30. Juni 2021
Kein Sex: So verändert sich Ihre Vagina

4 Fakten: So verändert sich Ihre Vagina, wenn Sie keinen Sex haben!

Ob Single-Dasein oder mangelnde Lust auf intime Zärtlichkeiten – eine längere Sexpause kann schnell entstehen. Dabei kann die Enthaltsamkeit Auswirkungen auf Ihre Vagina haben – so verändert sich Ihr Geschlechtsorgan, wenn Sie keinen Sex haben.

1. Kein Sex: Ihre Vagina wird trockener

Regelmäßiger Sex sorgt für Erregung, die Ihre Scheide feucht macht. Wenn Sie länger keinen Geschlechtsverkehr haben, können die Scheidenschleimhäute trockener werden, was zu Juckreiz und einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. Abhilfe schafft regelmäßige Selbstbefriedigung oder ein Vaginalgel, das die Schleimhäute befeuchtet und pflegt. Beim ersten Geschlechtsverkehr nach der Pause sollten Sie jedoch vorsichtig sein und Ihrer Scheide genug Zeit geben, um ausreichend feucht zu werden. Intensivieren Sie daher das Vorspiel und nehmen Sie ein wenig Gleitgel zu Hilfe.

2. Ihre Vagina fühlt sich enger an

Wenn Sie nach einer längeren Pause wieder Sex haben, kann sich Ihre Vagina enger anfühlen. Womöglich bereitet Ihnen der Geschlechtsverkehr sogar Schmerzen. Es ist ein Mythos, dass die Scheide aufgrund einer Sexpause enger wird. Stattdessen muss sie sich erstmal wieder an die Dehnung gewöhnen. Nehmen Sie sich genügend Zeit und überstürzen Sie nichts. Dass das Jungfernhäutchen bei Frauen nach längerer Zeit wieder zuwächst, ist übrigens ein Mythos.

3. Kein Sex: Ihre Libido sinkt

Mit der Zeit nimmt bei Frauen die Produktion von Sexualhormonen ab und somit sinkt die Lust auf Sex. Erwecken Sie Ihre Libido, indem Sie sich selbst befriedigen. Einmal erwacht, kann das sexuelle Verlangen nach einer längeren Pause umso stärker sein. Auch Berührungen und Orgasmen werden intensiver wahrgenommen.

Bei einem langzeitigen Libidoverlust sollten Sie einen Gynäkologen aufsuchen. Möglicherweise stecken ernsthafte Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Bluthochdruck dahinter. Auch Medikamente wie die Anti-Babypille oder Antidepressiva können die sexuelle Lust hemmen.

4. Stärkere Periode durch Sexpause

Während einer Sexpause kann Ihre Periode stärker sein und mehr schmerzen. Denn während der Regelblutung kann Geschlechtsverkehr dazu beitragen, dass dank der Orgasmen Verkrampfungen gelöst und Endorphine ausgeschüttet werden. Zudem wird der Beckenboden stärker durchblutet, was den Unterleibsschmerzen zusätzlich entgegenwirkt. Geschlechtsverkehr kann ebenfalls das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut begünstigen.

Körper nach der Sexpause Zeit geben

Die Sexpause hat ein Ende? Auch wenn es Ihnen vielleicht unangenehm ist oder Sie ein wenig verunsichert sind – aber teilen Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin vorher mit, dass Sie länger keinen Geschlechtsverkehr hatten. So kann Ihr Partner:in genauer auf Ihre Bedürfnisse eingehen. Der erste Geschlechtsverkehr nach einer längeren Durststrecke, kann etwas weh tun, weil die Vagina die Dehnung nicht mehr gewöhnt ist und Sie wegen der Aufregung möglicherweise nicht so feucht werden wie sonst. Bestimmen Sie das Tempo, aber überstürzen Sie am Anfang nichts. Geben Sie Ihrem Körper, Ihrer Vagina und sich genügend Zeit, um sich wieder an den Sex zu gewöhnen.

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