5. Januar 2021
Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie kein Fleisch essen

Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie vier Wochen kein Fleisch essen

Auf der Liste der Vorsätze für das neue Jahr steht bei vielen Menschen Fleischverzicht oder ein reduzierter Genuss. Besonders im Veganuary verzichten viele Personen auf Fleisch. Aber was passiert eigentlich mit dem Körper, wenn man vier Wochen kein Fleisch isst?

Frau mit Salat
© iStock/PeopleImages
Durch den Verzicht auf Fleisch verändert sich Ihr Körper.

Immer mehr Menschen entscheiden sich zugunsten des Tierwohls und der Umwelt für eine vegetarische oder vegane Ernährung. Zusätzlich kann sich der Verzicht von Fleisch positiv auf die Gesundheit auswirken.

Gesundheit und Fleischkonsum

Eine Studie des National Cancer Institute in den USA zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch und den Krankheiten Krebs, Diabetes, Schlaganfall, Alzheimer sowie Erkrankungen des Herzens, der Atemwege, der Nieren und der Leber. Besonders eine Verbindung zwischen Fleischkonsum und Krebs wird in den Medien immer wieder thematisiert. Aus diesem Grund warnt die Weltkrebsforschungs-Stiftung vor dem Konsum von zu viel Fleisch – insbesondere rotem und verarbeitetem Fleisch. Warum also nicht einmal komplett auf Fleisch verzichten?

Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie kein Fleisch essen

  • Sie sind weniger anfällig für Infekte: Bei einer fleischlosen Ernährung wird in den meisten Fällen vermehrt zu Obst und Gemüse gegriffen, welche wichtige Vitamine und Nährstoffe enthalten, die das Immunsystem stärken. Gleichzeitig kann der Verzehr von Fleisch Entzündungen im Körper hervorrufen, da es Arachidonsäure enthält. Diese fördert Entzündungsprozesse, die wiederum das Immunsystem schwächen.
  • Ihr Geruch verändert sich: Laut einer Studie der Karls-Universität in Prag verändert sich bei einer fleischlosen Ernährung der Körpergeruch. Wissenschaftler der Universität verglichen den olfaktorischen Wert von Männern und Frauen, die kein Fleisch aßen mit denen, die Fleisch aßen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen, die sich fleischlos ernähren, insgesamt weniger riechen und, dass ihr Schweißgeruch als angenehmer eingestuft wird.
  • Sie nehmen schneller ab: Verschiedene Studien belegen, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung dabei helfen kann abzunehmen. Das liegt zum großen Teil daran, dass bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung die Blutfettwerte sinken, da weniger gesättigte Fettsäuren aufgenommen werden. Außerdem setzen sich Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, häufig bewusster mit ihrer Ernährung auseinander und führen generell einen gesünderen Lebensstil.
  • Das Risiko für bestimmte Erkrankungen sinkt: Wenn sie auf Fleischgenuss verzichten, dann sinkt das Risiko für Herzerkrankungen, Krebs und andere Krankheiten. Menschen, die kein Fleisch essen, haben niedrigere Blutfettwerte und seltener einen hohen Blutdruck. Eine Studie der Harvard School of Public Health (HSPH) wertete verschiedene Studien zum Thema Fleischverzehr und Krankheiten aus. Das Ergebnis macht die Auswirkungen eines hohen Fleischkonsums deutlich. Isst man 50 Gramm verarbeitetes Fleisch pro Tag, steigt das Risiko für eine Herzerkrankung um 42 Prozent, bei Diabetes sind es immerhin 19 Prozent.
  • Sie sorgen für eine gesunde Darmflora: Studien zufolge wirkt es sich positiv auf die Darmflora aus, wenn man kein Fleisch isst, da so mehr schützende Arten von Darmbakterien entstehen. Besonders Obst, Gemüse und probiotische Lebensmittel stärken die Darmflora und so die Darmgesundheit. Umgekehrt können Darmbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfungen durch zu hohen Fleischkonsum hervorgerufen werden.

Ist es gesund kein Fleisch zu essen?

Da Fleisch ein guter Eiweißlieferant ist und den Körper zusätzlich mit Eisen und Vitamin B12 versorgt, empfehlen viele Ernährungswissenschaftler 200 bis maximal 600 Gramm Fleisch pro Woche zu sich zu nehmen. Wenn man die richtigen pflanzlichen Produkte in seinen Speiseplan einbaut, kann man den Nährstoffbedarf jedoch auch ohne Fleisch decken. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse sind beispielsweise gute Eiweißquellen. Wenn Sie im Ausnahmefall einmal doch zu Fleisch greifen, dann achten Sie auf Bio-Qualität.

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