Warum der Bauch ab 50 dicker wird

Warum der Bauch ab 50 dicker wird

Viele Frauen bekommen in ihren 50ern einen dickeren Bauch. Doch woran liegt das? Wir nennen Ihnen mögliche Gründe, die dahinterstecken. 

Unser Körper verändert sich ein Leben lang: Wir sind mal schlanker, mal etwas dicker – jedoch bemerken viele Frauen, dass sie vor allem ab ihren 50ern zunehmend mehr wiegen. Und auch die Körperform verändert sich. Während der Po flacher wird, wächst der Bauchumfang. Doch warum ist das so? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und nennen Ihnen die häufigsten Ursachen.

Ab 50: Aus diesen Gründen nehmen Sie am Bauch zu

1. Wechseljahre

Eine mögliche Erklärung für eine dickere Leibesmitte könnten in erster Linie die Wechseljahre sein. Während dieser Zeit produzieren die Eierstöcke weniger Östrogen. Die Folge sind unregelmäßigere Eisprünge und ausbleibende Perioden. Aufgrund der hormonellen Umstellung kann es in dieser Zeit zu bekannten Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen kommen. Was viele Frauen nicht wissen: Die Hormonveränderungen haben auch Auswirkungen auf unser Körpergewicht. Wie das?

Das weibliche Sexualhormon Östrogen ist nicht nur entscheidend in Sachen Fortpflanzung, sondern hat auch einen erheblichen Einfluss auf den Stoffwechsel. Gerade zu Beginn der Wechseljahre kann es zeitweise zu einer Östrogendominanz kommen. Diese kann Wassereinlagerungen begünstigen, was ein weiterer Grund für einen dicker werdenden Bauch sein kann. Ebenfalls kann ein erhöhter Östrogenanteil die Schilddrüse betreffen und eine Unterfunktion auslösen. Diese wiederum begünstigt eine Gewichtszunahme. Gut zu wissen: Da sich der Testosteronwert erhöht, verteilt sich das Fett anders und setzt sich vermehrt an der Körpermitte an.

Video: Abnehmen in den Wechseljahren: So sagen Sie den Fettpolstern den Kampf an

2. Zu wenig Schlaf

Leiden Sie im Zuge Ihrer Wechseljahre vermehrt unter Schlafstörungen? Das ist keine Seltenheit. Auch hier sind wieder die Hormone verantwortlich. Aufgrund der sinkenden Östrogenaktivität leidet unsere Schlafqualität und die erholsame Tiefschlafphase verkürzt sich. Auch können Stimmungsschwankungen das Einschlafen erschweren, ebenso können nächtliche Schweißausbrüche Ihren Schlaf stören. Leiden Sie dauerhaft unter schlechtem Schlaf, verändert sich Ihr Energiestoffwechsel und mehr Fettreserven werden eingespeichert. Zusätzlich beeinträchtigt zu wenig Schlaf den Bereich im Gehirn, der für Hunger- und Sättigung verantwortlich ist. Die Ausschüttung der Hormone Ghrelin (löst Appetit aus) und Leptin (löst Sättigung aus) kommt durcheinander.

3. Natürlicher Verlust der Muskelmasse

Mit zunehmenden Alter nimmt auch die Muskelmasse ab. Dieser Prozess beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr und jährlich schwindet etwa 1 Prozent Muskelmasse. Die abbauenden Muskeln werden nach und nach in Fett umgewandelt. Das Problem dabei: Muskeln verbrennen ordentlich Kalorien. Mit einem zunehmenden Fettanteil reduziert sich dementsprechend auch das Kaloriendefizit. Wer aber genauso isst wie früher, verbrennt weniger Kalorien. Diese werden als Fett gespeichert und bescheren Ihnen Extrakilos. Mit Kraftsport und einer proteinreichen Kost können Sie dem effektiv entgegenwirken.

Direkt weiterlesen: Sport über 50 – vermeiden Sie diese 4 Fehler >>

Lade weitere Inhalte ...