Durchblutungsstörungen im Gehirn: Häufigsten Anzeichen

Durchblutungsstörungen im Gehirn: Die häufigsten Anzeichen

Eine Durchblutungsstörung im Gehirn kann lebensgefährliche Folgen für Sie haben und unter anderem zu einem Schlaganfall führen. Erfahren Sie hier, welche Anzeichen auf eine Durchblutungsstörung im Gehirn hinweisen können und welche Ursachen diese auslösen.

Unser Gehirn ist die Schaltzentrale unseres Körpers. Von dort aus werden alle wichtigen Körperfunktionen gesteuert, Sinneseindrücke verarbeitet und das Denken übernommen. In unserem etwa 1,5 Kilogramm schweren Organ sind etwa 100 Milliarden Nervenzellen zu finden. Damit unser Gehirn einwandfrei funktionieren kann, braucht es ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Um das zu gewährleisten, muss das Gehirn ausreichend mit Blut versorgt werden. 

Wie entstehen Durchblutungsstörungen im Gehirn?

Es kommt zu einer Durchblutungsstörung im Gehirn, wenn das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße fließen kann. Die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff ist eingeschränkt oder kann nicht mehr gewährleistet werden. Es drohen schwere gesundheitliche Folgen wie ein Schlaganfall. Es gibt verschiedene Ursachen, welche die Durchblutungsstörung im Gehirn verantworten. Häufig liegt eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zugrunde, bei der die Blutgefäße aufgrund von Ablagerungen verengt sind. Typische Risikofaktoren für solche Ablagerungen sind Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Erkrankungen wie Diabetes mellitus. Da die Gefäße sich über einen längeren Zeitraum allmählich verschließen, kann eine Durchblutungsstörung lange unentdeckt bleiben.

Weitere Gründe für Durchblutungsstörungen im Gehirn sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern). Möglich ist auch eine Gefäßentzündung (Vaskulitis), die durch Medikamente und Drogenkonsum ausgelöst wird.

Die häufigsten Anzeichen von Durchblutungsstörungen im Gehirn

Durchblutungsstörungen des Gehirns äußern sich durch folgende Anzeichen.

  • Starke Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisstörungen
  • Sprachstörungen
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Lähmungserscheinungen im Gesicht, der Arme und Beine
  • Taubheitsgefühle
  • Hörverlust
  • Schmerzen im Nackenbereich
  • Schwierigkeiten beim Gehen

Da es sich bei den Symptomen zum Teil um recht unspezifische Beschwerden handelt, die auch auf andere Erkrankungen hinweisen, sollten Sie die Anzeichen stets ernst nehmen. Bei einer chronischen Mangeldurchblutung (Ischämie) ist vor allem die Gedächtnisleistung des Gehirns beeinträchtigt. Die Folge kann eine Demenz sein. Suchen Sie daher umgehend einen Arzt auf, wenn die Beschwerden plötzlich zunehmen, über mehrere Tage andauern und immer wiederkehren. Bei neurologischen Störungen ist sofortiges Handeln gefragt, da es sich um akute Durchblutungsstörungen handeln kann. Je eher die Durchblutungsstörung im Gehirn erkannt wird, desto besser stehen die Behandlungs- und Heilungschancen. 

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Behandlung von Durchblutungsstörungen im Gehirn

Eine ausführliche Anamnese sowie genaue Untersuchungen geben Aufschluss, ob es sich bei Ihren Beschwerden um eine Durchblutungsstörung im Gehirn handelt. Hierzu zählen Messungen des Blutdrucks oder eine Untersuchung des Bluts (Gerinnungsfaktoren, Enzyme, Blutzucker oder Blutfette). Auch kann eine Ultraschalluntersuchung (Doppelsonografie) durchgeführt werden, um die Fließrichtung und Strömungsgeschwindigkeit des Blutes zu messen.

Die Behandlung richtet sich danach, ob es sich um akute Durchblutungsstörungen, wie im Falle eines Schlaganfalls handelt, oder ob die Durchblutungsstörungen bereits länger bestehen. Handelt es sich bei der Durchblutungsstörung um einen Gefäßverschluss, der einen Schlaganfall verursacht, versuchen Ärzte das Blutgerinnsel (Embolie) medikamentös aufzulösen. Liegt eine Hirnblutung vor, wird meistens eine Operation durchgeführt, damit der Druck aufs Gehirn verringert wird. Auch kann ein Bypass gelegt werden. Über diesen kann ein verengtes Gefäß überbrückt und die Durchblutung des Gehirns verbessert werden.

Kommt es durch die Durchblutungsstörungen im Gehirn zu einem Schlaganfall, gibt es eine Bandbreite an Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen wie Ergo-, Physio- sowie Sporttherapie und Logopädie. Diese zielen darauf ab, dass der Patient größtmögliche Selbstständigkeit zurückerlangt. Viele Patienten stehen vor der Herausforderung, nach einem Schlaganfall das Sprechen und Gehen neu erlernen sowie die Muskulatur wieder aufbauen zu müssen. 

Durchblutungsstörungen im Gehirn – so beugen Sie bestmöglich vor

Mit zunehmenden Alter verlieren Ihre Gefäße an Elastizität und können sich so leichter verengen, sodass das Risiko für Durchblutungsstörungen im Gehirn zunimmt. Damit es gar nicht erst zu Durchblutungsstörungen kommt, gilt es bestmöglich vorzubeugen und genannte Risikofaktoren wie Rauchen, fehlende Bewegung oder eine ungesunde Ernährung zu vermeiden. 

Achten Sie daher – vor allem im Alter – auf eine gesunde Lebensweise, zu der eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport gehören. Diese tragen auch dazu bei, ein Normalgewicht zu erreichen. Essen Sie vor allem pflanzenbasiert – also viel frisches Obst und Gemüse, fetter Fisch, Vollkornprodukte, Pflanzenöle sowie Nüsse und meiden Sie Fleisch sowie tierische Fette, welche die Bildung von Cholesterinablagerungen begünstigen. Achten Sie außerdem darauf, täglich ausreichend Wasser zu trinken, damit das Blut verdünnt und es besser zirkulieren kann.

Da Sport als wahrer Jungbrunnen bekannt ist, sollten Sie auf regelmäßige Bewegung setzen, vor allem Ausdauersport wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen wirkt sich positiv auf Ihre Gefäße, Durchblutung sowie Ihren Cholesterinspiegel aus. 

>> Weitere interessante und spannende Informationen bieten Raatgeber wie „Biohacking fürs Gehirn: Schneller und besser denken. Konzentrierter arbeiten. Krankheiten vorbeugen.“ von Kristen Willeumier oder „Das bessere Gehirn: Wie Sie lebenslang die Bildung neuer Nervenzellen anregen. Die 4 Schlüssel der Neurogenese: Ernährung, Bewegung, Beziehung und Bewusstheit“ von Bran Cortright.

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