25. Februar 2021
Die häufigsten Probleme mit der Menstruationstasse

Die 5 häufigsten Probleme mit der Menstruationstasse

Die Menstruationstasse erfreut sich großer Beliebtheit und bietet viele Vorteile. Allerdings ist ihre Anwendung nicht immer ganz leicht und zu Beginn ungewohnt. Wir nennen Ihnen die fünf häufigsten Probleme mit der Menstruationstasse und sagen Ihnen, was Sie dagegen tun können. 

Sie ist wiederverwendbar und dadurch nachhaltiger, hat ein größeres Fassungsvermögen als Tampons oder Binden und trocknet nicht die Scheide aus – die Rede ist von Menstruationstassen, die in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen haben. 

Was sind Menstruationstassen?

Die Menstruationstassen, -cups oder -kappen sind kleine Becher aus medizinischem Silikon, die wie Tampons in die Vagina eingeführt werden und das Periodenblut auffangen. Die Menstruationstassen gibt es in verschiedenen Größen mit unterschiedlichem Fassungsvermögen. Kleinere Modelle haben eine Kapazität von 25 ml, größere können bis zu 50 ml auffangen. Zum Vergleich: Ein normal großer Tampon fasst umgerechnet etwa 9-12 ml Blut. Das heißt, dass ein kleinerer Cup doppelt so viel Flüssigkeit aufnehmen kann als ein Tampon.

Wie werden Menstruationstassen benutzt?

Die volle Menstruationstasse wird vorsichtig entfernt. Ihr Inhalt wird in die Toilette gekippt, danach kann die Kappe wieder eingesetzt werden. Da die Tasse aus medizinischem Silikon besteht, kann sie länger als Tampons und maximal zwölf Stunden getragen werden. Am Ende der Periode muss die Tasse ausgekocht werden, damit sie steril ist und bei der nächsten Regelblutung wieder zum Einsatz kommen kann. Da die wiederverwendbare Tasse bei guter Pflege und Handhabung bis zu zehn Jahre lang genutzt werden kann, ist sie deutlich umweltfreundlicher und langfristig günstiger als Binden oder Tampons. Gerade für Frauen mit einer starken Regelblutung sind die Menstruationscups praktisch.

Auch wenn viele Gründe für die Anschaffung und Benutzung einer Menstruationskappe sprechen, gibt es einige Herausforderungen, vor die Tassenanwenderinnen gestellt werden. Wir nennen Ihnen die fünf häufigsten Probleme, die Menstruationstassen hervorrufen:

1. Die Menstruationstasse sitzt nicht richtig

Tasse ist nicht gleich Tasse! Es gibt unterschiedliche Größen und Formen, die nicht zu jeder Vagina passen. Außerdem sind die Stärke der Regelblutung, der Sitz des Muttermundes und die Beschaffenheit des Beckenbodens entscheidend bei der Suche nach der richtigen Tasse. Deshalb greifen Sie nicht wahllos in der Drogerie nach einem x-beliebigen Cup. Es gibt online verschiedene Webseiten, die Sie bei der Wahl der passenden Tasse beraten. Empfehlenswert ist die Seite tassenfinder.de. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, lassen Sie sich von Ihrem Gynäkologen beraten. 
 

2. Sie haben Schwierigkeiten beim Einführen der Menstruationstasse

Sie haben Ihre passende Tasse gefunden, doch nun fragen Sie sich, wie Sie den Cup richtig einführen können? Eins ist sicher –  in seiner vollen Größen bekommen Sie ihn so unten nicht rein. Falten Sie die Tasse daher zusammen. Es gibt verschiedene Techniken, die sich bewahrheitet haben. Eine der beliebtesten ist die C- oder Herz-Faltung. Die Tasse wird mit beiden Zeigefingern und Daumen festgehalten, dann wird sie der Mitte lang zusammengelegt. Ihre Form erinnert nun an ein C oder an ein Herz. Ähnlich wie bei einem Tampon kann die Tasse nun eingeführt werden. Die Menstruationskappe sitzt weniger tief als ein Tampon und sollte sich im mittleren Scheidendrittel und nicht direkt vor dem Muttermund befinden. Sitzt der Cup korrekt, bildet sich ein Unterdruck, der die Tasse an Ort und Stelle hält.

3. Die Tasse entfaltet sich nicht!

Sie haben die Kappe eingeführt, aber haben das komische Gefühl, dass sie sich nicht vollständig entfaltet hat? Ein einfacher Trick verschafft Ihnen Gewissheit: Fahren Sie mit dem Zeigefinger am oberen Tassenrand entlang. Zum einen spüren Sie, ob der Cup aufgegangen ist und zum anderen sorgen Sie mit dieser Bewegung dafür, dass Sie sich vollständig entfaltet.

4. Die Menstruationstasse ist nicht dicht!

Oh Schreck – Ihr Cup läuft aus? Die häufigsten Gründe, warum Ihre Menstruationstasse undicht ist, sind die falsche Größe, die Periodenstärke oder die Stellung Ihres Muttermundes. Überprüfen Sie auch mit dem oben genannten Trick, ob die Tasse sich vollständig entfaltet hat.

5. Sie bekommen die Menstruationstasse nicht heraus

Anders als bei einem Tampon gibt es bei der Menstruationstasse kein Rückholbändchen, mit dem Sie die Tasse einfach herausziehen können. Die meisten Tassen haben zwar einen Stiel, aber durch den Unterdruck bringt es nichts, wenn Sie an ihm ziehen. Ganz im Gegenteil – so können Sie die Tasse eher beschädigen. Drücken Sie mit Ihrem Zeigefinger den Menstruationscup leicht ein, so löst sich der Druck und Sie können mit zwei Fingern die Tasse vorsichtig herausziehen. 

Es kann vorkommen, dass die Menstruationskappe mit der Zeit ein weniger höher rutscht und Sie sie beim Entfernen nicht mehr ertasten können. Möglicherweise haben Sie zu einer falschen Größe gegriffen. Was aber tun, um einen unangenehmen Besuch beim Frauenarzt zu vermeiden? Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie sich trotz dieser misslichen Lage zu entspannen. Gehen Sie in die Hocke und pressen Sie ein wenig. Die Menstruationstasse sollte ein Stückchen runterrutschen, sodass Sie sie erfassen können. 

Regelschmerzen: Diese Fehler machen alles schlimmer

Lade weitere Inhalte ...