11. Januar 2022
Durchblutungsstörungen im Herzen: Die 9 häufigsten Anzeichen

Durchblutungsstörungen im Herzen: Die 9 häufigsten Anzeichen

Kommt es zu Durchblutungsstörungen im Herzen, wird es lebensgefährlich – denn unter anderem kann ein Herzinfarkt drohen. Erfahren Sie hier, wie Sie eine Durchblutungsstörung im Herzen erkennen können und wie Sie Ihr Herz bestmöglich schützen können.

Unser Herz gilt als zentrales Organ unseres Körpers und verbindet den sogenannten Lungen- mit dem Körperkreislauf. Das Herz pumpt ununterbrochen das Blut durch unsere Arterien und sorgt dafür, die Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Kommt es beispielsweise durch verengte und verstopfte Herzgefäße daher zu Durchblutungsstörungen, hat das fatale Folgen für unser Herz und unseren gesamten Organismus. Es drohen Herzrhythmusstörungen oder eine Herzmuskelschwäche, in schweren Fällen ein Herzinfarkt oder ein plötzlicher Herztod.

Ursachen von Durchblutungsstörungen im Herzen

Durchblutungsstörungen im Herzen können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Eine der häufigsten Auslöser ist eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Kalk- und Fettablagerungen verengen die Blutgefäße, sodass das Blut nicht mehr ungehindert durch die Arterien fließen kann. Verschiedene Risikofaktoren wie Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährung oder Diabetes begünstigen solche Gefäßveränderungen. Des Weiteren können Erkrankungen des Herzens und der Gefäße zu Durchblutungsstörungen führen. Beispielsweise kann ein Gefäßverschluss die Blutgefäße im Herzen beeinträchtigen und diese verstopfen. Ebenfalls infrage kommen kann eine eher selten auftretende Gefäßentzündung. Diese können sich infolge von Verletzungen oder nach Einnahme von Medikamenten und Drogen eintreten.

9 Anzeichen von Durchblutungsstörungen im Herzen

  • Starke Brustschmerzen, die bis in den Hals, in die Arme oder in den Oberbauch strahlen können.
  • Massives Engegefühl rund um die Brustgegend
  • Atemnot
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckabfall
  • Hautblässe
  • Schweißausbruch
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Angstgefühle

Herzinfarkt: Vorboten kündigen sich an

Laut der Deutschen Herzstiftung treten bereits etwa 24 bis 48 Stunden vor dem eigentlichen Herzinfarkt erste Anzeichen auf. Patienten berichten von kurzen Phasen von einer Brustkorbenge oder einem Brennen hinter dem Brustbein sowohl im Ruhezustand als auch bei leichter Belastung. Außerdem gibt es geschlechterspezifische Unterschiede, was die Anzeichen anbelangt. So berichten Männer häufig von starken, ausstrahlenden Oberbrustschmerzen, hingegen Frauen eher unspezifischere Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erschöpfung haben. Fälschlicherweise bringen Frauen diese Beschwerden in Verbindung mit anderen Erkrankungen.

Durchblutungsstörungen im Herzen: Schnelle Hilfe ist gefragt

Durchblutungsstörungen im Herzen sind ein medizinischer Notfall, da ein Herzinfarkt droht. Ersthelfer sollten sofort den Rettungsdienst (112) alarmieren und anschließend das Bewusstsein, die Atmung und Lebenszeichen der betroffenen Person überprüfen. Bei einem Kreislaufstillstand muss sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Ist die Person bei Bewusstsein, sollte sie etwas höher gelagert werden – das entlastet das Herz. Enge Kleidung unbedingt öffnen. Die betroffene Person beruhigen und den Kreislauf überwachen, bis der Notarzt eingetroffen ist.

Durchblutungsstörungen vorbeugen – so schützen Sie Ihr Herz

Damit Ihr Herz lange gesund bleibt, sollten Sie die oben genannten Risikofaktoren bestmöglich meiden. Pflegen Sie einen gesunden Lebensstil, zu dem eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung sowie regelmäßige Bewegung gehören. Nehmen Sie hauptsächlich frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, pflanzliche Öle und Fisch zu sich. Meiden Sie tierische Fette, die vor allem in verarbeiteten Wurstwaren zu finden sind. Auch Weißmehlprodukte und Zucker begünstigen eine Arteriosklerose. Bleiben Sie aktiv und machen Sie regelmäßig Sport. Zum einen wird Ihre Durchblutung gesteigert und zum anderen Ihr Blutdruck gesenkt, was ebenfalls das Risiko einer Arterienverkalkung deutlich reduziert.

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