4 Ursachen für verkürzte Muskeln

4 Ursachen, die zu verkürzten Muskeln führen

Eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen sowie Verspannungen in Rücken, Nacken oder Hüfte sind meistens ein Anzeichen für verkürzte Muskeln. Erfahren Sie, welche Ursachen diese muskuläre Dysbalance verantworten. 

Was sind verkürzte Muskeln?

Bei verkürzten Muskeln handelt es sich um eine muskuläre Dysbalance, bei der sich die Muskeln verhärten und die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Das führt zu einem ungleichen Spannungsverhältnis, was Beschwerden auslöst. Bei verkürzten Muskeln ist eigentlich die eingeschränkte Dehnbarkeit eines Muskels gemeint. Denn ein Muskel kann sich per se nicht verkürzen. Er behält immer seine Länge. Bei einer Verkürzung ist der Muskel nicht in der Lage, sich in seinem ursprünglichen und gegebenen Maximum dehnen zu lassen. Die Folge sind eingeschränkte Beweglichkeit und Beschwerden wie Schmerzen in Nacken, Schulter, Rücken und Hüfte.

Ursachen für verkürzte Muskeln

Für verkürzte Muskeln kommen ganz unterschiedliche Ursachen infrage. Folgende Gründe können mangelnde Beweglichkeit und Beschwerden auslösen:

1. Zu wenig Bewegung

Morgens mit der Bahn ins Büro, den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und nach dann abends auf die Couch vorm Fernseher – einer der Hauptverursacher verkürzter Muskeln ist zu wenig Bewegung. Vor allem durch das viele Sitzen „verkümmern“ unsere Muskeln. Vor allem der Hüftbeuger, der vordere Muskel unserer Hüfte, leidet unter dem Bewegungsmangel. Beispielsweise weisen Schmerzen im unteren Rücken meistens auf einen verkürzten Hüftbeuger hin. Damit Ihr Hüftbeuger geschmeidig bleibt, sollten Sie ihn ausreichend durch Bewegung beanspruchen und regelmäßige Dehnübungen machen.

Im Video zeigt Ihnen Fitness-Influencerin Sophie Thiel eine einfache Übung, die Ihren Hüftbeuger stretcht:

2. Falsches Krafttraining

Wir wissen jetzt: Bewegung tut unseren Muskeln gut und hält sie elastisch. Allerdings kann ein falsch ausgeführtes Krafttraining zu Bewegungseinschränkungen und verkürzten Muskeln führen. Eine zu intensive Sporteinheit und einseitige Bewegungsabläufe können Fehlbelastungen an Muskeln und Sehen verursachen. Achten Sie außerdem darauf, sich vor dem eigentlichen Training ausreichend aufzuwärmen und nach dem Workout genügend Zeit für ein Cool-Down einzuplanen, bei dem Sie sich vorsichtig stretchen oder Ihre beanspruchten Muskeln vorsichtig mit einer Faszienrolle bearbeiten.

3. Schonhaltung

Nach einem Unfall oder nach einer Verletzung fallen Betroffene oftmals in eine schmerzbedingte Schonhaltung. Beispielsweise werden bei Bewegungen wie beim Hinken bestimmte Muskeln übermäßig und andere hingegen kaum belastet. Nach der Genesung ist es für viele Patienten schwer, diese Schonhaltung wieder abzulegen. Hier kann eine Physiotherapie weiterhelfen. Grundsätzlich sollten Sie trotz Verletzung keine Schonhaltung einnehmen. Denn damit sich Ihre Zellen erneuern können und Ihr Körper regenerieren kann, braucht man Bewegung. Eine vorsichtige Mobilisation und eine leichte sowie langsame Belastung sind daher essenziell.

4. Ungleich lange oder schiefe Knochen

Verkürzte Muskeln können auch die Folge von unterschiedlich langen Knochen sein. Sind zum Beispiel die Beinknochen nicht gleich lang oder liegt ein Beckenschiefstand vor, passt der Körper sein Gewebe und seine Muskeln an, um dieses Ungleichgewicht auszubalancieren. Diese Dysbalance kann daher zu verkürzten Muskeln führen.

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