Neue Ergebnisse Forscher heilen 13 HIV-infizierte Mäuse

Heutzutage lässt sich eine HIV-Infektion gut behandeln, jedoch aber nicht vollständig heilen. Forschern ist es nun gelungen, HIV-infizierte Mäuse erstmals mit einer Genschere und Medikamenten zu heilen. Ist eine Heilung also auch bald beim Menschen in Sicht?

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Forschern der Temple University in Pennsylvania und der University of Nebraska ist es nun erstmals gelungen HIV-Viren vollständig aus dem Erbgut von Mäusen zu entfernen. Möglich wurde dies mit einer Kombination aus modernsten Medikamenten und der Genschere Crispr/Cas9, wie das Fachjournal "Nature Communications" berichtet.

Aktueller Stand in der Aids-Forschung

Bislang stehen Forscher und Mediziner vor einem Rätsel, um HI-Viren dauerhaft zu bekämpfen. Moderne Medikamente schaffen es, die Erreger so weit zurückzudrängen, dass sie schon nicht mehr nachweisbar und die Patienten nicht mehr ansteckend sind. Dennoch ruhen die inaktiven Viren in Zellen in verschiedenen Körperbereichen, sogenannten Reservoire, wie Darm oder Gehirn. Von dort aus bricht das Virus immer wieder aus, weshlab Forscher seit Jahren versuchen, gegen diese Reservoire anzukämpfen. 

So wurden die Mäuse geheilt

Die Forscher Kamel Khalili und Howard Gendelmann kombinierten für ihren Erfolg zwei Therapieansätze. Die Mäsue bekamen ein Mittel, welches die Aktivität der HI-Viren für mehrere Tage verminderte. Zusätzlich schnitten sie mit der Genschere Crispr/Cas9 Virenerbgut aus der DNA befallener Zellen. Bei wiederholter Behandlung sank die Virusmenge so stark, dass sie, auch bis zu fünf Wochen später, nicht mehr im Körper nachweisbar waren

Wann also kommt das HIV-Heilmittel?

Bis es soweit ist, muss noch viel Entwicklungs- und Forschungsarbeit betrieben werden. Die Erfolgsquote müsse wachsen und es seien weitere Tests an mehreren Tierarten nötig, bevor erste Versuche am Menschen durchgeführt werden könnten. 
Bis dahin werden HIV-infizierte Personen weiterhin mit den Medikamenten behandelt.

Autor: Christina Liersch