Endlich gesünder leben So schaffen Sie es mit dem Rauchen aufzuhören!

Mit dem Rauchen aufzuhören bringt viele gesundheitliche Vorteile für Sie mit! Da das Entwöhnen Zeit, Geduld und einen starken Willen braucht, haben wir Tipps und Tricks, wie Sie es schaffen, durchzuhalten!

Rauchen_aufhören

Rauchen ist ungesund, aber langfristig aufhören fällt vielen noch immer schwer. Da Sie diesen Artikel bereits geöffnet haben, war das schon der erste Schritt in die richtige Richtung, um mit dem Rauchen aufzuhören. Wir verraten Ihnen hilfreiche Tipps für Ihre Rauchentwöhnung!

Darum ist rauchen so ungesund!

Im Zigarettenrauch befinden sich mehr als 4800 verschiedene Stoffe, von denen viele giftig und krebserregend sind. Beim Einatmen werden diese Stoffe über die Lunge aufgenommen und im gesamten Körper verteilt. Die giftigen Stoffe erhöhen das Risiko für Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen, sowie für Krebs. Ebenso beeinträchtigt Rauchen die Stabilität der Knochen bei Frauen und schwächt die Potenz bei Männern. Das in Zigaretten enthaltene Nikotin gelangt ins Gehirn und greift dort in Stoffwechselprozesse ein. Eine körperliche und auch psychische Abhängigkeit entsteht nicht selten. 

Weitere Folgen der Nikotinabhängigkeit:

  • Grauer Star
  • Parodontitis, Mundgeruch, Raucherhusten, schleimiger Auswurf
  • Bronchitis, COPD, Lungenentzündung, Brustenge
  • Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein
  • Diabetes
  • Unfruchtbarkeit, Früh-, Fehl- und Totgeburten, Impotenz
  • vorzeitige Hautalterung, mangelnde Durchblutung
  • Leistungsschwäche und Kurzatmigkeit
  • Krebs in Mund, Kehlkopf, Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Blase, Niere, Brust und Gebärmutterhals

Das hilft gegen Entzugserscheinungen

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, z. B. ab morgen mit dem Rauchen aufzuhören, kommt es nicht selten schnell zu Entzugerscheinungen. Das Verlangen nach der Zigarette kann schnell groß werden, sodass der Rückfall nicht weit ist. Doch es gibt Hilfe gegen Entzugerscheinungen. Wichtig: Diese Entzugerscheinungen sind am Anfang am stärksten und nehmen im Laufe der Rauchentwöhnung ab. Dies kann aber einige Wochen dauern, auch wenn die Symptome bereits nach drei Tagen langsam abschwächen.

  1. Starkes Rauchverlangen
    Sie haben schon einen oder zwei Tage rauchfrei geschafft, doch plötzlich kommt der Drang nach der Zigarette. Um dem Schweinehund nun nicht nachzugeben, sollten Sie sich ablenken: Gehen Sie z. B. spazieren, treiben Sie Sport und distanzieren Sie sich von allem, was Sie mit dem Rauchen in Verbindung bringen. Auch Wassertrinken oder Zähneputzen helfen, um auf andere Gedanken zu kommen.
     
  2. Reizbarkeit und Frustration
    Beim Rauchentzug ist es ganz normal, dass es zu Reizbarkeit kommt. Schließlich war die Zigarette lange Zeit Ihr Mittel, um Stress zu bewältigen. Statt nun wieder zur Zigarette zu greifen, überdenken Sie Ihre Gewohnheiten im Alltag und bauen Sie ggf. regelmäßig Zeit für Entspannungsübungen ein. Steigern Sie auch Ihr Wohlbefinden, indem Sie Ihr Gehirn Glückshormone ausschütten lassen. Das funktioniert z. B. durch Sport, ein neues Hobby oder die richtige Ernährung. Serotonin ist z. B. in Bananen, dunkler Schokolade, Nüssen und Hülsenfrüchten.
     
  3. Gesteigerter Appetit
    Viele haben Angst vor einer Gewichtszunahme, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Doch dem können Sie vorbeugen, wenn Sie auf die richtigen Lebensmittel setzen und sich genug bewegen. Hllfreich ist es, viel zu trinken, Rohkost und Obst bereit zu halten oder bei Rauchverlangen einen Kaugummi zu kauen oder einen zuckerfreien Bonbon zu lutschen. Konzentrieren Sie sich beim Essen auf Ihre Mahlzeit und genießen Sie die verschiedenen Aromen ganz bewusst. Greifen Sie nicht mehr zu Lebensmitteln und Snacks als vorher. Dann bleibt auch das Gewicht auf der Waage gleich.
     
  4. Müdigkeit 
    Eine Zigarettenentwöhnung ist anstrengend für den Körper und für die Psyche. Umso schneller macht sich Müdigkeit breit. Damit Sie im Alltag dennoch leistungsfähig sind, sollten Sie feste Schlafzeiten einhalten, Zimmer und Büroräume regelmäßig lüften und kleine Pausen einlegen. Eine kalte Dusche am Morgen und eine Tasse Kaffee oder grüner Tee machen wach und wecken die Lebensgeister. Achten Sie auch auf ihre Vitamin- und Mineralstoffzufuhr: Nehmen Sie genügend Eisen, Vitamin D und Zink zu sich. Diese Stoffe fördern die Leistungsfähigkeit im Alltag.
     
  5. Einsamkeit beim Entzug
    Sich gegenseitig zu motivieren, kann beim Rauchentzug helfen. Begeben Sie sich in die Gesellschaft der Nicht-Raucher und halten Sie nach Gruppen ausschau, die sich ebenfalls das Rauchen abgewöhnen wollen. WhatsApp- oder Facebook-Gruppen können da sehr hilfreich sein.

Was bringen Kaugummi und Pflaster beim Rauchentzug?

In Nikotinpflastern und -kaugummis stecken im Gegensatz zur Zigarette nur Nikotin. Über die Haut wird das Nikotin aus dem Pflaster aufgenommen und sorgt für einen konstanten Nikotinspiegel. Beim Kaugummikauen wird das Nikotin über die Schleimhäute aufgenommen. Durch den konstanten Nikotingehalt im Körper sollen Entzugserscheinungen verhindert werden. Ziel ist eine Nikotinersatztherapie, die zwischen sechs und 12 Wochen angewendet wird, wobei der Nikotingehalt im Laufe der Therapie gesenkt wird. Dadurch soll der Entzug langristig erfolgreicher sein. 

Gibt es Nebenwirkungen?
Bei empfindlicher Haut kann es zu Reizungen durch das Nikotinpflaster kommen. Auch sollten die Präparate nicht ohne den Rat eines Arztes oder Apothekers angewendet werden, da sich Pflaster in Kombination mit Sprays oder Kaugummi leicht überdosieren lassen. Bei Kaugummis kann es zudem zu Reizungen der Mundschleimhaut, Sodbrennen, Übelkeit oder Magenschmerzen kommen.

Datum: 14.10.2020

Autor: Christina Liersch