13. April 2021
9 Hausmittel gegen entzündetes Zahnfleisch

9 Hausmittel gegen entzündetes Zahnfleisch

Eine Entzündung am Zahnfleisch ist ein häufiges Leiden, mit dem Sie aber nicht direkt zum Zahnarzt gehen müssen. Mit unseren Tipps und Hausmitteln können Sie Ihr entzündetes Zahnfleisch ganz einfach selbst behandeln. Wie, das erfahren Sie hier!

Nicht nur beim Biss in einen Apfel blutet das Zahnfleisch, auch ab und zu mal beim Zähneputzen. Hinzukommt, dass es häufig gerötet und geschwollen ist. Gesundes Zahnfleisch hingegen ist rosa und fest.

So entsteht die Zahnfleischentzündung

Acht von zehn Deutschen haben entzündetes Zahnfleisch, also eine Gingivitis. Die meisten wissen das nicht einmal. Denn eine Zahnfleischentzündung tut kaum weh. Verursacher sind Bakterien in der Mundhöhle. Wer sich nicht korrekt die Zähne putzt, fördert ihre Vermehrung, denn sie ernähren sich von Nahrungsresten auf und zwischen den Zähnen, die sie zu einem zähen Belag, Biofilm oder Plaque genannt, verarbeiten. In dem fühlen sich die Bakterien in ihrem Element: Sie geben aggressive Stoffwechselprodukte, Säure und Gifte ab, die das Zahnfleisch entzünden. Es passiert jedoch auch häufig, dass es zu Zahnfleischentzündungen kommt, auch wenn das Zahnfleisch nicht blutet. Die Entzündung entsteht in den Zahnfleischtaschen, sodass der Entzündungsherd unangetastet bleibt und beim Zähneputzen kein Blut sichtbar wird.

Achtung: Neben unsorgfältiger Mundhygiene kann eine Zahnfleischentzündung aber auch durch zu intensives Zähneputzen hervorgerufen werden. Wer zu stark schrubbt oder zu harte Borsten verwendet, kann dabei das Zahnfleisch verletzen. Die Wunden sind willkommene Brutstätten für Bakterien, was eine Entzündung begünstigt. Greifen Sie bei einem empfindlichen Zahnfleisch also lieber zu einer Zahnbürste mit weichen Borsten.

Welche Risikofaktoren für entzündetes Zahnfleisch gibt es?

  • Stoffwechselstörungen
  • Diabetes mellitus
  • Alkohol- und Nikotinsucht
  • Stress
  • hormonelle Veränderung (Puberät, Schwangerschaft)
  • Vitamin-C-Mangel
  • Medikamente, z. B. gegen Bluthochdruck und Krampfleiden
  • Schwangerschaft: Bei einer Schwangerschaft wird das Zahnfleisch stärker durchblutet und ist empfindlicher. Da sich auch der Zahnbelag durch die hormonelle Umstellung verändert, ist das Risiko für eine Zahnfleischentzündung erhöht.
  • geschwächtes Immunsystem
  • Unterernährung
  • Alter
  • Blutkrebs (Leukämie)

Entzündetes Zahnfleisch: Symptome

Eine Zahnfleischentzündung verursacht keine Schmerzen. Dennoch lässt sich an einigen Faktoren feststellen, ob die Wahrscheinlichkeit besteht, dass Sie an einer Entzündung im Mundraum leiden. Dazu gehören:

  • Rötungen und Schwellungen des Zahnfleisches
  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder sonstigem Kontakt
  • weiches Zahnfleisch
  • nicht verschwindender Mundgeruch

Folgen einer Zahnfleischentzündung

Wird die Zahnfleischentzündung nicht behandelt, kann sich die Entzündung auf den gesamten Zahnapparat ausweiten. Dadurch geht das Zahnfleisch zurück und es kann zu Zahnausfall kommen. Hormonschwankungen, Vitaminmangel durch einseitige Diäten oder Arzneien wie Blutdrucksenker verschärfen das Problem. Allgemein kann eine schlechte Mundhygiene und damit auch eine Zahnfleischentzündung ein Risiko für die Gesundheit sein und sich negativ auf diese auswirken. Diese begleitende Pflege bei Zahnfleischproblemen wie Parodontose oder Zahnfleischentzündungen ist besonders beliebt bei Amazon-Kunden.

Entzündetes Zahnfleisch mit Hausmitteln behandeln

Bei empfindlichen und entzündetem Zahnfleisch müssen Sie nicht sofort zum Zahnarzt gehen. Mit unseren Tipps und den richtigen Hausmitteln können Sie die Entzündung des Zahnfleisches auf ganz natürliche Weise behandeln und heilen. Sollte die Zahnfleischentzündung trotz Hausmittel nicht abklingen, sollten Sie zum Zahnarzt gehen. Dieser wird die Zahnflächen reinigen und schwer zugängliche Beläge z. B. im Zahnzwischenraum entfernen. Anschließend werden die Zahnoberflächen sanft poliert, damit sich neue Bakterien nicht anheften können.

Wie kann der Zahnarzt eine Zahnfleischentzündung feststellen?

Bessert sich das entzündete Zahnfleisch nicht von allein, sollten Sie spätestens nach einer Woche einen Arzt aufsuchen, der die Zähne und das Zahnfleisch untersucht. Er kann bereits mit bloßem Auge feststellen, ob Sie eine Zahnfleischentzündung haben. Außerdem misst er mit einer feinen Sonde den Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Ist dieser tiefer als zwei oder drei Millimeter, dann sind bereits Zahnfleischtaschen entstanden, die auf eine Parodontitis hinweisen können.

Entzündetem Zahnfleisch vorbeugen

Für gesundes Zahnfleisch spielt auch die Zahnpflege eine wichtige Rolle. Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich gründlich geputzt werden. Empfehlenswert ist zusätzlich eine antibakterielle Mundspülung sowie das regelmäßige Benutzen von Zahnseide oder Zwischenraumbürsten, damit es gar nicht erst zu einem entzündeten Zahnfleisch kommt. Mit ihnen werden auch Plaquereste zwischen den Zähnen entfernt, sodass Mundgeruch und auch eine Entzündung verhindert werden. Achten Sie beim Zahnbürstenkauf auf nicht zu harte Borsten, da diese das Zahnfleisch beschädigen können. Bei der Zahnpasta ist eine mit Fluorid am besten geeignet. Vernachlässigen Sie auch nicht die Reinigung Ihrer Zunge, auf der sich rund 60 bis 80 Prozent aller Mikroorganismen der Mundhöhle befinden. Verwenden Sie nach dem Zähneputzen einen speziellen Zungenreiniger, den Sie mit sanftem Druck mehrmals von hinten nach vorne über den Zungenrücken ziehen, um die bakteriellen Beläge von der Zunge zu entfernen.

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Zusätzlich zum täglichen Zähneputzen ist eine professionelle Zahnreinigung ein- bis zweimal im Jahr sinnvoll, da diese die Zähne und die Zwischenräume gründlich reinigt. Mit einer anschließenden Politur wird verhindert, dass Plaque und Bakterien haften bleiben. Halten Sie sich an diese Maßnahmen wird Ihr Zahnfleisch lange gesund bleiben.

In unserer Galerie verraten wir Ihnen die besten Tricks gegen eine Zahnfleischentzündung.

Eibisch-Tee hilft Ihnen bei Entzündungen
© Dreamstime / Dadalia
Eibisch-Tee hilft Ihnen bei Entzündungen

Eibisch-Tee gegen entzündetes Zahnfleisch

Die Wurzeln der Eibisch-Pflanze enthalten Substanzen, die Schleimstoffe bilden. Wird Eibischtee getrunken legen sich diese Schleimstoffe wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute in Mund, Rachen, Hals und Magen und haften dort längere Zeit fest. Eibisch hilft bei gereizten Schleimhäuten und leichten Entzündungen – die perfekte Wahl bei entzündetem Zahnfleisch!

Eibisch-Tee zubereiten:

  • Kochen Sie 2 TL Eibischblüten und -blätter (in der Apotheke erhältlich) in 1 Tasse Wasser auf. Lassen Sie den Sud 15 Minuten ziehen und seihen Sie ihn ab. Den Tee in kleinen Schlucken etwa 3 - 4 mal täglich trinken.
Heidelbeeren wird eine desinfizierende Wirkung nachgesagt
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Heidelbeeren wird eine desinfizierende Wirkung nachgesagt

Heidelbeersud wirkt bei entzündetem Zahnfleisch desinfizierend

Heidelbeeren haben eine antientzündliche und antibakterielle Wirkung, wenn der Heidelbeersud nach dem Zähneputzen in auf die betroffenen Stellen am Zahnfleisch einmassiert werden.

Heidelbeersud: So geht's!

  • Übergießen Sie 1 EL getrocknete Heidelbeeren mit 1 Tasse kaltem Wasser. Lasst Sie es kurz aufkochen und anschließend für 10 Minuten ziehen. Möglichst einmal pro Stunde damit gurgeln und in das Zahnfleisch massieren.
Zitronensaft ist ein altbewährtes Hausmittel
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Zitronensaft ist ein altbewährtes Hausmittel

Zitronensaft

Zitronensaft hat eine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung, wodurch Zahnfleischentzündugen gelindert werden können. Die Säure der Zitrone verhindert die Vermehrung der Bakterien und reguliert den ph-Wert im Mund, wodurch auch schlechter Atem gelindert wird.

Zitronensaftmischung: So geht's

  • Den Saft einer halben Zitrone mit einer Tasser warmen Wasser mischen. Den Mund damit ausspülen, die Mischung aber nicht schlucken. Zweimal täglich spülen, aber nicht zu oft, da die Säure den Zahnschmelz angreifen kann.
Auf die richtige Zahnpflege kommt es an
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Auf die richtige Zahnpflege kommt es an

Zahnpflege gegen entzündetes Zahnfleisch

Zahnpflege ist immer ein wichtiges Thema, welches Sie nicht vernachlässigen sollten. Wenn Sie die nachfolgenden drei Punkte befolgen, sind Ihre Zähne vor Entzündungen und Krankheiten geschützt:

  • dreimal täglich Zähne putzen
  • die Zwischenräume täglich mit Zahnseide und Interdentalbürste reinigen
  • jedes halbe Jahr zur professionellen Zahnreinigung gehen

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Auch Kamillentee wirkt desinfizierend
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Auch Kamillentee wirkt desinfizierend

Kamille

Kamille wirkt beruhigend und desinfizierend auf entzündetes Zahnfleisch.

So geht's:

  • Kamillentee nach Packungsanleitung zubereiten und mehrmals täglich den Mund damit ausspülen.
Massieren sie sanft Ihr Zahnsfleisch
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Massieren sie sanft Ihr Zahnsfleisch

Zahnfleischmassage bei entzündetem Zahnfleisch

Auch wenn das Zahnfleisch blutet, sollte es sanft mit den Fingern oder einer weichen Zahnbürste in kreisenden Bewegungen massiert werden. Das regt die Durchblutung an, wodurch die Heilung beschleunigt wird und langfristig Entzündungen vorbeugt. Ein gesundes Zahnfleisch hat eine hellrosa Farbe und umschließt den Zahnhals. Entzündetes Zahnfleisch hingegen ist rot, angeschwollen und weich.

 

Ein echter Geheimtipp: Ölziehen
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Ein echter Geheimtipp: Ölziehen

Kokosöl-Mundspülung

Kokosöl enthält die Laurinsäure, welche effektiv gegen Bakterien und Krankheitserreger eingesetzt werden kann. Dadurch bleibt auch das Gleichgewicht der Mundflora erhalten, wodurch Zahnfleischentzündungen gar nicht erst entstehen.

Wie funktioniert die Kokosöl-Mundspülung?
Um eine Zahnfleischentzündung zu bekämpfen oder ihr vorzubeugen, nehmen Sie einen Teelöffel Kokosöl und lassen Sie ihn im Mund zerfließen. Ziehen Sie das Öl fünf bis zehn Minuten im Mund hin und her. Dadurch gelangt es in alle Zahnbereiche. Das Ölziehen können Sie zweimal pro Woche anwenden.

Plaque reduzieren mit Natron
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Plaque reduzieren mit Natron

Natron und Wasserstoffperoxid

Natron in Verbindung mit Wasserstoffperoxid (Apotheke) ist sehr wirksam gegen entzündetes Zahnfleisch. Es wirkt antibakteriell und reduziert Plaque.

So geht's:

  • 1 Teelöffel Natron mit 2 Teelöffel Wasserstoffperoxid und 1 Tasse warmen Wasser mischen. Nach dem Zähneputzen den Mund ca. zwei Minuten spülen.
  • Die Mischung nicht häufiger als zweimal täglich anwenden.
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1. Essig: Egal, ob Apfelessig, Balsamico oder Weinessig – diese saure Flüssigkeit kurbelt die Fettverbrennung in Ihrem Körper an. Essigsäure aktiviert nämlich die AMP-Kinase – ein Enzym, welches das Fett aus unseren Fettzellen mobilisiert, um es als Energie zu verbrennen. Träufeln Sie auf jede Hauptmahlzeit zwei Teelöffel Essig, um den Effekt zu nutzen. Wichtig: Niemals pur trinken, da Essig alleine die Speiseröhre angreift! Spülen Sie sich außerdem danach mit Wasser den Mund aus, um Ihren Zahnschmelz zu schützen!

Mundspülung mit Apfelessig

Ein weiteres beliebtes Hausmittel bei entzündetem Zahnfleisch ist Apfelessig. Geben Sie zwei Teelöffel Essig in ein Wasserglas und gurgeln Sie die Mischung etwa eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen. Das natürliche Mundwasser wirkt antibakteriell, ist entzündungshemmend und regt die Speichelbildung an.

Video: 9 Fehler beim Zähneputzen, die Sie jeden Tag machen

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