27. März 2017
Abnehmen mit Radfahren

Abnehmen mit Radfahren

Radfahren verbrennt tüchtig Kalorien, baut Fett ab, Muskeln auf. Vital hat einen 4-Wochen-Trainingsplan entwickelt, mit dem Sie entspannt fünf Kilo abnehmen können. Dazu: Alles, was Sie über Rad, Ausrüstung und Ernährung wissen müssen.

Fahrradfahren mit dem Partner
© www.jalag-syndication.de
Fahrradfahren mit dem Partner

Biking ist eine Sportart, bei der Drückebergern so schnell keine Ausrede einfällt. Denn sie eignet sich auch für völlig Untrainierte, weil sie die Intensität niedrig dosieren können. Mollige oder Menschen mit Knieproblemen dürfen ebenfalls aufsteigen, denn es schont die Gelenke. „Anders als beim Joggen belastet das Körpergewicht im Sitzen nicht die Knie- oder Sprunggelenke“, erklärt Bike-Trainer Marcel Weil. Und Radeln ist eine sehr runde und weiche Bewegungsform ohne Belastungsspitzen.
Außerdem hilft Biken beim Fettabbau: Eine Stunde Radfahren verbraucht je nach Geschwindigkeit zwischen 240 und 800 Kalorien. Als regelmäßiges Ausdauertraining kann es Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte senken. Obendrein hilft das Training, die Zahl der Abwehrzellen im Blut zu erhöhen – super fürs Immunsystem.
Nicht zu unterschätzen: Biken macht gute Laune und entspannt. Durch das Training werden verstärkt Glückshormone wie Serotonin produziert und gleichzeitig Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin zügig abgebaut.

Download

genügend trinken
© www.jalag-syndication.de
genügend trinken
  • Damit der Stoffwechsel beim Biken genug Energie gewinnen kann, ist es wichtig, den Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Vor allem pflanzliche und tierische Eiweiße sind unentbehrlich für Muskelaufbau und Fettverbrennung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt über den Tag verteilt mindestens 0,8 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht. Für eine Frau mit 65 Kilo heißt das: ca. 52 Gramm Eiweiß pro Tag. Die stecken z. B. in 100 g Hähnchenbrust filet, 1 Ei, 2 Scheiben Gouda oder 200 g Vollmilchjoghurt. Diese Menge erreichen Sie leicht? Überschreiten sie meist sogar? Stimmt! Was wir täglich essen, enthält durchschnittlich meist mehr Eiweiß und deckt demnach auch einen leicht erhöhten Bedarf beim Biken. Also kein Argument für extragroße Portionen.
  • Kohlenhydrate sind beim Radeln Ihr zweites wichtiges „Standbein“. Aber nicht irgendwelche. Ballaststoffreiche Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst, wie z. B. Äpfel halten Ihren Blutzuckerspiegel stabil. Für Freizeitsportler – und damit auch für Sie in unserem Bike-Programm – kommt es darauf an, den Körper regelmäßig mit wertvollen Kohlenhydraten aufzutanken, z. B. mit einer Banane oder einem Vollkornbrot. Verzichten Sie weitest gehend auf Süssigkeiten, Kuchen und Weißmehlprodukte, und versuchen Sie, die letzte Mahlzeit des Tages vor 20 Uhr zu beenden.
  • Selbst wenn Sie mit dem Fitness- Biken Fett verbrennen möchten – verbannen Sie es nicht aus Ihrer Küche. Fett ist ein wunderbarer Geschmacksträger und unerlässlich, um fettlösliche Vitamine überhaupt aufnehmen zu können. Denken Sie aber daran, ungesättigte Fettsäuren aus Oliven-, Sojaoder Rapsöl zu bevorzugen. Essen Sie Meeresfische wie Lachs und Makrele, dann versorgen Sie sich gleichzeitig mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren.
  • Die Hauptrolle beim erfolgreichen Biken kommt aber dem Trinken zu. Generell sollte jeder, auch ohne sportliche Aktivität, über den Tag verteilt 2 bis 3 Liter Flüssigkeit trinken. Während des Trainings pro Stunde etwa 0,75 l. Denn dann verliert der Körper durchs Schwitzen zusätzlich Wasser und Mineralstoffe. Ideale Durstlöscher sind kohlensäurearme Mineralwässer oder Fruchtsaftschorlen, die möglichst keinen Zuckerzusatz enthalten.
Fahrrad schieben
© www.jalag-syndication.de
Fahrrad schieben

Sattel

Die ideale Höhe ermitteln Sie so: Drehen Sie die Pedale so, dass eins ganz unten steht. Setzen Sie sich auf den Sattel, stellen Sie die Ferse auf dieses untere Pedal. Jetzt sollte Ihr Knie darüber minimal gebeugt sein. Bei zu starker Beugung brauchen Sie beim Treten zu viel Kraft; ein durchgestrecktes Knie führt zu Sitzproblemen, weil Sie auf dem Sattel hin und her rutschen. Für die Größe des Sattels gilt: Je aufrechter Sie sitzen, umso breiter muss der Sattel sein. Am besten im Fachhandel verschiedene Modelle testen.

Lenker

Der Höhenunterschied zwischen Sattelspitze und Lenkervorbau darf nicht zu groß sein. Sonst müssen Sie beim Fahren permanent den Kopf in den Nacken legen, um noch geradeaus schauen zu können – das nervt und verspannt. Den Lenker deshalb in Sattelhöhe oder sogar ein wenig höher ein stellen, so radeln Sie auch über längere Strecken ermüdungsfrei.

Kleidung

Helm oder kein Helm? Bike-Experte Marcel Weil sagt: „Es gibt heute keine Entschuldigung dafür, keinen zu tragen.“ Bei tödlichen Fahrradunfällen sind Kopfverletzungen die Todesursache Nr. 1. Der Helm sollte gut sitzen, weder wackeln noch drücken. Wer viel und bequem radeln will, braucht eine gute Fahrradhose. Spezielle Modelle für Frauen sind exakt an die weibliche Anatomie angepasst, haben antibakterielle Geleinsätze statt der früheren Lederpolster. Unbedingt ohne Slip direkt auf der Haut tragen, sonst kann es zu unangenehmen Reibereien zwischen den Stoffen kommen. Trikot, Handschuhe und spezielle Schuhe müssen für den Anfang nicht sein. Allerdings, so ein Tipp der Redaktion: Gerade wenn Sie in der Sonne fahren, sind Radhandschuhe ein guter Schutz gegen Pigmentflecken auf dem Handrücken. Und die Hände rutschen nicht so am Lenker.

Radfahren
© www.jalag-syndication.de
Radfahren

Trekkingrad

Für die meisten Fitnessradlerinnen das ideale Trainingsgerät, da es die Vorteile eines Mountainbikes mit denen eines Rennrades verbindet. Geeignet für Schotter-, Waldund Asphaltwege. Trekkingräder heißen aufgrund ihrer Multifunktionalität auch ATB-Bikes (All-Terrain-Bikes).

Rennrad

Hat auf Asphalt zwar deutliche Vorteile aufgrund des niedrigen Rollwiderstandes, aber: „Man sitzt in der Regel sehr flach und somit nicht sehr rücken- und nackenschonend“, sagt Marcel Weil. Zudem sind die schmalen Reifen anfälliger für Pannen.

Mountainbike

Hat seine Daseinsberechtigung auf grob geschotterten, stark verwurzelten Waldwegen mit steilen Auf- und Abfahrten. Da bieten die breiten Reifen guten Halt, haben aber ansonsten einen deutlich höheren Rollwiderstand und eignen sich darum nicht besonders für die Stadt.

schnell Radfahren
© www.jalag-syndication.de
schnell Radfahren

Von rasant bis chic: drei neue Trekkingräder

 „Raise RT 4“ von Kreidler
„Raise RT 4“ von Kreidler

Das Trekking rad „Raise RT 4“ von Kreidler hat einen hochwertigen, leichten Aluminiumrahmen, eine robuste Shimano-Acera-27-Gangschaltung sowie ein besonders helles Licht. Ideal für die Fahrt ins Büro, aber auch für längere Touren. Ca. 500 Euro.

„UB-6 SR“ von Panther
„UB-6 SR“ von Panther

Das softblaue „UB-6 SR“ von Panther hat eine neuartige stufenlose NuVinci-Schaltung, wartungsfreie Bremsen, eine Antirost-Kette, einen tourentauglichen Dreibein-Gepäckträger und eine sehr helle LED-Beleuchtung. Schnelle Reifen und ein bequemer Selle-Royal-Rio-Sattel erhöhen den Fahrspaß noch. Ca. 1000 Euro.

„T 300“ der vsf Fahrradmanufaktur
„T 300“ der vsf Fahrradmanufaktur

In einem luxuriösen Mitternachtsblau präsentiert sich das „T 300“ der vsf Fahrradmanufaktur. Edel-puristisch sind auch die Premium-8-Gang-Nabenschaltung, der besonders leichte Stahlrahmen und die B-&-M-LED-Beleuchtung mit Standlicht. Ca. 940 Euro.

Lade weitere Inhalte ...