29. November 2021
Durchblutungsstörungen im Gehirn: Die häufigsten Anzeichen

Durchblutungsstörungen im Gehirn: Das sind die häufigsten Anzeichen

Eine Durchblutungsstörung im Gehirn kann lebensgefährliche Folgen für Sie haben und unter anderem zu einem Schlaganfall führen. Erfahren Sie hier, welche Anzeichen auf eine Durchblutungsstörung im Gehirn hinweisen können und welche Ursachen diese auslösen.

Wie entstehen Durchblutungsstörungen im Gehirn?

Es kommt zu einer Durchblutungsstörung im Gehirn, wenn das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße fließen kann. Die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff ist eingeschränkt oder kann nicht mehr gewährleistet werden. Es drohen schwere gesundheitliche Folgen wie ein Schlaganfall. Es gibt verschiedene Ursachen, welche die Durchblutungsstörung im Gehirn verantworten. Häufig liegt eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zugrunde, bei der die Blutgefäße aufgrund von Ablagerungen verengt sind. Typische Risikofaktoren für solche Ablagerungen sind Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Bluttfettwerte und Erkrankungen wie Diabetes mellitus. Da die Gefäße sich über einen längeren Zeitraum allmählich verschließen, kann eine Durchblutungsstörung lange unentdeckt bleiben.

Weitere Gründe für Durchblutungsstörungen im Gehirn sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern). Möglich ist auch eine Gefäßentzündung, die durch Medikamente und Drogenkonsum ausgelöst wird.

Anzeichen von Durchblutungsstörungen im Gehirn

Durchblutungsstörungen des Gehirns äußern sich durch folgende Anzeichen.

  • Starke Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Sprachstörungen
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Lähmungserscheinungen im Gesicht, der Arme und Beine
  • Taubheitsgefühle
  • Hörverlust

Da es sich bei den Symptomen zum Teil um recht unspezifische Beschwerden handelt, die auch auf andere Erkrankungen hinweisen, sollten Sie die Anzeichen stets ernst nehmen. Suchen Sie daher umgehend einen Arzt auf, wenn die Beschwerden plötzlich zunehmen, über mehrere Tage andauern und immer wiederkehren. Bei neurologischen Störungen ist sofortiges Handeln gefragt, da es sich um akute Durchblutungsstörungen handeln kann. 

Behandlung von Durchblutungsstörungen im Gehirn

Die Behandlung richtet sich danach, ob es sich um akute Durchblutungsstörungen, wie im Falle eines Schlaganfalls handelt, oder ob die Durchblutungsstörungen bereits länger bestehen. Handelt es sich bei der Durchblutungsstörung um einen Gefäßverschluss, der einen Schlaganfall verursacht, versuchen Ärzte das Blutgerinnsel (Embolie) medikamentös aufzulösen. Liegt eine Hirnblutung vor, wird meistens eine Operation durchgeführt, damit der Druck aufs Gehirn verringert wird. Auch kann ein Bypass gelegt werden. Über diesen kann ein verengtes Gefäß überbrückt und die Durchblutung des Gehirns verbessert werden.

Kommt es durch die Durchblutungsstörungen im Gehirn zu einem Schlaganfall, gibt es eine Bandbreite an Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen wie Ergo-, Physio- sowie Sporttherapie und Logopädie. Diese zielen darauf ab, dass der Patient größtmögliche Selbstständigkeit zurückerlangt. Viele Patienten stehen vor der Herausforderung, nach einem Schlaganfall das Sprechen und Gehen neu erlernen sowie die Muskulatur wieder aufbauen zu müssen. 

Durchblutungsstörungen im Gehirn – so beugen Sie bestmöglich vor

Damit es gar nicht erst zu Durchblutungsstörungen kommt, gilt es bestmöglich vorzubeugen und genannte Risikofaktoren wie Rauchen, fehlende Bewegung oder eine ungesunde Ernährung zu vermeiden. Achten Sie daher – vor allem im Alter – auf eine gesunde Lebensweise, zu der regelmäßiger Sport und eine ausgewogene Ernährung gehören. Denn mit zunehmenden Alter verlieren Ihre Gefäße an Elastizität und können sich so leichter verengen, sodass das Risiko für Durchblutungsstörungen im Gehirn zunimmt.

Video: Neue Schlaganfall-Studie: Erste Anzeichen treten schon 10 Jahre vorher auf

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