26. Mai 2021
Hashimoto: Symptome, Ursachen und Behandlung

Symptome, Ursachen und Behandlung von Hashimoto

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunkrankheit, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Anhand welcher körperlichen Anzeichen Sie die Erkrankung erkennen können, welche Ursachen Hashimoto auslösen und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, erfahren Sie hier.

Was ist Hashimoto?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, welche durch das körpereigene Immunsystem hervorgerufen wird. Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das unterhalb des Kehlkopfes sitzt. Ihre Schilddrüsenhormone beeinflussen den Stoffwechsel, Kreislauf, Wachstum und die Psyche. Hashimoto-Thyreoiditis tritt oft mit anderen Autoimmunkrankheiten wie Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), Diabetes mellitus Typ 1 (Zuckerkrankheit) und die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) auf. Frauen erkranken wesentlich häufiger an Hashimoto als Männer. Hashimoto kann nicht geheilt werden.

Ursachen von Hashimoto

Bei einer Autoimmunkrankheit attackiert der Organismus körpereigenes Gewebe – in diesem Fall die Schilddrüse. Wieso das geschieht, ist nicht genau bekannt. Experten vermuten eine bakterielle oder virale Infektion, die Hashimoto verursacht. Die Krankheit verläuft so, dass durch die Entzündung die Schilddrüse angegriffen wird und zunächst eine große Menge Schilddrüsenhormone ins Blut gelangen. Es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Im weiteren Verlauf wird das Organ immer funktionsuntüchtiger, sodass der Spiegel der Schilddrüsenhormone absinkt. Folglich entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion.

Symptome von Hashimoto

Die Autoimmunkrankheit äußert sich durch sehr vielfältige Symptome, da die Schilddrüse viele Körperfunktionen beeinflusst. Aus diesem Grund bleibt die Krankheit lange unentdeckt.

Zu den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion gehören:

  • Unruhe und Nervosität
  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
  • Haarausfall
  • Durchfall
  • Herzklopfen
  • Schwitzen
  • Zittern 
  • Betroffenen ist schnell zu warm
  • Zyklusstörungen bei Frauen
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme
  • Muskelschwäche

Eine Schilddrüsenunterfunktion äußert sich durch folgende körperliche Anzeichen:

  • Antriebsarmut
  • Müdigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Gewichtszunahme trotz normaler Nahrungszufuhr
  • Trockenes, strohiges Haar
  • Haarausfall
  • Heiserkeit
  • Verstopfung
  • Niedriger Puls
  • Trockene Haut
  • Schwellungen im Gesicht (Augenlider), an Armen und Beinen
  • Betroffene frieren schnell
  • Zyklusstörungen bei Frauen
  • Gedächtnisprobleme, verlangsamtes Denken
  • Muskelschwäche
  • Leistungsminderung

Behandlung von Hashimoto

Der Arzt kann Hashimoto mithilfe eines Bluttests und einer Ultraschalluntersuchung feststellen. Um die Schilddrüsenfunktion zu normalisieren, nehmen Betroffene das Schilddrüsenhormon Levothyroxin (L-Thyroxin) in Tablettenform ein. Regelmäßige Blutkontrollen sind bei einer Behandlung mit Schilddrüsenhormonen unerlässlich.

Studien deuten darauf hin, dass ein Mangel von Eisen sich möglicherweise negativ auf die Funktion der Schilddrüse auswirken kann. Ebenso wichtig ist das Spurenelement Selen beim Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel. Erkrankte sollten sich daher gesund, ausgewogen und mikronährstoffreich ernähren.

In einigen Fällen – wenn beispielsweise eine Krebserkrankung der Schilddrüse oder ein bösartiger Schilddrüsentumor diagnostiziert werden – wird eine Entfernung der Schilddrüse in Betracht gezogen. Auch beeinträchtigende Beschwerden wie Atem- bzw. Schluckstörungen oder bei Vergrößerung des Schilddrüsengewebes, medizinisch Struma genannt, können eine Entfernung der Schilddrüse veranlassen.

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