19. Juli 2021
Sind Getränke aus der Dose gefährlich?

Gesundheitsgefahr: Sind Getränke aus der Dose gefährlich?

Egal, ob eine erfrischende Limo oder ein kühles Bier – viele Menschen greifen beim Einkaufen zu Getränken in Dosen. Aber ist das überhaupt ratsam oder besteht sogar eine Gesundheitsgefahr? Wir erklären, ob Getränke aus der Dose gefährlich sind.

Besonders im Sommer geht nichts über ein kühles Getränk, um sich zu erfrischen und den Feuchtigkeitsspeicher des Körpers wieder aufzufüllen. Aber nicht immer haben wir Lust auf Wasser – manchmal steht uns auch der Sinn nach Limonade und Co. Viele Menschen greifen dabei zu Exemplaren aus der Dose. Aber kann man diese wirklich bedenkenlos trinken oder stellen Sie sogar eine Gefahr für die Gesundheit dar?

Gesundheitsgefahr: Sind Getränke aus der Dose gefährlich?

Ein Vorteil bei Getränken aus der Dose ist die Nachhaltigkeit. Metallverpackungen können von allen Verpackungen am besten recycelt werden. Jedoch bestehen Getränkedosen, wie auch Konservendosen und andere Lebensmittelverpackungen, aus Aluminium. Wenn der Stoff mit Salz oder Säure in Kontakt kommt, kann er auf die Lebensmittel übergehen und in den Körper gelangen. Aluminium wird von uns in kleinen Mengen auch auf natürliche Weise durch Lebensmittel wie Nüsse oder Getreide, Gemüse oder über das Grundwasser aufgenommen. In großen Mengen kann es sich jedoch schädlich auf unsere Gesundheit auswirken. Beispielsweise steht es im Verdacht krebserregend zu wirken. Damit das Aluminium auf nicht auf die Lebensmittel übergeht, werden Getränkedosen und andere Verpackungen von Innen beschichtet.

Laut verbraucherzentrale.de wird die innere Oberfläche der Dosen ganz oder teilweise mit einer dünnen Folie aus Epoxid-Kunststoff beschichtet, der häufig den hormonellen Schadstoff Bisphenol-A (BPA) enthält, der beim Herstellungsprozess oder unter bestimmten Voraussetzungen wie Temperaturschwankungen in die Lebensmittel übergehen kann. Das BPA soll im Körper schädlich auf das Hormonsystem und die Zeugungsfähigkeit wirken können. Der Stoff steht in der Europäischen Union auf der Liste der gefährlichsten Chemikalien. Da es diesbezüglich jedoch bestimmte Richtwerte gibt, geht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit von geringen Mengen aus, die aufgenommen werden können, und sieht aus diesem Grund keine Sicherheitsbedenken.

Fazit: Im Zweifelsfall zu Glas greifen

Sowohl Aluminium als auch BPA können in großen Mengen im Körper für gesundheitliche Probleme sorgen. Wer selten Getränke oder Lebensmittel aus Dosen zu sich nimmt, nimmt jedoch, wenn überhaupt, nur geringe Mengen der Stoffe zu sich und dementsprechend besteht keine Gesundheitsgefahr. Wer trotzdem auf der sicheren Seite sein möchte, sollte zu Glasflaschen greifen, da diese immer die beste Wahl sind – Glas ist undurchlässig und verhält sich Produkt-neutral. 

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