14. Oktober 2021
Stille Entzündungen fördern Entstehung von Krankheiten

Stille Entzündungen: Diese Krankheiten drohen

Dass Autoimmunerkrankungen wie Rheuma im Körper Entzündungen auslösen können, wissen die meisten. Aber, wussten Sie, dass es auch umgekehrt geht und stille Entzündungen bestimmte Krankheiten auslösen oder fördern können?

Stille Entzündungen erhöhen Ihr Risiko für diese Krankheiten

Chronische Entzündungen können jahrelang fast unbemerkt ablaufen oder lediglich unspezifische Symptome wie Müdigkeit hervorrufen, bei denen Betroffene eher an Nährstoffmängel oder einen schlechten Schlaf als mögliche Ursachen denken. Die Symptome werden folglich bekämpft, ohne das zugrundeliegende Problem zu erkennen und anzugehen. Glücklicherweise können Ärzte anhand von Entzündungswerten und Entzündungsmarkern im Blut wie dem C-reaktiven Protein (CRP) erkennen, ob eine erhöhte Entzündungsaktivität im Körper vorliegt. Bleiben die stillen Entzündungen jedoch unentdeckt, können sie diesen Studien zufolge auf lange Sicht das Risiko für folgende Krankheiten erhöhen:

  • Arteriosklerose sowie weitere Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkte, Schlaganfälle),
  • Allergien,
  • Muskelschwund,
  • Diabetes mellitus,
  • Osteoporose,
  • psychische Erkrankungen wie Depressionen (wie Forschende der Yale University Medical School in dieser spannenden Studie herausfanden),
  • Alzheimer-Demenz,
  • chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, Psoriasis oder Morbus Crohn,
  • erhöhte Anfälligkeit für bakterielle und virale Infekte (z.B. Coronavirus).

Mögliche Ursachen für stille Entzündungen

Die Ursachen für stille, chronisch verlaufenden Entzündungen sind vielfältig und zum Teil noch ungeklärt. Derzeit gehen Forschende davon aus, dass die folgenden Faktoren ursächlich sind:

  • Überschüssiges Bauchfett, da es hormonell sehr aktiv ist,
  • Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze,
  • Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Vaskulitis.

Video: Essen gegen Entzündungen

7 Tipps gegen chronische Entzündungen

  1. Reduzieren Sie Ihr Bauchfett
  2. Essen Sie anti-entzündliche Lebensmittel
  3. Lassen Sie entzündungsfördernde Lebensmittel weg
  4. Bewegen Sie sich möglichst viel im Alltag
  5. Achten Sie auf eine ausreichende Schlafdauer und Schlafqualität
  6. Hören Sie mit dem Rauchen auf
  7. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum

Quellen: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov, ndr.de

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