5 Dinge, die bei einer Blasenschwäche in den Wechseljahren helfen

5 Dinge, die bei einer Blasenschwäche in den Wechseljahren helfen

Stimmungsschwankungen, vermehrtes Schwitzen oder der Verlust der Libido gelten als verbreitete Wechseljahrsbeschwerden. Doch nicht wenige Frauen leiden während der Wechseljahre unter einer schwachen Blase. Wir erklären Ihnen, wie sich eine solche Blasenschwäche äußert und was dagegen hilft. 

Kommen im Schnitt Frauen zwischen Mitte 40 und Anfang 50 in die Wechseljahre, nimmt die Fruchtbarkeit allmählich ab. Denn die Eierstöcke produzieren weniger die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Folglich werden die Eisprünge und somit auch die monatliche Blutung unregelmäßiger und bleiben irgendwann ganz aus. Viele Frauen leiden während der Wechseljahre aufgrund der hormonellen Schwankungen unter Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, Stimmungsschwankungen oder Herzrasen. Worüber aber die wenigsten Frauen berichten, ist Blasenschwäche.

Anzeichen einer schwachen Blase

Eine Blasenschwäche kann in verschiedenen Formen auftreten und sich dementsprechend durch folgende Symptome äußern:

  • Belastungsinkontinenz: Unwillkürlicher Urinverlust, sobald Druck auf den Bauch ausgeübt wird. Zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung wie Springen, Niesen oder Treppensteigen.
  • Dranginkontinenz: Unbeabsichtiger Urinabgang, da Betroffene einen plötzlichen, übermäßigen Harndrang verspüren – obwohl die Blase nicht übermäßig gefüllt ist.  Bereits kleine Mengen Urin können einen starken Harndrang auslösen.
  • Überlaufinkontinenz: Das Gefühl, die Blase nicht entleeren zu können. 

Ursachen für Blasenschwäche in den Wechseljahren

Da das Östrogen abnimmt, werden die Schleimhäute im Intimbereich dünner, trockener und verlieren an Elastizität. Auch die Beckenbodenmuskulatur und das Bindegewebe erschlaffen aufgrund des Hormonmangels zusehends. Die Blase hat weniger Halt, kann nach unten sinken und sich unkontrolliert entleeren. Denn das Absinken der Blase führt zu einer Krümmung der Harnröhre, was eine Belastung für den Blasenschließmuskel bedeutet und dementsprechend kann es zu einer Harninkontinenz kommen. Zusätzlich nimmt die Durchblutung der Blase während der Wechseljahre ab. Die Folge: Es können sich Infektionen wie ein Harnwegsinfekt leichter breit machen, was ebenfalls eine Blasenschwäche fördert.

Blasenschwäche in den Wechseljahren: Diese 5 Tipps helfen

Für betroffene Frauen ist die Blasenschwäche ein belastendes Problem, das sich negativ auf das Wohlbefinden auswirkt und mit Einschränkungen einhergeht. Betroffene Frauen isolieren sich und nehmen an Freizeitaktivitäten nicht mehr Teil, aus Furcht, keine Toilette in der Nähe zu haben oder nicht einhalten zu können. Betroffene sollten daher den Gang zum Arzt nicht hinauszögern – auch wenn es Ihnen schwerfällt, über Ihre schwache Blase zu sprechen. Sie brauchen sich für Ihre Beschwerden auf keinen Fall zu schämen.

  • Es gibt verschiedene Behandlungsansätze, die infrage kommen können. Zum Beispiel können Sie den Östrogenmangel durch Salben oder Zäpfchen lokal beheben.
  • Pflanzliche Präparate wie Tees aus Bärentraubenblättern oder Brennnessel wirken antibakteriell und können daher Infektionen, die als Folge einer Blasenschwäche auftreten, wirksam bekämpfen.
  • Trainieren Sie gezielt Ihre Blase. Wenn Sie einen Harndrang verspüren, geben Sie diesen nach und suchen Sie eine Toilette auf. Zu langes Hinauszögern kann Ihre Blasenmuskulatur überdehnen. Ebenso können zu häufige Toilettengänge dafür sorgen, dass sich Ihre Blase bereits bei geringerer Menge meldet.
  • Um die geschwächte Beckenbodenmuskulatur zu stärken, sollten Sie regelmäßig Beckenbodentraining machen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder einem Physiotherapeuten die Übungen genau erklären. Eine praktische Übung, die Sie kinderleicht während des Büroalltags oder im Auto machen können, ist das Anspannen des Schließmuskels der Blase. 
  • Besondere Inkontinenzslipeinlagen können Urin auffangen. Bei einer Inkontinenz gibt es spezielle Windeln und Höschen, die Sie kaufen können.

Video: Habe ich eine Blasenentzündung? Symptome im Überblick

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