1. Juli 2021
Durchfall und Blähungen während der Periode: Was hilft?

Durchfall und Blähungen während der Periode: Das hilft dagegen!

Neben den typischen Beschwerden während der Menstruation leiden einige Frauen unter Magen-Darm-Problemen wie Durchfall oder Blähungen. Welche Ursachen dahinter stecken und was schnell dagegen hilft, lesen Sie hier.

Einmal im Monat steht bei uns Frauen die Regelblutung an. Jede reagiert dabei anders auf die Menstruation: Manche haben während ihrer Menstruation keinerlei Beschwerden, einige Frauen haben mit Unterleibsschmerzen, Heißhungerattacken oder einer miesen Laune zu kämpfen. Worüber die wenigsten sprechen, sind Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Blähungen, die durch die Periode verursacht werden.

Durchfall während der Periode

Häufiger Stuhlgang oder sogar Durchfall sind während der Periode nicht selten. Schuld daran sind zwei Hormone, die die Verdauungsprobleme verursachen.

  • Prostaglandine: Das Gewebshormon Prostaglandine sorgt dafür, dass sich die Gebärmutter während der Menstruation zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Jedoch kann das Hormon auch Einfluss auf den Darm haben und die Verdauung anregen.
  • Progesteron: Viele Frauen fühlen sich vor Ihrer Periode aufgebläht und leiden unter Verstopfungen. Das liegt an dem Progesteronspiegel, der vor der Periode ansteigt. Zu Beginn der Periode fällt er rasant ab, sodass Sie häufiger die Toilette aufsuchen müssen.

Was hilft?
Gönnen Sie sich Ruhe und trinken Sie genügend, um einen Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Eine Wärmflasche wirkt angenehm und beruhigend auf den Darm. Versuchen Sie möglichst auf Alkohol, fettige, scharfe und zuckerhaltige Speisen zu verzichten und nehmen Sie stattdessen Schonkost wie eine leichte Möhrensuppe, einen geriebenen Apfel oder Zwieback zu sich. Auch Kräutertees wie Kamille oder Fenchel-Kümmel-Anis sorgen für Linderung.

Wann zum Arzt?
Zum Ende der Periode sollte auch der Durchfall aufhören. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Möglicherweise steckt eine ernsthafte Erkrankung hinter den Beschwerden.

Blähungen während der Menstruation

Kurz vor der Regel und zu Beginn haben viele Frauen mehr Appetit auf ungesundes Essen, Süßigkeiten oder fettige Speisen. Der Grund für den Heißhunger sind die Hormonschwankungen am Ende des Zyklus. Der Progesteronspiegel steigt, während der Östrogenspiegel sinkt, was den Appetit anregen kann. Eine vermehrte Nahrungsaufnahme und ungesunde zuckerhaltige sowie fettreiche Speisen sorgen dementsprechend für einen aufgeblähten Bauch und Verstopfungen. Die Verdauung ist überfordert. Die Zerkleinerung und Verwertung der Nahrung dauert länger, wodurch mehr Gase entstehen können, die zu Blähungen führen.

Aber nicht nur die Nahrung allein sorgt für einen runden Bauch. Auch hier ist das Hormon Progesteron für die Verdauungsbeschwerden mitverantwortlich. Das Gelbkörperhormon hat eine muskelentspannende Wirkung und verlangsamt daher die Bewegungen im Magen-Darm-Trakt, wodurch Verdauungsprozesse länger andauern.

Was hilft?
Die Einnahme von Magnesium hilft gegen Bauchkrämpfe und Blähungen. Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure helfen nicht nur bei Regelschmerzen, sondern hemmen auch das Enzym, das Prostaglandine herstellt. Leichte Bewegung, wie ein kurzer Verdauungsspaziergang nach dem Essen, helfen ebenfalls Ihrem Darm bei der Arbeit. Bauchmassagen haben ebenfalls einen positiven Effekt und regen die Verdauung an.
Auch wenn es nicht immer leicht fällt – aber versuchen Sie sich vor Ihrer Periode ausgewogen und gesund zu ernähren. Setzen Sie auf eine vitamin- sowie ballaststoffreiche Ernährung, die satt hält und Heißhungerattacken vorbeugt. Greifen Sie zu frischem Obst sowie Gemüse und Vollkornprodukten. Verzichten Sie möglichst auf Fleisch und Fertiggerichte.

Unterleibskrämpfe verursachen Übelkeit sowie Erbrechen

Das Zusammenziehen der Muskeln der Gebärmutter kann so stark und schmerzhaft sein, dass einigen betroffenen Frauen übel ist und sie sogar erbrechen müssen. Auch hier tragen die Hormonschwankungen und der Abfall des Östrogens zur zyklusbedingten Übelkeit bei. Die Schwankungen können ebenfalls den Teil des Gehirns beeinflussen, das für Steuerung von Übelkeit und Erbrechen verantwortlich ist. Dieser Bereich im Gehirn sorgt auch bei einer Schwangerschaft für die bekannte Morgenübelkeit.

Was hilft?
Greifen Sie am besten zu pflanzlichen Hausmitteln. Tees mit Ingwer, Kamille oder Pfefferminze regen die Darmtätigkeit an und wirken entspannend auf den Magen-Darm-Trakt. Vermeiden Sie, ähnlich wie bei Durchfall, scharfes, fettiges oder zuckerhaltige Speisen und trinken Sie ausreichend Wasser, um eine Dehydrierung zu vermeiden.
Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen wirken ebenfalls beruhigend. Wenn möglich, legen Sie einen kleinen Spaziergang ein oder schnappen Sie am geöffneten Fenster Sauerstoff. Atmen Sie tief die frische Luft ein. Das entspannt nicht nur Körper, sondern auch den Magen-Darm-Trakt.

Video: Die besten Lebensmittel gegen Blähungen

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