Durchblutung im Gehirn fördern: 7 Tipps

Durchblutung im Gehirn fördern: 7 Tipps

Die Arterien sind die Autobahnen für unser Blut. Wir benötigen sie, damit unser Blut durch den gesamten Organismus fließen kann und ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Durch Gefäßverengungen, die beispielsweise als Folge einer Arterienverkalkung auftreten, verschlechtert sich unsere Durchblutung. Davon betroffen können auch unsere Arterien im Gehirn sein. Es kann zu Beschwerden wie Schwindel oder Sehstörungen sowie Beeinträchtigungen der Hirnleistung kommen – im schlimmsten Fall droht ein lebensgefährlicher Schlaganfall. Damit es allerdings erst gar nicht so weit kommt, geben wir Ihnen 7 Tipps, welche die Durchblutung im Gehirn fördern.

Gehirn in blauem Licht
© Fakurian Design / Unsplash
Ein gut durchblutetes Gehirn wird mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, um leistungsfähig zu sein.

So wichtig ist eine gute Durchblutung im Gehirn

Unsere Gehirne sind echte Hochleistungscomputer. Selbst im Ruhezustand beansprucht ein gesundes Gehirn etwa ein Fünftel des gesamten Sauerstoffbedarfs des Körpers. Um diese enormen Mengen Sauerstoff kontinuierlich ins Gehirn zu transportieren, führen mit unseren Halsschlagadern einige der größten Venen unseres Körpers in unseren Kopf. Pro Minuten pumpt das menschliche Herz etwa 700 Milliliter Blut in unser Gehirn. Dabei wird es auch mit Glucose und Mineralstoffen versorgt, die Nervenzellen und Synapsen mit Rohstoffen versorgen, um enorm komplexe Signale zu senden und zu koordinieren. Sinkt die Durchblutungsrate im Gehirn unter die kritische Marke von 20 Milliliter pro 100 Gramm Hirnmasse pro Minute, treten Störungen und Ausfallerscheinungen auf. Ab weniger als 15 Milliliter pro 100 Gramm Hirnmasse pro Minute kommt es zu irreparablen Zellschäden im Gehirn.

Die häufigste Ursache von Durchblutungsstörungen im Gehirn sind Arterienverkalkungen (Arteriosklerose). Aufgrund von Kalk- und Fettablagerungen verengen sich die Blutgefäße und beeinträchtigen den Blutstrom durch die Arterien. Risikofaktoren, die solche Gefäßablagerungen verantworten, sind erhöhte Blutfettwerte, wenig Bewegung, Übergewicht oder Erkrankungen wie Diabetes Typ 2. Glücklicherweise gibt es einige Lebensmittel, Verhaltensweise und Gewohnheiten, die Ihre Gehirndurchblutung ankurbeln können.

Bewegung

Es ist kein Geheimnis – Sport verspricht viele gesundheitliche Vorteile, schützt unser Herz-Kreislauf-System und gilt als wahrer Jungbrunnen. Auch unser Gehirn profitiert von regelmäßiger Bewegung. Diese verbessert die Durchblutung, verändert positiv die Botenstoffe der Konzentration und regt die Entstehung neuer Verknüpfungen im Hirn an. Fordern Sie Ihr Organ heraus und suchen Sie sich vor allem anspruchsvolle Aktivitäten, die das Gehirn besonders anstrengen – das steigert noch einmal mehr die Durchblutung.

© GlobalStock/iStock
Ausreichende und regelmäßige Bewegung im Alltag ist wichtig für unser Gehirn.

Trinken Sie ausreichend Wasser

Wasser gilt nicht ohne Grund als Elixier des Lebens. Unser Gehirn besteht zu rund 75 Prozent aus Wasser. Wenn Sie zu wenig trinken, kommt es zu einer Dehydrierung. Denn nehmen wir zu wenig Flüssigkeit auf, wird unser Blut zäher und kann schlechter durch unsere Arterien fließen. Die Folge: Unser Gehirn wird weniger mit Sauerstoff versorgt. Wir bekommen Kopfschmerzen, können uns schlechter konzentrieren und sind weniger leistungsfähig. Außerdem schrumpft unser Gehirn bei einem Wassermangel. Damit es erst gar nicht zu Beschwerden kommt, sollten Sie auf Anraten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mindestens 1,5 Liter Wasser täglich zu sich nehmen. Bei körperlicher Anstrengung, Hitze, Fieber, Erbrechen und Durchfall müssen Sie Ihre Trinkmenge erhöhen.

Leitungswasser
© mheim3011/iStock
Trinken Sie mehrere große Gläser Wasser am Tag.

Video: Neue Erkenntnisse – so schreitet Alzheimer im Gehirn voran

Heilpflanzen wie Ginkgo

Pflanzliche Arzneimittel wie Ginkgo können auf ganz natürliche Weise die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. In der chinesischen Medizin ist die Heilpflanze nicht wegzudenken. Nicht ohne Grund wird der Ginkgobaum auch als „Lebens- oder Wunderbaum“ bezeichnet. Vor allem sollen die Pflanzenstoffe wie Flavonoiden und Terpenoiden, die im Ginkgo zu finden sind, die Durchblutung fördern sowie vor freien Radikalen schützen. Der Extrakt der Pflanze, Ginkgo biloba, ist vor allem für seine konzentrationssteigernde Wirkung bekannt. Zusätzlich verhindert Ginkgo, die schädliche Oxidation von LDL-Cholesterin und kann so vor Arterienverkalkungen schützen. Einige Menschen vertragen allerdings nicht die Heilpflanze und bekommen Kopfschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden. Lassen Sie sich bezüglich Dosierung und Anwendung vorher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Kauf-Tipp: Hier sind gut bewertete Produkte auf Amazon wie Gingko und Ginseng Tabletten von Fit4ever oder Gingko Tabletten von Doppelherz

Gingko
© Photoholgic/Unsplash
Gingko wirkt durchblutungsfördernd und kann gesund für das Gehirn sein.

Walnüsse

Die gesunden Nüsse sind ein echtes Brainfood, da sie dank ihres hohen Gehalts an B-Vitaminen das Gehirn mit Energie versorgen und effektiv die Leistungsfähigkeit steigern. Darüber hinaus kann sich dank eines regelmäßigen Verzehrs die Durchblutung in Ihrem Hirn verbessern. Warum? Zum einen liegt es an den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche das Organ vor Kalkablagerungen schützt. Und zum anderen gelten die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wie Flavonoide als durchblutungsfördernd. 

Mehr dazu hier: 4 Gründe, warum Sie mehr Walnüsse essen sollten >> 

© rootstocks/iStock
Walnüsse versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen.

Chili

Sicherlich ist Ihnen nach dem Verzehr von Speisen, die mit Chili verfeinert wurden, schon ordentlich warm geworden, oder? Das liegt daran, dass Gewürze wie Chili Capsaicin enthalten. Diese scharfe Substanz erweitert die Gefäße und ist daher durchblutungsfördernd – was erklärt, warum uns nach scharfem Essen warm wird. Wer also regelmäßig scharfe Speisen verzehrt, regt seinen gesamten Blutfluss an – also auch die Durchblutung des Gehirns. Aber es gibt noch weitere gute Gründe, die für den feurigen Scharfmacher sprechen: Erwähnenswert sind seine antibakterielle Wirkung und verdauungsfördernde Eigenschaft.

Chilischoten und Chilipulver
© YelenaYemchuk/iStock
Die Scharfstoffe in Chilis wirken durchblutungsfördernd.

Sauna

Es ist schon lange bekannt – wer in die Sauna geht, lebt gesünder. Denn regelmäßige Saunagänge stärken Ihren Kreislauf und fördern Ihre Durchblutung, da die hohen Temperaturen Ihre Blutgefäße erweitern und der Sauerstofftransport dementsprechend verbessert wird. Davon profitiert Ihr gesamter Organismus und dementsprechend auch Ihr Gehirn. Darüber hinaus stärkt Saunieren unser Immunsystem und kann uns so effektiv vor Infekten und Erkältungen schützen. 

Frau in Sauna
© AzmanJaka via iStock
Wechselduschen oder Saunagänge sind gut für die Durchblutung.

Grüner Tee

Grüntee gilt vor allem im asiatischen Raum schon lange als Allheilmittel. Zahlreiche Studien konnten die gesundheitsfördernden Effekte des beliebten Heißgetränks belegen. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die aus der Gruppe der Flavonoide stammen, haben eine schützende Wirkung auf Ihre Gefäße. Sie unterstützen nämlich die Endothelfunktion. Zur Erklärung: Das Endothel ist eine dünne Beschichtung der Gefäßwände. Zudem sind die Catechine, die ebenfalls zu den Flavonoiden gehören, gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd. Wärmstens empfehlen können wir Ihnen den Bio-Grüntee von Pukka oder den Sencha-Grüntee von Azafran. 

Auch interessant: Diese 7 Dinge passieren, wenn Sie täglich grünen Tee trinken >>

Tasse mit grünem Tee
© Nishihama/Adobe Stock
Grüner Tee ist reich an antioxidativen Stoffen, die gut für die Hirngesundheit sind.
Lade weitere Inhalte ...