Pilzinfektion Scheidenpilz - erkennen, behandeln, vorbeugen

Bei einem Scheidenpilz handelt es sich um eine unangenehme, aber harmlose Erkrankung. Mit welchen Vorbeugungsmaßnahmen ihr die Infektion vermeiden könnt, welche Symptome der Scheidenpilz hervorruft und wie ihr die Erkrankung behandelt, erklären wir hier.

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Bakterielle Vaginose

Die bakterielle Vaginose wird durch das Bakterium Gardnerella vaginalis verursacht. Meist wird das Darmbakterium durch Kontakt- und Schmierinfektion, beispielsweise durch Geschlechtsverkehr, übertragen. Als Symptome gelten ein fischartiger Intimgeruch und ein dünnflüssiger, gräulich-weißer Ausfluss. Auch leichte Schmerzen, Juckreiz und Hautreizungen können auftreten. Als Therapie verschreibt euch der Arzt ein Antibiotikum. Danach ist eine Milchsäurekur zur Stabilisierung der Scheidenflora sinnvoll. 

Wie wird Scheidenpilz behandelt?

Wenn ihr euch unsicher seid, ob eine Pilzerkrankung vorliegt, lasst euren Frauenarzt einen Abstrich machen. Durch die Laboruntersuchung kann festgestellt werden, ob eine Scheidenpilzinfektion, eine bakterielle Vaginose oder nur eine allergische Reaktion vorliegt. 
Wenn ihr zum ersten Mal einen Pilz im Intimbereich habt, dann ist meist eine lokale Behandlung völlig ausreichend. In der Apotheke gibt es dafür rezeptfreie Präparate. Diese Antimykotika gibt es als Cremes oder Zäpfchen. Einige Medikamente gibt es als Kombination. Die Zäpfchen werden mit einem Applikator tief in die Scheide eingeführt. Das macht ihr am besten nachts vor dem Schlafengehen. Durch das Liegen verteilt sich der Wirkstoff gut und gleichmäßig. Am nächsten Tag solltet ihr eine Slipeinlage tragen. Das Zäpfchen löst sich langsam auf und ein Teil wird durch die Scheide wieder ausgeführt. Die Creme gegen den Scheidenpilz tragt ihr großzügig auf die äußeren Genitalien auf. Die Behandlungszeit liegt je nach Präparat zwischen zwei und sechs Tagen. 

Eine Scheidenpilz-Infektion sollte immer behandelt werden. Wenn ihr den angegebenen Behandlungszeitraum nicht einhaltet oder die Symptome nicht behandelt, kann es zu einem chronischen Scheidenpilz kommen. Wenn die Beschwerden öfter wiederkommen oder besonders stark sind, solltet Ihr in jedem Fall einen Gynäkologen aufsuchen. Manchmal ist die Einnahme von Tabletten nötig, die den Wirkstoff über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen. Bei wiederkehrenden Beschwerden sollte auch der Partner behandelt werden. Es könnte sein, dass er der Überträger des Pilzes ist, obwohl er keine Symptome aufweist. Die Folge ist der sogenannte Ping-Pong-Effekt, mit ständiger gegenseitiger Ansteckung. In der Behandlungszeit solltet ihr in jedem Fall beim Geschlechtsverkehr ein Kondom benutzen. 

Besonders wichtig ist der Arztbesuch bei Schwangeren, die einen Verdacht auf eine Scheidenpilz-Infektion haben. Bei der Geburt kann sich der Pilz auf das Kind übertragen. Mit der richtigen Behandlung ist ein Pilz aber leicht zu therapieren und wird euch nicht lange belasten.