Hashimoto: 4 Anzeichen und Symptome

Hashimoto: 4 Anzeichen und Symptome

Die kleine Schilddrüse produziert wichtige Hormone, die unseren Stoffwechsel und weitere Körperfunktionen steuern. Gerät das Organ aus dem Gleichgewicht, kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion kommen. Erfahren Sie, was es mit dem sogenannten Hashimoto auf sich hat und welche Symptome dabei auftreten.

Etwa 30 Prozent der Menschen in Deutschland leiden unter einer Erkrankung der Schilddrüse. Besonders häufig ist die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), die zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen mit zum Teil schweren Folgen führt. Eine besondere Art der Unterfunktion ist die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis – die häufigste Schilddrüsenerkrankung.

Was ist Hashimoto?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die körpereigenen Abwehrzellen fälschlicherweise gegen das Schilddrüsengewebe richten und dieses entzünden. In der Folge zersetzt sich die Schilddrüse, wodurch vermehrt Schilddrüsenhormone in den Blutkreislauf übergehen. Im Anfangsstadium der Krankheit liegt daher üblicherweise eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vor. Der Untergang von mehr und mehr Schilddrüsengewebe führt jedoch auf Dauer zu einer Unterfunktion des Organs – ein Mangel an Schilddrüsenhormonen entsteht und muss medikamentös ausgeglichen werden.

Hashimoto (nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt, der die Erkrankung 1912 als Erster beschrieb) kann bislang nicht geheilt, aber mithilfe von verabreichten Schilddrüsenhormonen gut behandelt werden. Warum das eigene Immunsystem die Schilddrüse angreift ist – wie bei vielen Autoimmunerkrankungen – nicht eindeutig geklärt. Frauen sind jedoch deutlich häufiger von Hashimoto betroffen als Männer. Die folgenden Anzeichen und Symptome sind kennzeichnend für die Hashimoto-Thyreoiditis.

Hashimoto: 4 Anzeichen und Symptome

Hashimoto verläuft anfangs oft asymptomatisch, weswegen die Krankheit nicht immer frühzeitig diagnostiziert werden kann. Nach einer Weile treten dann die ersten Anzeichen auf, die typisch für eine Schilddrüsenüberfunktion sind und schließlich mündet die Autoimmunerkrankung in einer symptomatischen Schilddrüsenunterfunktion.

1. Frühstadium: Gewichtsabnahme und Schweißausbrüche

Da die Schilddrüsenhormone unseren Stoffwechsel in Gang bringen, führt der anfänglich hohe Hormonspiegel bei Hashimoto dazu, dass Betroffene erst einmal an Gewicht verlieren, obwohl sie weder ihre Ernährung noch ihr Sportprogramm verändert haben. Ebenso kann sich die Schilddrüsenüberfunktion in einer vermehrten Schweißproduktion, erhöhtem Blutdruck sowie Haarausfall oder sogar Zittern und Herzrhythmusstörungen niederschlagen.

2. Gewichtszunahme

Ist im Krankheitsverlauf der Großteil des Schilddrüsengewebes zerstört worden, geht die Hashimoto-Thyreoiditis in eine Schilddrüsenunterfunktion über. Der Mangel an Schilddrüsenhormonen äußert sich in einer plötzlichen und ungewollten Gewichtszunahme. Die unerklärliche Schwankung zwischen anfänglicher Gewichtsabnahme und darauffolgender Gewichtszunahme veranlasst viele Betroffene dazu, zum Arzt zu gehen. In diesem Stadium erfolgt daher zumeist die Diagnose des Hashimoto.

3. Starke Müdigkeit

Fehlen uns die antreibenden Schilddrüsenhormone, sinkt auch unser Energielevel. Betroffene sind häufig müde, haben Konzentrationsschwierigkeiten und fühlen sich generell abgeschlagen oder erschöpft. Darüber hinaus wird der Herzschlag langsamer, die Patient:innen werden kurzatmig und sind plötzlich auch empfindlicher gegenüber Kälte. Aufgrund dieser vielseitigen und wechselhaften Symptomatik des Hashimoto ist eine frühzeitige und eindeutige Diagnose erschwert.

4. Depressive Verstimmungen

Dadurch, dass die Schilddrüsenhormone an ungeheuer vielen wichtigen Prozessen im Körper und Gehirn beteiligt sind, kann eine unbehandelte oder nicht adäquat ausgeglichene Schilddrüsenunterfunktion Betroffene nicht nur körperlich, sondern auch seelisch stark belasten. Dies wird durch mentale Symptome wie Konzentrationsstörungen, Apathie und eine schwankende Gefühlslage verstärkt. So kommt es nicht selten zu depressiven Verstimmungen bei Hashimoto-Patient:innen bis hin zu Depressionen. Das hormonelle Ungleichgewicht muss daher schnellst möglich und engmaschig behandelt werden.

Video: Schilddrüsenunterfunktion – die richtige Ernährung kann helfen

Buchtipps bei Hashimoto

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Quellen: deutsches-schilddruesenzentrum.de, gesundheitsinformation.de

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