21. Januar 2014
Gesund im Mund

Gesund im Mund

Das Geheimnis eines strahlenden Lächelns sind schöne Zähne. Mit der richtigen Pflege haben Karies & Co. nicht die geringste Chance.

Zähne im Mund
© Thinkstock
Zähne im Mund

Beim Lachen geht in unserem Gesicht die Sonne auf: Die Augen strahlen, die Lippen öffnen sich, die Zähne blitzen. Das können sie aber nur, wenn die Mundflora gesund ist. Sie besteht aus Bakterien, Pilzen und Viren, die einen unsichtbaren Biofilm auf Zähnen, Schleimhäuten und der Zunge bilden. Der ist ungefährlich, solange das Immunsystem gut arbeitet und genügend Speichel die Zähne umspült und reinigt. Zu den Aufgaben des Speichels gehört aber auch, Nährstoffe aus dem Essen zu lösen. Denn die Verdauung beginnt bereits im Mund. Täglich produzieren die Drüsen in der Mundhöhle einen halben bis anderthalb Liter Speichel. Um diese Menge konstant halten zu können, sollten wir täglich mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit zu uns nehmen, am besten eignen sich kalziumreiches Mineralwasser oder ungesüßter Pfefferminztee, denn Minze regt den Speichelfluss zusätzlich an.

Süße und saure Nahrungsmittel gefährden unser Ökosystem im Mund

Eine einseitige, zuckerreiche Ernährung oder chronische Erkrankungen wie Diabetes können die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen: Dann vermehren sich die Bakterien unkontrolliert und bilden einen zähen Belag auf den Zähnen, die Plaque. Besonders gern lagern sich die Bakterien zwischen den Zähnen ab, weil sie dort selten gestört werden. Je dicker der Belag, desto gefährlicher.
Bestimmte Bakterienstämme in der Plaque, vor allem die Streptokokken, lösen Karies aus: Beim Abbau von Zucker entstehen Säuren, die Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Fluor aus dem Zahnschmelz herauslösen – er wird porös. Außerdem verursacht die Plaque Parodontose, weil sich die Bakterien auch bevorzugt an den Rändern von Kronen und Brücken festsetzen. Dort reizen sie das Zahnfleisch, es entzündet sich und blutet. Wird Parodontose nicht behandelt, kann sie zum Verlust der Zähne führen. Eine weitere Gefahr: Die Bakterien gelangen über die Blutbahn direkt in den Körper und breiten sich überall aus. Studien belegen, dass Parodontose das Risiko für Herzinfarkt und Diabetes erhöhen kann.

Putzen Sie ihre Zähne gesund

Die Zähne gründlich und regelmäßig reinigen ist die beste Vorbeugung

„Mindestens alle 24 Stunden muss der Zahnbelag einmal komplett runter, auch zwischen den Zähnen. Aber putzen Sie lieber zwei- bis dreimal täglich“, rät Prof. Petra Schmage, Parodontologin am Universitätskrankenhaus Hamburg. Doch bitte nicht mit zu großem Druck. Sonst reiben Sie den Zahnschmelz regelrecht ab. Zum Reinigen eignen sich fluoridhaltige und antimikrobielle Zahnpasten wie etwa „Ajona“. Die Nischen zwischen den Zähnen mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen säubern. Sehr empfehlenswert: ein Schaber für die Zunge. Denn in den kleinen Vertiefungen ihrer rauen Oberfläche siedeln sich rund 30 Prozent der Bakterien an.

Ein kerniges Müsli schmeckt den Zähnen und dem Magen

Vollkornprodukte und rohes Gemüse sind zahngesund, weil ihr Zerkauen den Speichelfluss anregt. Frisches Obst enthält Säure, die den Zahnschmelz aufweicht – danach den Mund nur gründlich mit kaltem Wasser ausspülen und erst nach 30 Minuten die Zähne putzen. Nehmen Sie möglichst täglich auch kalziumreiche Nahrungsmittel wie Milchprodukte oder Mandeln zu sich.
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