Probiotika Brottrunk – so unterstützt und schützt er den Darm

Brottrunk? Klingt nicht so gesund. Ist es aber: tatsächlich kann das Getränk für unseren Darm eine Menge leisten. Lesen Sie hier, welche gesundheitlichen Vorteile es mit sich bringt.

Vollkornbrot

In Russland und Osteuropa ist Brottrunk bereits seit Jahrhunderten bekannt und begehrt. Während die russische Variante „Kwaß“ Alkohol enthält, kommt der deutsche Brottrunk vollkommen ohne aus, was ihn sehr gesund macht. 1981 wurde der Brottrunk vom deutschen Bäckermeister Wilhelm Kanne erfunden. Trotz der gesundheitlichen Wirkungen, die inzwischen auch wissenschaftlich belegt sind, ist das Getränk bei uns noch relativ unbekannt. Deshalb verraten wir Ihnen, was es mit dem sauren Getränk auf sich hat und warum es sich lohnt.

Brottrunk - eine wahre Vitaminbombe

Zunächst einmal handelt es sich bei Brottrunk um ein Getränk, dass aus der Flüssigkeit von vergorenem Vollkorn-Sauerteigbrot gewonnen wird. Natürlich vorkommende Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass das Getränk gärt und Milchsäure entsteht. Dadurch sinkt der pH-Wert, was wiederum für einen säuerlichen Geschmack sorgt. Neben Milchsäurebakterien, auch bekannt als Probiotika, enthält Brottrunk zahlreiche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Man könnte auch von einem wahren Vitaminlieferanten sprechen, da Brottrunk sowohl Vitamin A, D und K, die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12 als auch Vitamin C und die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink enthält.

Probiotika – Nützliche Bakterien für den Darm

Probiotika sind Milchsäurebakterien, z.B. Laktobazillen, die in der Lage sind den Darm lebend zu erreichen. Normalerweise werden mit der Nahrung aufgenommene Bakterien durch die Magensäure abgetötet. Probiotika hingegen sind magen- und gallensäureresistent, sodass die „guten“ Bakterien lebend in den Darm gelangen. Dort verdrängen sie krankmachende Keime, unterstützen das Immunsystem und stärken die Schutzfunktion der Darmbarriere. Die kleinen Helfer sorgen jedoch nicht nur dafür, dass die Darmflora stabil bleibt bzw. wieder aufgebaut wird, sondern helfen auch einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken und Erkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte zu lindern. 

Verzehrempfehlung

Da der pH-Wert von Brottrunk bei 3 liegt, schmeckt das Getränk sehr sauer. Zur Orientierung: der pH-Wert von Essig liegt ebenfalls bei 3. Anders als man trotz des sauren Geschmacks vermuten könnte, wirkt Brottrunk dennoch alkalisierend, sodass einer Übersäuerung letztendlich entgegengewirkt wird. Um die Gesundheit langfristig zu stärken, wird eine Menge von 100 bis 200 Milliliter täglich empfohlen. Wem Brottrunk zu gewöhnungsbedürftig ist, kann mit Wasser oder Saft nachhelfen und das Getränk verdünnen. Alternativ kann Brottrunk auch anstelle von Essig für Salatdressing verwendet werden. Sogar Suppen und Eintöpfe lassen sich mit einem Schuss Brottrunk wunderbar abschmecken.
Erhältlich ist Brottrunk in Reformhäusern, Drogerien oder Bioläden. 750 Milliliter kosten etwas über 2 Euro. 

Autor: Luisa Huth