12. Juli 2021
Nach Corona-Impfung: Bluterguss am Arm

Nach Corona-Impfung: Das hilft gegen den Bluterguss am Arm

Sie haben nach der Corona-Impfung einen blauen Fleck an der Einstichstelle Ihres Arms entdeckt? Was gegen den Bluterguss hilft und wann Sie einen Arzt aufsuchen müssen, lesen Sie hier.

Immer mehr Menschen werden gegen das Coronavirus geimpft. Nach der Corona-Impfung kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie Schüttelfrost und Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit kommen. „Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab“, so das Robert-Koch-Institut. Außerdem kann die Einstichstelle oder der Arm ähnlich wie bei einem Muskelkater schmerzen, dick und gerötet sein. Dieser sogenannte Covid-Arm ist zwar unangenehm, aber in der Regel ungefährlich.

Bluterguss nach dem Impfen: Das hilft gegen den blauen Fleck

Es kann auch sein, dass sich rund um die Einstichstelle ein Bluterguss bildet, der schmerzt, wenn man ihn berührt. Das Hämatom entsteht, wenn beim Impfen aus Versehen ein Gefäß verletzt wird und Blut ins Gewebe fließt. Der blaue Fleck geht in der Regel von alleine weg und sollte nach wenigen Tagen verschwinden. Sie erkennen dies an einer Farbveränderung. Der blaue Fleck wird grün, dann gelb, bis er schließlich komplett verblasst ist.

Schonen Sie Ihren Arm und vermeiden Sie Belastungen wie schweres Heben oder Tragen. Außerdem hilft es, wenn Sie den Arm rasch nach der Impfung kühlen. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen und das Blut kann sich nicht weiter ausbreiten. Legen Sie das Eis oder Kühlpack aus dem Gefrierschrank niemals direkt auf die Haut, da sonst Erfrierungen drohen.

Auch ein Umschlag mit Apfelessig kann zur Linderung des blauen Flecks beitragen. Er sorgt dafür, die Durchblutung anzuregen, wodurch das angesammelte Blut an der verletzten Stelle wieder verteilt wird.

Ein weiterer Tipp ist Arnika. Die Heilpflanze ist für ihre abschwellende und schmerzlindernde Wirkung bekannt. In der Drogerie oder in der Apotheke können Sie Arnika-Salbe kaufen und diese sanft auf den Bluterguss auftragen.

Frauen sind anfälliger für Blutergüsse

Aufgrund von einer Blutgerinnungsstörung oder einer Einnahme von Medikamenten mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin) oder Phenprocoumon (z. B. Marcumar) können Blutergüsse bei betroffenen Personen schneller und stärker auftreten. Frauen sind übrigens anfälliger für Blutergüsse als Männer, weil sie weniger Kollagenfasern besitzen, welche die Blutgefäße schützend umgeben.

Wichtig: Nach der Impfung nicht auf den Arm drücken

„Wenn es eine Biontech-Impfung ist, nicht auf den Arm drücken, weil der Impfstoff Schaden nimmt – das ist total wichtig“, so Dr. Matthias Riedl, Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe und Ernährungsmediziner aus Hamburg bei unserem Instagram Live zu dem Thema „Corona und Ernährung“. Wer sich also entschließt, den Arm nach dem Piks zu kühlen, sollte behutsam den Umschlag oder das Kühlpad auflegen.

Punktuelle Einblutungen deuten auf Hirnvenenthrombose

Sollten Sie etwa 14 Tage nach Ihrer Impfung außerhalb der Einstichstelle punktuelle Blutungen bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Möglicherweise liegt eine Hirnvenenthrombose vor, die selten nach einer Impfung mit einem Vektorimpfstoff wie AstraZeneca und Johnson & Johnson auftreten kann. Weitere Anzeichen einer Hirnvenenthrombose sind sehr starke Kopfschmerzen, neurologische Störungen oder Übelkeit und Erbrechen.

Sie sollten ebenfalls einen Arzt aufsuchen, wenn das Hämatom nicht verblasst, Fieber oder Übelkeit zusätzlich auftreten.

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