Graue Haare als Anzeichen für Krankheiten


Graue Haare als Anzeichen für Krankheiten


Irgendwann bekommen wir alle einmal alle graue Haare. Doch nicht immer liegt es an unserer Genetik – auch unterschiedliche Erkrankungen können das Ergrauen unseres Haarschopfs begünstigen. Erfahren Sie, um welche Krankheiten es sich dabei handelt. 

Nicht immer sind graue Haare eine Alterserscheinung. Während der eine bereits in seinen 20ern das erste graue Haar entdeckt, bekommt der andere mit Mitte 40 erst eine Silbermähne. Doch warum bekommen wir überhaupt graue Haare? Unser Haar verliert Farbe, wenn zu wenig Melanin gebildet wird. Hierbei handelt es sich um ein Pigment, das sich in der Hornschicht unserer Haare ablagert und unseren Schopf in Blond, Brünett, Schwarz oder Rot erstrahlen lässt. Je älter wir werden, desto mehr nimmt die Melanin-Produktion ab. Statt des Farbpigments gelangen kleine Luftbläschen in die Hornschicht, welche unser Haar grau oder weiß aussehen lässt.

Graue Haare: Diese Krankheiten können dahinter stecken

Nicht immer liegt es zum Beispiel an unseren genetischen Erbanlagen, dass wir graue Haare bekommen. Auch verschiedene Erkrankungen können dazu führen, dass wir früher ergrauen.

Herzkrankheit

Ein vorzeitiges Ergrauen kann auch Hinweise auf koronare Erkrankungen sein – zumindest lässt sich dies für Männer sagen. Ägyptische Forscher konnten nämlich einen Zusammenhang zwischen grauen Haaren und kardiovaskulärer Erkrankungen feststellen. Denn Ergraue und Herzkrankheiten haben die gleichen Pathomechanismen. Was das genau heißt? Haare werden grau, wenn unter anderem die DNA-Reparatur nicht einwandfrei funktioniert, übermäßiger oxidativer Stress vorliegt und Entzündungsprozesse im Gang sind – alles Faktoren, die auch bei einer Arterienverkalkung zugrunde liegen.

Erkrankungen der Schilddrüse

Die Schilddrüse produziert lebenswichtige Hormone, die für unseren Stoffwechsel und zahlreiche Körperfunktionen unablässig sind. Bei Erkrankungen der Schilddrüse werden zum Beispiel zu viel oder zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet. Solche Störungen der Schilddrüse kann auch die Gesundheit unserer Haare beeinträchtigen. Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, greift die Zellen anderer Organe und Stoffwechselprozesse an. Das bedeutet, dass auch die Melanin-Produktion betroffen sein kann. Weitere Anzeichen einer Schilddrüsenerkrankung sind dünnes sowie trockenes Haar oder Haarausfall.

Nährstoffmangel

Per se zählt ein Nährstoffmangel nicht als Erkrankung. Allerdings kann eine extreme Unterversorgung bestimmter Mineralstoffe und Vitamine dazu führen, dass unsere Mähne ergraut. So kann zum Beispiel eine Unterversorgung mit B-Vitaminen, Vitamin D, Omega-3-Fetten sowie Kupfer zu einer Störung Ihrer Melanin-Produktion führen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie sich ausgewogen und gesund ernähren.

Mehr dazu hier: Graue Haare – 5 Nährstoffe, die fehlen könnten >>

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