Hilfe bei Blasenbeschwerden 7 Hausmittel helfen gegen Blasenentzündung

Unangenehmes Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, aber nur tröpfchenweises Wasserlassen sind meist Zeichen für eine Blasenentzündung. Mit diesen Hausmitteln bekommen Sie die Beschwerden wieder in den Griff.

Hausmittel bei Blasenentzündung

Ursachen für eine Blasenentzündung

In der Medizin ist sie unter Akute Zystitis, im Volksmund auch unter Honeymoon-Entzündung bekannt, andere kennen sie unter Blasenentzündung. Überwiegend betrifft sie Frauen – nahezu jede zweite Frau leidet unter der Erkankung. Männer zählen nur selten zu den Patienten – bei ihnen liegt die Ursache meist in einer Entzündung der Prostata.

Ausschlaggebend für eine Blasenentzündung ist eine bakterielle Infektion im Bereich der Harnwege. Die verantwortlichen Bakterien Escherichia coli gehören zur menschlichen Darmflora, können aber außerhalb des Verdauungstraktes Infektionen verursachen. Äußerst selten spielen Pilze, Parasiten und Viren bei der Ursachenforschung eine Rolle. Die Keime gelangen meist nach dem Stuhlgang bei der Säuberung von hinten nach vorn, also vom After über die Harnröhre in die Blase. Eine Entzündung und Reizung der Blasenwand entsteht und schließlich die Blasenentzündung. 

Ursachen für eine Harnröhrenentzündung gibt es viele. Bei Schwangeren kann sie auftreten, da der Hormonhaushalt sich verändert, die Harnwege sich weiten und dadurch Keime leichter in die Harnröhre und anschließend in die Blase eindringen können. Durch Kälte und ein geschwächtes Immunsystem wird der Harnwegsinfekt zusätzlich gefördert. Beim Geschlechtsverkehr können Bakterien ebenfalls in die Harnröhre und von da in die Blase gelangen und den Infekt auslösen. In 80 Prozent der Fälle sind das stäbchenförmige vom Typ Escherichia coli aus dem Darm, die beim Sex Richtung Blase wandern. Dort machen sie es sich in der Schleimhaut gemütlich, entzünden sie und vermehren sich im Zeitraffer. Auch als Nebenwirkung von Medikamenten oder einer Bestrahlung kann es zu einer Infektion kommen. 

Arten der Blasenentzündung

Ärzte unterscheiden zwischen zwei Arten von Blasenentzündungen, der unkomplizierten und der komplizierten Zystitis. Bei der unkomplizierten Zystitis handelt es sich bei den Betroffenen um Personen, die keine Risikofaktoren für derartige Erkrankungen mitbringen. Bei der komplizierten Zystitis hingegen wird das Auftreten einer Blasenentzündung durch bestimmte Faktoren, wie Störungen der Blasenfunktion, Streptokokken, Stoffwechselstörungen, wiederkehrende Blasenentzündungen, Abwehrschwäche und Harnstau bestärkt. Ist einmal eine Blasenentzündung aufgetreten, dann lässt sich leider davon ausgehen, dass noch weitere Harnwegsinfektionen folgen werden. 

Symptome bei einer Blasenentzündung

  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  • ständiger Harndrang
  • Jucken
  • Unterleibschmerzen
  • Blut im Urin
  • leicht trüber Urin mit ungewöhnlichem Geruch

Eine Zystitis sollte in jedem Fall behandelt werden, um mögliche Komplikationen im Nierenbereich zu verhindern.

Behandlung: Hausmittel gegen Blasenentzündung

In den meisten Fällen bekommen Betroffene sehr schnell Antibiotika vom Arzt verschrieben. Bei einer leichten Blasenentzündung können Sie aber eine medikamentöse Behandlung leicht umgehen. Dabei helfen natürliche Hausmittel. Bei einer Schwangerschaft oder einer Vorerkrankung sollten Sie aber zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. 

  • Viel Trinken
    Viel Trinken ist das A und O bei einer Harnröhrenentzündung. Trinken Sie bis zu drei Liter am Tag - je mehr Flüssigkeit Sie zu sich nehmen, desto schneller werden die Keime auch wieder ausgespült. In der Apotheke oder im Drogeriemarkt gibt es gegen die Schmerzen Blasen- und Nierentee. Darin sind Bärentraubenblätter enthalten, die antibakteriell wirken. Des Weiteren hilft reiner Cranberrysaft, der Saft enthält keimtötende Substanzen und liefert dem Körper wichtiges Vitamin C und Eisen. Ebenso kann gegen E.coli Bakterien sulfatreiches Wasser, gegen andere Infekte hydrogencarbonatreiches und bei unklaren Infekten kohlensäurehaltiges Wasser helfen.
     
  • Wärme lindert die Beschwerden
    Achten Sie darauf, dass Sie sich möglichst dem Wetter entsprechend anziehen und Sie sich im Freien nicht auf kalte Sitzmöglichkeiten wie Steine oder Ähnliches setzen. Eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen verschaffen Ihnen Linderung und entspannen die Blase.
     
  • Regelmäßig zur Toilette gehen
    Gehen Sie regelmäßig und frühzeitig zur Toilette. Besonders nach dem Geschlechtsverkehr sollten Sie Wasser lassen, um die Keime, die dabei übertragen wurden, direkt wieder auszuspülen.
     
  • Achten Sie auf Hygiene
    Zu wenig, aber auch zu viel Pflege im Genitalbereich kann eine Übertragung von Bakterien fördern und dadurch eine Blasenentzündung hervorrufen.
     
  • Luftige Unterwäsche tragen
    Meiden Sie unbedingt zu enge Unterwäsche, da diese für unnötige Wärme und Feuchtigkeit im Genitalbereich sorgt und so die Vermehrung von Bakterien beschleunigt. Besser ist Unterwäsche aus Baumwolle.
     
  • Die Füße warm halten
    Besonders jetzt ist es wichtig, dass Ihr Unterleib und Ihre Füße nicht kalt werden, um Krankheitserregern aus dem Weg zu gehen.
     
  • Nach dem Baden die nassen Badesachen ausziehen
    Feuchtigkeit fördert das bunte Treiben von Bakterien. Allerdings ist es ratsam, während einer Harnwegsinfektion auf das Schwimmen zu verzichten. 
Welche rezeptfreien Mittel aus der Apotheke bei Blasenbeschwerden helfen können, sehen Sie in unserer Übersicht zum Download.
 
Datum: 05.10.2020

Rezeptfreie Mittel bei Blasenbeschwerden

Autor: Mareike Schumacher