26. November 2021
Wechseljahre: Darum neigt Ihre Haut zu Pickeln

Wechseljahre: Darum neigt Ihre Haut plötzlich wieder zu Pickeln

Während der Wechseljahre gerät der weibliche Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht, was meistens nicht ohne Folgen bleibt. Viele Frauen haben in dieser Zeit mit Hautproblemen wie Pickeln und Mitessern zu kämpfen. Wir erklären Ihnen, was es damit auf sich hat und welche Tipps Sie bei Ihrer Hautpflege beherzigen sollten.

Die Wechseljahre beginnen meistens zwischen Mitte 40 bis Anfang 50 und beschreiben die Phase vor und nach der letzten Regelblutung einer Frau. In dieser Zeit nimmt die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron ab. Infolgedessen werden die Eisprünge und somit die Regelblutung unregelmäßiger und bleiben schließlich ganz aus. Die hormonellen Schwankungen äußern sich durch körperliche Beschwerden wie vermehrte Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen oder Herzrasen. Viele Frauen berichten auch von Hautproblemen wie Pickeln und Mitessern. Kein Wunder – es besteht schließlich ein enger Zusammenhang zwischen Hormonschwankungen und der Entstehung von Hautunreinheiten.

Wechseljahre: Darum neigen Frauen zu Pickeln

Da neben den weiblichen Geschlechtshormonen die Eierstöcke auch männliche Hormone (Androgene) produzieren, kann es in den Wechseljahren gleichzeitig zu einem Östrogenmangel und Überschuss an männlichen Hormonen kommen. Die Folge: Die  Androgene können eine übermäßige Produktion von Talg auslösen. Der Talg kann sich anstauen und die Talgdrüsen verstopfen, sodass Mitesser, Pickel oder sogar Akne nicht lange auf sich warten lassen. Allerdings müssen die Hormone nicht allein verantwortlich für die Hautprobleme sein. Weitere Faktoren wie Rauchen, Stress, die Einnahme von Medikamenten sowie eine ungesunde Ernährung begünstigen ein schlechtes Hautbild.

Wenn Sie vor Ihren Wechseljahren keinerlei Probleme mit Pickeln und Mitessern hatten, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen, um möglicherweise andere Ursachen für Ihre Beschwerden auszuschließen. Außerdem kann Ihr Arzt Sie bestens darüber beraten, was Ihre Haut nun benötigt und welche Pflegeprodukte infrage kommen. 

Hautpflege in den Wechseljahren: Das sollten Sie wissen

Darüber hinaus sollten Sie einige, grundsätzliche Tipps zu Ihrer Hautpflege und zum Umgang mit Pickeln zu beherzigen:

  1. Pickel nicht ausdrücken: Auch wenn es Ihnen in den Fingern juckt, die lästigen kleinen Dinger auszudrücken… Lassen Sie es bleiben. Denn dadurch werden die Pickel nur noch tiefer in die Hautschicht gedrückt und die Bakterien werden weiter verteilt. Außerdem können sich ausgedrückte Pickel schlimm entzünden und unschöne Narben hinterlassen.
  2. Auf eine milde und sensitive Pflege setzen: Da Ihre Haut ohnehin schon gereizt und empfindlich ist, sollten Sie auf aggressive und belastende Inhaltsstoffe wie Konservierungsstoffe, Duftstoffe oder Alkohol in Ihrer Hautpflege verzichten.
  3. Nicht die Haut überpflegen: Wenn Sie zu viel cremen, peelen und reinigen, zerstören Sie den natürlichen Säureschutzmantel Ihrer Haut, sodass diese anfälliger für Irritationen ist. Die Konsequenzen sind eine brennende Haut, Pickelchen und Rötungen. Damit sich Ihre Haut wieder regenerieren kann, reduzieren Sie Ihre Pflege auf ein Minimum und verzichten Sie idealerweise auf Make-up.
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