Ringelflechte: 4 Dinge, die Sie wissen müssen

Ringelflechte: 4 Dinge, die Sie wissen müssen

Kreisrunde, schuppige Flechten auf der Haut mit geröteten Rändern deuten auf eine Pilzinfektion hin. Solche Ringelflechten werden durch Fadenpilze ausgelöst. Wir erklären, was Sie über Symptome, Ursachen Diagnose und Behandlung von Ringelflechten wissen müssen.

Was ist eine Ringelflechte?

Bei der Ringelflechte handelt es sich um eine Pilzinfektion der Haut. Meist sind nur die oberen Hautschichten betroffen, es kommt hier zur Entstehung kreisrunder, geröteter und schuppiger Flechten. Der medizinische Begriff für die Ringelflechte ist Tinea corporis. Der Hautpilz tritt nur an Rumpf und den Extremitäten auf. Neben Rücken, Brust und Bauch kann eine Ringelflechte also auch an Händen und Füßen vorkommen, dort allerdings nicht in den Handflächen oder an den Fußsohlen. Der Hautpilz wird von Fadenpilzen verursacht, die sich von Kohlenhydraten und Keratin ernähren. Das Protein Keratin ist der wesentliche Baustein unserer Haare und der äußeren Hautschicht. Fadenpilze fühlen sich dort, auf den äußersten, behaarten Hautschichten unseres Körpers, am wohlsten. Das erklärt, warum Ringelflechten so gut wie nie auf Handflächen oder an Fußsohlen auftreten.

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Das müssen Sie wissen

1. Symptome der Ringelflechte

Je nach Schwere der Infektion und Art des Erregers können Ringelflechten unterschiedlich erscheinen. In der Regel zeigen sich Ringelflechten aber mit folgenden Symptomen:

  • kreisrunder Hautpilz
  • Schuppung
  • geröteter Rand (manchmal auch Pusteln am Rand möglich)
  • starker Juckreiz der betroffenen Stelle
  • mehrere Flechten können miteinander verschmelzen

Da die Fadenpilze, die die Ringelflechte auslösen, sich von dem Keratin der äußeren Hautschichten und der kleinen Härchen auf der Haut ernähren, betrifft Tinea corporis vornehmlich die obere Hautschicht und bleibt eine oberflächliche Pilzerkrankung. Mitunter können die Fadenpilze aber auch entlang der Haarwurzel in tiefere Hautschichten vordringen und sich dort vermehren. Bei dieser Form der „tiefen Tinea corporis“ treten zusätzliche Symptome auf wie:

  • Entzündungen
  • Entstehung schmerzhafter Knoten
  • geschwollene Lymphknoten
  • Fieber
  • generelles Krankheitsgefühl

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2. Ursachen: So entsteht die Infektion

Ursache für Ringelflechten sind immer direkte Übertragungen von Fadenpilzen. Fadenpilze können von Mensch zu Mensch via direkten Hautkontakt übertragen werden, gelangen aber auch von Oberflächen und Gegenständen auf die Haut. Einige Fadenpilze gehen aus dem Erdreich oder von Tieren auf den Menschen über. Für gewöhnlich lösen von Tieren übertragene Fadenpilze stärkere Entzündungsreaktionen aus, die vom Immunsystem dann aber auch schneller bekämpft werden. Mögliche Auslöser einer Ringelflechte sind etwa Erreger wie:

  • Trichophyton rubrum (häufigster menschlicher Fadenpilz)
  • Microsporum canis (Fadenpilz bei Katzen und Hunden)
  • Microsporum gypseum (Fadenpilz aus dem Erdreich)

Besonders schnell vermehren sich die Hautpilze, wenn sie eine feuchte und warme Umgebung vorfinden. Schweiß und Wärmebildung unter nicht atmungsaktiven Kleidungsstücken können die Pilzinfektion begünstigen.

3. Diagnose der Flechte

Bei Verdacht auf eine Ringelflechte sollten Sie direkt einen Hautarzt oder eine Hautärztin aufsuchen. Handelt es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion, müssen antimykotische Salben zum Einsatz kommen. Bei der Diagnose wird der behandelnde Arzt oder Ärztin die betroffene Stelle zunächst untersuchen. Ringelflechten sind leicht an typischen Merkmalen wie der kreisrunden Rötung mit dem betonten Rand zu erkennen. Mitunter werden auch Haut- und Haarproben genommen, um Pilzkulturen unter dem Mikroskop untersuchen zu können. Einige Ärzte und Ärztinnen setzen auch UV-Licht ein, da bestimmte Hautpilze unter dem Licht besonders gut sichtbar sind.

4. Behandlung einer Ringelflechte

Gegen Pilzinfektionen wie Ringelflechte helfen in den meisten Fällen antimykotische Salben und Cremes. Diese wirken gezielt gegen Pilze und können nach wenigen Wochen der Anwendung Ringelflechten komplett beseitigen. Schon nach wenigen Tagen können antimykotische Salben Symptome wie Rötungen, Juckreiz und Schuppungen lindern. Anti-Pilz-Salben und -Cremes sind auch rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Lassen Sie immer einen Hautarzt oder eine Hautärztin eine professionelle Diagnose stellen, bevor Sie mit der antimykotischen Behandlung beginnen.

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Ist die Infektion mit Hautpilzen bereits weit vorangeschritten und haben sich großflächige Ringelflechten gebildet, muss mitunter eine antimykotische Behandlung in Tablettenform vorgenommen werden.

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