Pilzinfektion Scheidenpilz - erkennen, behandeln, vorbeugen

Bei einem Scheidenpilz handelt es sich um eine unangenehme, aber harmlose Erkrankung. Mit welchen Vorbeugungsmaßnahmen ihr die Infektion vermeiden könnt, welche Symptome der Scheidenpilz hervorruft und wie ihr die Erkrankung behandelt, erklären wir hier.

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Was ist ein Scheidenpilz?

Bei einem Scheidenpilz handelt es sich um eine Pilzinfektion im Intimbereich der Frau. Hierbei entzünden sich die Scheide (Vagina) und der äußere Genitalbereich (Vulva). In den meisten Fällen ist der Hefepilz Candida albicans dafür verantwortlich. Seltener können aber auch die Erreger Candida glabrata oder Candida tropicalis einen Scheidenpilz verursachen. 

Pilze gehören zum menschlichen Organismus, sind meist auf unserer Haut und den Schleimhäuten zu finden und sind Teil der normalen Körperflora. Das Immunsystem des Menschen hält sie in Schach und sie leben mit anderen Mikroorganismen im ausgewogenen Gleichgewicht - so auch mit den Milchsäurebakterien in der Scheide. Durch die Produktion von Milchsäure entsteht hier ein saures Milieu mit einem pH-Wert, der unter 4,5 liegt. Diese idealen Bedingungen und das Immunsystem verhindern eine übermäßige Vermehrung der Hefepilze und somit eine Infektion und einen Pilzbefall in der Scheide. 
Von einer Scheidenpilzinfektion sind zirka 75 Prozent der Frauen mindestens einmal in ihrem Leben betroffen. Die Erkrankung der Geschlechtsorgane tritt also ziemlich häufig auf. Doch in welchem Alter seid ihr besonders gefährdet?

  • Zirka 20 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter sind von einem Vaginalpilz betroffen.
  • Während der Schwangerschaft steigt das Risiko einer Infektion an.
  • Vor der Pubertät ist ein Scheidenpilz ziemlich selten.
  • Durch den Östrogenmangel nach den Wechseljahren sinkt das Risiko ebenfalls.

Was sind die Ursachen einer Scheidenpilz-Infektion?

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Pilzinfektion begünstigen:  

  • ein durch Erkrankungen und Infekte geschwächtes Immunsystem 
  • Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes mellitus)
  • Hormonschwankungen - durch die Einnahme der Antibabypille, durch eine Schwangerschaft oder durch die Wechseljahre verändern sich die Hormonlevel in unserem Körper.
  • Psychische Belastung - durch Stress und Sorgen wird unsere Immunabwehr geschwächt. 
  • Durch die Einnahme von Kortison, Antibiotika oder Zytostatika. Diese Medikamente töten nicht nur die schädlichen, sondern oftmals auch die nützlichen Bakterien ab und begünstigen dadurch die Vermehrung eines Hefepilzes. 
  • Scheidenspülungen und Intimsprays - sie verändern das natürliche Säuremilieu der Scheide und können so das übermäßige Wachstum von Pilzen begünstigen.
  • Synthetische Unterwäsche und eng anliegende Kleidung - durch Schwitzen und Wärmestau entsteht das optimale feucht-warme Milieu für die Vermehrung von Pilzen. 
  • Ansteckung in Saunen, Whirlpools und Schwimmbädern - durch das feucht-warme Klima kann der Pilz lange überleben und sich auf andere Menschen übertragen. 

Ungeschützter Geschlechtsverkehr kann die Infektion ebenfalls an den Partner übertragen. 

Wie sind die Symptome eines Scheidenpilzes?

Je nachdem mit welchem Erreger ihr euch infiziert habt, treten unterschiedliche Symptome auf. Juckreiz und einen veränderten Ausfluss haben aber alle Infektionen gemeinsam. 

Typische Symptome bei Candida albicans sind: 

  • Jucken und Brennen in der Scheide
  • Ausfluss - weißlich, cremig bis bröckelig
  • gerötete und rissige Haut im Bereich der Scheide
  • unangenehmer Geruch
  • Ausschlag oder Bläschen an der Vulva
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
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