also aus der Muskulatur. Aus diesem Grund schwindet Ihre Muskelkraft und Sie können sich weniger leistungsfähig und müde fühlen. Vor allem bei älteren Menschen kann dies zu einer erhöhten Sturzgefahr führen.

Schwaches Immunsystem

Wie bereits erwähnt, ist Eiweiß an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt und dementsprechend auch an der Bildung von Antikörpern. Bei einem Eiweißmangel schwächelt demnach unser Immunsystem und wir sind anfälliger für Infekte.

Gestörte Wundheilung

Wir brauchen Eiweiß, um neues Gewebe zu bilden. Die Aminosäure Arginin stimuliert die Neubildung von Gefäßen sowie die Zellteilung und das Zellwachstum. Bei einem Mangel kommt es daher zu Störungen in allen Wundheilungsprozessen.

Wassereinlagerungen

Mangelt es uns an Protein, kann das Wasser im Gefäßsystem nicht gehalten werden. Es kann leichter ins Gewebe übertreten, wodurch es zu Flüssigkeitsansammlungen kommt. Besonders die Beine und Fußknöchel sind von den Ödemen betroffen.

Depressive Verstimmungen

Nicht nur körperlich, auch psychisch schadet uns ein langfristiger Eiweißmangel. Denn die Aminosäuren, welche als Bausteine der Proteine gelten, dienen als Botenstoffe, um Informationen im Gehirn zu vermitteln. Fehlen uns diese, äußert sich dies durch Erschöpfung sowie erhöhte psychische Empfindlichkeit.

Eiweißmangel behandeln

Wenn Sie den Verdacht hegen, einen Proteinmangel zu haben, wenden Sie sich an einen Arzt. Mit einer Blutuntersuchung kann er feststellen, ob ein Mangel vorliegt oder ob Ihre Beschwerden durch andere Ursachen hervorgerufen werden. Sofern keine ernsthafte Erkrankung vorliegt, kann der Eiweißmangel durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung behoben werden.

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