13. September 2021
Schnappfinger: Das hilft gegen schnellende Finger

Schnappfinger: Das hilft gegen schnellende Finger

Bei einer Überlastung der Sehnen können Sie einen Schnappfinger bekommen. Alltägliche Bewegungen sind dann nur unter Schmerzen möglich. Welche Ursachen einen schnellenden Finger hervorrufen und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, erfahren Sie hier.

Was ist ein Schnappfinger?

Ein Schnappfinger ist eine Funktionsstörung, die meistens aufgrund einer Sehnenscheidenentzündung im Bereich der Beugesehnen der Hand vorliegt. Aufgrund der knötchenartigen Verdickung kann die Sehne sich nicht mehr frei bewegen. Das hat zur Folge, dass das Beugen und Strecken des betroffenen Fingers nicht einwandfrei möglich ist. Der Schnappfinger ist auch als „schnellender Finger“, Triggerfinger und Ringbandstenose bekannt. Oftmals bleibt der betroffene Finger in der gebeugten Haltung. Nur unter Anstrengung oder mithilfe der anderen kann der Finger wieder gestreckt werden. Dabei kann ein sichtbares Schnappen entstehen, das schmerzhaft sein kann.

Der Schnappfinger kann sich zu Beginn durch eine Steifigkeit des betroffenen Fingers bemerkbar machen, die vor allem morgens auftritt. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium tritt der Schnappfinger häufiger oder regelmäßiger auf – meistens dann, wenn der betroffene Finger gestreckt werden soll. Der Finger schmerzt bei Bewegungen und fühlt sich geschwollen an. In vielen Fällen ist über dem Fingergrundgelenk am Übergang zur Hand ein kleiner Knoten tastbar.

Ursachen eines Schnappfingers

Die Entzündung kann durch Überanstrengung, aber auch durch Diabetes mellitus, Verschleiß, Erkrankungen wie Gicht und Rheuma oder genetische Veranlagung hervorgerufen werden. Ein erhöhtes Risiko, einen Schnappfinger zu bekommen, haben unter anderem Diabetiker und Frauen, die etwa sechsmal häufiger einen Schnappfinger als Männer bekommen können.

Behandlung eines Schnappfingers

Um die Sehnenscheidenentzündung zu behandeln, können entzündungshemmende Medikamente wie Salben aufgetragen werden. Auch das Schonen des Fingers sowie regelmäßiges Kühlen versprechen Linderung. Bei stärkeren Beschwerden kann eine Behandlung mit Kortison in Betracht gezogen werden, welches das Gewebe zum Abschwellen bringen und Entzündungsreize lindern kann. Das Kortison kann entweder als Salbe verschrieben oder direkt vom Arzt gespritzt werden. Bei schwerwiegenden Fällen von Schnappfingern ist ein operativer Eingriff nötig. Hier wird das Ringband gespalten, wodurch sich die Beugesehne wieder frei bewegen und strecken kann.

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