14. Mai 2021
Corona-Impfung: Wechselwirkung mit anderen Medikamenten?

Corona-Impfung: Ist eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten zu befürchten?

Wer mehrere Medikamente einnehmen muss, sollte wissen, dass die Inhaltsstoffe der einzelnen Arzneien sich gegenseitig beeinflussen können. Aber gilt das auch für die Corona-Impfung? Haben die Impfstoffe Einfluss auf die Wirksamkeit von anderen Medikamenten? Wir klären auf.

Die Corona-Impfung stellt viele Fragen auf – gerade Themen rund um die Nebenwirkungen sind für viele Menschen von großem Interesse. Die Corona-Impfstoffe gelten als sehr wirksam und verträglich. Das gilt auch bezüglich der Wechselwirkungen von anderen Medikamenten. Das Robert-Koch-Institut schreibt dazu auf deren Website:

Schwerwiegende sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten. Nach § 6 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Verdacht einer über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung namentlich meldepflichtig.

Corona-Impfung: Das müssen herzkranke Menschen wissen

Vor der Corona-Impfung erfolgt eine ausführliche Anamnese, bei der Sie Ihre Vorerkrankungen sowie die Einnahme von Medikamenten angeben müssen. Wenn Sie vor der Corona-Schutzimpfung eine andere Impfung erhalten müssen, muss mindestens ein Abstand von 14 Tagen eingehalten werden. Das Gleiche gilt auch für darauffolgende Impfungen. Notfallimpfungen sind davon ausgenommen.

Herzkranke Patienten, die Medikamente wie Blutverdünner benötigen, können diese weiter einnehmen und gegen das Coronavirus geimpft werden. Hierbei empfiehlt das RKI in diesen Fällen die Verwendung einer möglichst feinen Kanüle. Experten raten für Personen mit einer Gerinnungsstörung vorsichtshalber zu einer längeren Nachbeobachtungszeit von 15 bis 30 Minuten. Auch Menschen, die aufgrund Ihrer Herzkrankheit Aspirin oder blutdrucksenkende Mittel einnehmen oder unter einer Herzinsuffizienz leiden, können ebenfalls geimpft werden und müssen keine Wechselwirkungen befürchten.

Wichtig: Setzen Sie auf keinen Fall vor der Corona-Impfung Ihre Medikamente ab. Wenn Sie verunsichert sind oder Fragen zur Corona-Impfung haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Menschen mit Vorerkrankungen sollten sich impfen lassen

Personen mit Vorerkrankungen wird explizit geraten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sie gehören als chronisch kranke Menschen zu den Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, wenn Sie sich mit dem Coronavirus infizieren.
Dazu gehören beispielsweise nierenkranke Menschen, die auf eine Dialyse angewiesen sind. Da sie teilweise mehrmals die Woche für einige Stunden ins Krankenhaus zur Dialyse müssen und in Kontakt mit Ärzten, medizinischem Personal und anderen Patienten kommen, sind sie einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt und der Gefahr, an einem schweren Verlauf zu erkranken.

Grippeähnliche Reaktionen nach Corona-Impfung

Nach der Corona-Impfung kann es zu grippeähnlichen Impfreaktionen kommen. Sie zeigen, dass sich Ihr Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt und Ihr Immunsystem arbeitet. Am häufigsten treten Beschwerden wie Müdigkeit, Kopf- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und Fieber sowie Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle auf. In der Regel klingen diese Symptome nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt in seinen Aufklärungsblättern zur Corona-Impfung, dass fiebersenkende Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol gegen die Beschwerden genommen werden können. Wenn Sie andere verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, besprechen Sie vor der Impfung mit Ihrem Arzt, ob und welche Schmerzmittel für Sie infrage kommen und ob eine Wechselwirkung zu befürchten ist.

Das Paul-Ehrlich-Institut erfasst alle Nebenwirkungen und Impfreaktionen der Corona-Schutzimpfung und nimmt Ihre Meldungen zu Verdachtsfällen zu Nebenwirkungen von Arzneimitteln entgegen. Online hier zu finden.

Video: Sind Geimpfte schon nach einer Dosis gegen das Virus immun?

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