13. Juli 2021
Bremsenstich: Das hilft dagegen

Das hilft wirklich gegen einen Bremsenstich

Bremsen sind lästig – besonders, weil ihre Stiche so schmerzhaft sind. Das Tückische: Leicht können sie mit normalen Fliegen verwechselt werden. Außerdem ist Vorsicht geboten, denn die Blutsauger können Krankheiten übertragen. Wir erklären, was gegen einen Bremsenstich hilft.

Sommerzeit ist leider auch Insektenzeit, weshalb wir uns in dieser Jahreszeit auch mit unliebsamen Insektenstichen herumärgern müssen. Die Stiche einiger Plagegeister, wie beispielsweise Mücken, können dabei schon mal unbemerkt bleiben. Bei Bremsenstichen kann das nicht passieren, da diese ausgesprochen schmerzhaft sind. Der Grund? Die Blutsauger sägen die Haut des Menschen mit ihren Mundwerkzeugen an, sodass ein sogenannter "Blutsee" entsteht, den sie dann aufnehmen können. Beim Stechen injizieren die Bremsen ein gerinnungshemmendes Sekret, das dazu führt, dass die Stiche nachbluten können. Übrigens stechen nur die Weibchen, die Männchen ernähren sich ausschließlich von Pollen und Nektar.

Woran erkenne ich einen Bremsenstich?

Im Gegensatz zu anderen Insektenstichen sind die Symptome eines Bremsenstichs noch lange nach dem Stich spürbar. Zu den typischen Symptomen gehören starke Schmerzen an der Einstichstelle, eine Rötung der Haut, Juckreiz, Schwellung sowie Nachbluten.

Bremsenstich: Das hilft dagegen

Bis der Bremsenstich vollständig verheilt ist, können zwei Wochen vergehen. Wenn Sie ihn richtig behandeln, kann dieser Prozess beschleunigt und die Symptome gelindert werden. Diese 3 Tipps helfen:

  1. Nicht kratzen
    Auch, wenn es aufgrund des starken Juckreizes schwerfällt: Das A und O bei jedem Insektenstich ist, ihn nicht aufzukratzen, da sonst die Gefahr einer Infektion besteht. Auf diesem Weg können Krankheitserreger von Ihren Händen in die offene Wunde gelangen. 
     
  2. Hitze
    Um die Schwellung und den Juckreiz zu lindern, kann Hitze helfen. Hier eignet sich beispielsweise ein heißer Waschlappen oder ein warmer Teelöffel, den Sie auf den Stich legen können. Die hohen Temperaturen zerstören das Sekret, das die Bremse injiziert hat – so können Beschwerden gelindert werden.
     
  3. Kälte
    Genauso wie Hitze kann auch Kälte Beschwerden wie Schwellung und Juckreiz verringern. Nutzen Sie zum Beispiel Eiswürfel oder Kühlpads. Hierbei sollten Sie nur beachten, dass Sie diese nicht direkt auf die Haut legen, sondern vorab in ein Baumwolltuch wickeln. Auch ein kühlendes Gel kann Abhilfe schaffen. 

Bremsenstich: Wann zum Arzt?

In der Regel sind Bremsenstiche keine Gefahr für die Gesundheit. Wenn die betroffene Körperstelle übermäßig stark anschwillt oder weitere Symptome wie Schwellungen, Schüttelfrost, Hitzewallungen oder Atemnot hinzukommen, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen oder den Notarzt rufen, da es sich vermutlich um eine allergische Reaktion handelt. Ärztlicher Rat sollte auch eingeholt werden, wenn die Haut um die Einstichstelle dick und warm wird – dies können Anzeichen einer Infektion sein. In seltenen Fällen können Bremsen auch die Krankheiten Borreliose oder Milzbrand übertragen.

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