Hohes Cholesterin: Die 6 besten Tipps und Hausmittel

Hohes Cholesterin: Die 6 besten Tipps und Hausmittel

Ein zu hoher Cholesterinspiegel führt langfristig zu Gefäßablagerungen, durch die wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigt. Um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen, sollten Betroffene rechtzeitig handeln und ihre Blutfettwerte senken. Aber wie funktioniert das eigentlich? Wir erklären, welche 6 Tipps und Hausmittel bei einem hohen Cholesterin helfen.

Das sogenannte "schlechte" LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) stellt unser Körper zum Teil selber her, aber wir nehmen es auch über die Ernährung auf. Grundsätzlich spielt es für unseren Körper eine wichtige Rolle, denn es transportiert Cholesterin von der Leber zu den anderen Organen. Wenn die Körperzellen kein weiteres Cholesterin aufnehmen können, erhöht sich der LDL-Cholesterinspiegel im Blut. Diese sogenannte Hypercholesterinämie begünstigt eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), da sich das LDL-Cholesterin an den Gefäßwänden ablagern kann, wodurch wiederum das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Verschiedene Faktoren können einen erhöhten LDL-Cholesterin-Wert verursachen – neben erblicher Veranlagung zählen dazu unter anderem eine ungesunde, fettreiche Ernährung, ein Bewegungsmangel, Stress, die Zuckerkrankheit Diabetes, ein übermäßiger Alkoholkonsum oder Rauchen. Wenn Betroffene ihren Lebensstil ändern, kann das bei einem hohen Cholesterinwert oft schon Wunder bewirken. Wir erklären, mit welchen Tipps und Hausmitteln Sie Ihre Blutfettwerte natürlich senken können.

Hohes Cholesterin: Die 5 besten Tipps und Hausmittel

1. Stellen Sie Ihre Ernährung um 

Wenn es darum geht, Ihre Blutfettwerte zu regulieren, sollten Sie sich zunächst genauer mit Ihrer Ernährung befassen, da diese in vielen Fällen der Auslöser für ein hohes Cholesterin ist. Besonders wichtig sind hierbei die Fette, die Sie zu sich nehmen – denn Fett ist nicht gleich Fett. Generell lassen sich drei Arten von Fetten unterscheiden: gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die gesättigten Fettsäuren, die beispielsweise in verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren, fettreichen Milchprodukten oder frittierten Lebensmitteln enthalten sind, erhöhen den Cholesterinspiegel, weshalb sie – wenn überhaupt – nur in geringen Mengen verzehrt werden sollten. Auf der anderen Seite können mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure den Wert des LDL-Cholesterins im Blut senken. Aus diesem Grund sollten Lebensmittel, die reich an den gesunden Fetten sind, regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Dazu zählen unter anderem fettreiche Fischsorten wie Lachs, Pflanzenöle, Nüsse oder Avocados. Abgesehen davon wirkt sich der Verzehr von Obst und Gemüse durch die enthaltenen Nährstoffe, Antioxidantien und Ballaststoffe positiv auf unsere Gesundheit aus und kann cholesterinsenkend wirken. 

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2. Bewegen Sie sich täglich

Tägliche Bewegung ist für einen gesunden Körper essenziell – nicht umsonst empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, sich wöchentlich mindestens 150 bis 300 Minuten mit gemäßigter oder hoher Intensität zu bewegen. Denn Bewegung und Sport trainieren nicht nur unsere Lunge und unser Herz, sie senken auch das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Fettleber oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Abgesehen davon kann ein Bewegungsmangel den Cholesterinspiegel erhöhen und Gefäßablagerungen begünstigen. Besonders Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen eignen sich, um einem erhöhten Cholesterinspiegel vorzubeugen. Abgesehen davon sollten Sie versuchen möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren – nehmen Sie die Treppe anstatt den Fahrstuhl, das Fahrrad anstelle vom Auto und legen Sie kurze Distanzen zu Fuß zurück. 

3. Reduzieren Sie Stress

Ein häufig unterschätzter Risikofaktor für unzählige Krankheiten ist Stress. Denn Sorgen, Ängste und Anspannung wirken sich nicht nur negativ auf unsere Stimmung aus und können psychische Erkrankungen wie Depressionen begünstigen, durch sie steigt sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Was viele Menschen nicht wissen: Stress kann die Produktion des LDL-Cholesterins erhöhen. Da die Botenstoffe, die unser Körper bei Stress ausschüttet, den Körper dazu anregen, mehr Fettsäuren und Glukose abzurufen, woraufhin die Leber dann wiederum vermehrt LDL-Cholesterin produziert. Natürlich kann man beruflichen oder privaten Stress nicht gänzlich vermeiden – achten Sie allerdings darauf, Ihren Stresspegel so gering wie möglich zu halten und aktiv Ruhephasen in Ihren Alltag einzubauen. Hierbei eignen sich besonders gut Yoga, Meditation oder Spaziergänge in der Natur.

4. Verzichten Sie auf Zigaretten

Dass Rauchen ungesund ist, ist den meisten Menschen bewusst. Der Zigarettenkonsum schadet nicht nur der Lunge und kann das Entstehen von Krebsarten wie Lungenkrebs begünstigen, es schädigt auch unsere Blutgefäße und fördert das Entstehen einer Gefäßverkalkung. Weil Nikotin die Gefäße verengt, ist eine Kombination aus Rauchen und erhöhten Cholesterinwerten gleich doppelt gefährlich – als Folge einer Arteriosklerose können Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall entstehen. 

5. Nehmen Sie ab

An oberster Stelle steht zudem eine Gewichtsreduktion bei Menschen mit Übergewicht. Denn bei Ihnen ist in der Regel der Wert des LDL-Cholesterins zu hoch und der des schützenden HDL-Cholesterins zu niedrig. Abgesehen davon müssen obendrein abnehmen, um ihren Cholesterinspiegel zu senken. Wer mit einer Kombination aus Sport und einer gesunden Ernährung abnimmt, kann den erhöhten Cholesterinspiegel senken.

6. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum

Da sich Alkohol negativ auf den Fettstoffwechsel auswirkt und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigt, sollten Sie bei zu hohen Werten Ihren Alkoholkonsum einschränken. Aufgrund der gesundheitlichen Gefahren von Alkohol sollten Frauen laut der Deutschen Herzstiftung täglich nicht mehr als 10 bis 20 Gramm Alkohol trinken, also zum Beispiel 125 Milliliter Wein. Bei Männern liegt die empfohlene Höchstmenge bei 20 bis 30 Gramm, was ungefähr 250 Milliliter Wein entspricht. 

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