Dem Durchfall den Kampf ansagen Hausmittel bei Magen-Darm-Grippe

Magen-Darm-Beschwerden klingen meist schon nach einigen Tagen wieder ab. Medikamente aus der Apotheke sind dabei nur selten notwendig. Wir verraten euch aber einige Hausmittel, um die Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern.

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Hausmittel bei einer Magen-Darm-Grippe

Adsorbentien:

Adsorbentien ist eine Gruppe von Wirkstoffen, welche Erreger bindet, und mit ihnen gemeinsam ausgeschieden wird. Dadurch kann sich der Darm erholen. Zu den Adsorbentien zählen Pektine, Heilerde und Aktivkohle.

Pektine finden sich vor allem in Äpfeln, Bananen, Karotten, Zitrusfrüchten und Aprikosen. Geriebener Apfel oder Bananenbrei sind die optimalen Mahlzeiten bei Durchfall. Die Karotten könnt ihr zum Beispiel zu einer Suppe verarbeiten, welche euch gleichzeitig mit Flüssigkeit versorgt.

Heilerde ist fein geriebener Sand, welcher aus verschiedenen Mineralien und Spurenelementen besteht. Die feinen Körner legen sich um Giftstoffe und machen diese so unschädlich. Außerdem binden sie überschüssige Flüssigkeit im Darm, und helfen so den Durchfall zu stoppen. Ein bis zwei Teelöffel Heilerde werden hierzu mit kaltem Wasser oder Tee vermengt und in kleinen Schlucken getrunken.

Die medizinische Aktivkohle bindet Bakteriengifte und verhindert so, dass diese über den Darm ins Blut aufgenommen werden können.

Quellstoffe:

Quellstoffe werden sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfungen eingesetzt. Sie binden Wasser im Darm und erhöhen so das Stuhlvolumen. So wird die Verdauungszeit im Darm in die Länge gezogen und der Stuhl kann sich etwas verfestigen. Der Stuhlgang umhüllt außerdem Viren und Giftstoffe, welche dann mit ausgeschieden werden. Bekannte Quellstoffe sind Flohsamenschalen und Leinsamen. Damit genug Flüssigkeit zum Quellen vorhanden ist, solltet ihr zu der Einnahme immer ein bis zwei Gläser Wasser trinken. Die perfekte Kombination aus Adsorbentien und Quellstoffen ist ein ausgewogenes Frühstück mit einem Müsli aus Haferflocken, Apfel, Banane und Leinsamen.

Magen-Darm-Tees:

In erster Linie ist es bei Durchfall wichtig, viel zu trinken. Der flüssige Stuhlgang sorgt dafür, dass die Krankheitserreger den Körper schnell verlassen. Dabei geht aber viel Flüssigkeit verloren. Zusätzliches Erbrechen führt auch zur Dehydrierung. Bei einer solchen Erkrankung ist es deshalb wichtig, bis zu drei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Auch Suppen eignen sich hervorragend zur Flüssigkeitsaufnahme. Tees haben den Vorteil, dass sie zusätzlich beruhigend wirken. Fenchel-, Salbei- und Kamillentee wirken zudem entzündungshemmend. Heidelbeertee baut durch seine Eiweißstoffe sogar eine Schutzschicht vor neuen bakteriellen Angriffen auf. Wichtig ist allerdings, getrocknete Beeren zu nutzen. Frisch gepflückte bedingen wiederum den Durchfall. Die Tees lassen sich auch gut mit einer Scheibe Ingwer kombinieren. Die Scharfstoffe der Knolle wirken gegen Infektionen und helfen bei Übelkeit und Erbrechen.

Wärme:

Ein bekanntes Symptom bei Magen-Darm-Beschwerden sind starke Bauchkrämpfe. Hier hilft Wärme. Wohltuend sind zum Beispiel eine Wärmflasche oder Kirschkernkissen.

Bekömmliches:

Trotz Übelkeit ist es wichtig, den Körper mit Nahrung zu versorgen. Gut bekömmliche Lebensmittel sind zum Beispiel Weißbrot, Hafer, Zwieback und Kartoffeln. Wichtig hierbei ist es, die Lebensmittel lange zu kauen, damit der Magen nicht zusätzlich arbeiten muss. Auch Brühe ist ein wahres Wundermittel. Sie versorgt den Körper zusätzlich mit Flüssigkeit und wichtigen Mineralien. Verzichtet aber auf fettiges und scharf gewürztes Essen. Das überfordert euren Magen.

Autor: Emilia Uhlendorf

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