Darmpolypen: 4 Anzeichen

Darmpolypen: 4 Anzeichen

Bei Polypen handelt es sich um gutartige Geschwülste, die unter anderem im Darm entstehen und sich zu Krebs entwickeln können. Im Folgenden erfahren Sie, wie man Darmpolypen frühzeitig erkennt und ab welchem Alter die Darmkrebsvorsorge von den gesetzlichen Krankenkassen gedeckt wird.

Was sind Darmpolypen?

Polypen sind Schleimhautgeschwülste, die sich an diversen Körperstellen bilden können – unter anderem in Nase, Magen, Gebärmutter oder auch Dünn- und Dickdarm. Zwar sind Polypen zunächst gutartig, können sich jedoch unter Umständen im Verlauf von Jahren in bösartige Tumore umwandeln. Besonders häufig entarten sogenannte Adenome – dabei handelt es sich um Polypen aus Drüsengewebe. Je früher Adenome bei vorsorglichen Untersuchungen des Dünndarms und Dickdarms gefunden und entfernt werden, umso geringer das Darmkrebsrisiko.

Darmpolypen: 4 Anzeichen

1. Blut im Stuhl

Da Polypen und Adenome in den Darmtrakt hineinragen, kann es unter Umständen dazu kommen, dass sie bei der Stuhlpassage beschädigt werden und sich austretendes Blut mit dem Stuhl vermischt. Je nach Blutmenge kann die Verfärbung mit bloßem Auge mehr oder weniger erkennbar sein. Ebenso können sich Form und Konsistenz des Kots verändern – ein Beispiel ist der sogenannte Bleistiftstuhl. In der Regel verursachen kleine Darmpolypen jedoch keinerlei Symptome und wachsen unbemerkt im Darm weiter. Haben sie eine bestimmte Größe erreicht, häufen sich die Symptome.

Tipp: Mittlerweile gibt es praktische Stuhltests, die Sie von zu Hause aus durchführen können. Die Stuhlprobe wird ganz einfach per Post an das entsprechende Labor geschickt und dort auf vorhandenes Blut untersucht, da nicht alle Blutspuren im Kot mit bloßem Auge erkennbar sind. Gesetzliche Krankenkassen zahlen solche Tests jährlich ab dem 50. Lebensjahr.

2. Bauchkrämpfe und Durchfall

Während Blutspuren im Stuhl das gängigste Symptom von Darmpolypen darstellen, können auch Verdauungsbeschwerden auf gutartige oder bösartige Geschwülste in Dünn- oder Dickdarm hindeuten. Durchfall und Bauchschmerzen oder eine gehinderte Darmpassage in Form von Verstopfungen können hierbei auftreten. Im Frühstadium sind diese Symptome jedoch eher unwahrscheinlich.

Video: Stark verarbeitete Lebensmittel mit Darmkrebs in Verbindung gebracht

3. Zufallsbefund bei Darmspiegelung

Das Tückische an Darmpolypen ist, dass sie in den meisten Fällen über Jahre hinweg keinerlei Symptome verursachen. Die oben genannten Beschwerden können zwar vereinzelt auch in frühen Stadien auftreten, häufen sich jedoch erst, wenn die Polypen eine bestimmte Größe erreicht oder sich zu bösartigen Tumoren entwickelt haben. In der Regel bemerkt die betroffene Person jedoch gar nicht, dass sich bereits gutartige Polypen in ihrem Darm befinden, weswegen der Darmkrebsvorsorge eine besondere Bedeutung zukommt. Praktischerweise können Ärzte bereits während der Darmspiegelung (Koloskopie) die gefundenen Polypen mithilfe des Koloskops entfernen.

Wichtig: Aufgrund des unbemerkten Wachstums der Polypen, die potentielle Krebsvorstufen darstellen, spielt die Darmkrebsvorsorge hinsichtlich der Früherkennung eine entscheidende Rolle. Je früher die Polypen entfernt werden, umso niedriger ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus bösartige Tumore entwickeln können. Die gesetzlichen Krankenkassen decken bei Männern ab 50 und Frauen ab 55 Jahren die Kosten für vorsorgliche Darmspiegelungen.

4. Blutarmut

Wenn größere Darmpolypen regelmäßig durch die Stuhlpassage beschädigt werden und Blut austritt, kann unter Umständen eine sogenannte Anämie auftreten. Eine solche Blutarmut infolge des ständigen Blutverlusts kann sich durch Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder blasse Haut bemerkbar machen. Mittels Blutuntersuchung kann Ihr Arzt schnell feststellen, ob tatsächlich eine Anämie die Ursache für Ihre Beschwerden ist.

Buchtipps für einen gesunden Darm

Wenn Sie auf witzige wie charmante Art und Weise erfahren möchten, wie unser Darm arbeitet und der Stuhlgang vonstattengeht, kommen Sie um den Klassiker „Darm mit Charme“ von Giulia Enders nicht herum. Wenn Sie hingegen mithilfe der Ernährung Ihren Darm grundsanieren oder einfach eine reibungslosere Verdauung möchten, ist „Gute Verdauung: Die besten Ernährungsstrategien bei Reizdarm, Zöliakie, Morbus Crohn & Co.“ von den Ernährungs-Docs genau das Richtige für Sie.

Quellen: krebsinformationsdienst.de, gesundheit.gv.at

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.

Lade weitere Inhalte ...