Kampf gegen das Körpergewicht Abnehmen mit Magenband

Selbstverantwortung, Eigenmotivation und Durchsetzungsvermögen sind wichtige Eigenschaften, die ein Patient mitbringen sollte, wenn er sich ein Magenband einsetzen lässt, um sein Wunschgewicht zu erzielen. Wie solch eine Behandlung funktioniert und was ihr dazu noch wissen solltet, lest ihr hier!

Operation

Die Magenband-Operation

Für den chirurgischen Einsatz ist die Vollendung des 18. Lebensjahr notwendig, unter 18 Jahren ist das operative Verfahren nur unter ausreichend medizinischen Gründen erlaubt. Ein zu hohes Alter sollte der Patient beim operativen Eingriff nicht mitbringen, die gesundheitlichen Risiken sind zu groß.

Die Magenband-Operation hat eine Dauer von etwa 30 bis 60 Minuten, eine Vollnarkose ist für den Eingriff erforderlich. Die Operation wird meist ohne Bauchschnitt vorgenommen, da es sich um eine Laparoskopie (Bauchspiegelung), auch Schlüssellochoperation, handelt. Es werden kleine Einschnitte in der Bauchdecke getätigt, um den Silikonschlauch und den Port einsetzen zu können. Zur Implantation des Ports ist ein etwas größerer Hautschnitt am unteren Rand des Brustbeins notwendig. Durch die kleinen Einschnitte wird der Patient weniger stark belastet, sodass dieser meist schon nach nur wenigen Tagen aus dem Krankenhaus wieder entlassen werden kann.

Nach etwa vier bis sechs Wochen wird der Patient vom Arzt zum ersten Mal geblockt, d.h. das Silikonband wird durch den Port mit Flüssigkeit gefüllt, sodass dieses in der Weite angepasst werden kann. Die Blockung findet unter einer Röntgenkontrolle statt, um die Wirkung des Einfüllens vollständig beobachten zu können. Es wird so lange durchgeführt, bis die richtige Menge für den jeweiligen Patienten erreicht ist. Ist das Band richtig eingestellt, soll es nach neuesten Erkenntnissen ein Leben lang im Körper bleiben können.

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Mögliche Probleme nach der Operation

Wenn Komplikationen auftreten, dann meist allgemein bei Narkosebehandlungen oder bei Infektionen. Bei einer Magenband-OP kann es durch das Übergewicht und die möglichen Begleiterkrankungen des Patienten, so wie bei jeder anderen Operation auch, zu Schwierigkeiten kommen. Dies ist aber nur in den seltensten Fällen so.

Leichte Schmerzen und Kreislaufprobleme sind kurz nach der Operation nicht unüblich - sie hören nach kurzer Zeit wieder auf. Wundheilungsstörungen und Infektionen zählen neben Entzündungen rund um den implantierten Schlauch zu den kleinen Schmerzen, die direkt nach der OP auftreten können. Symptome wie Blähungen sind aufgrund des mit Gas gefüllten Bauchraums ebenfalls direkt nach dem Eingriff keine Seltenheit. Des Weiteren können am ersten Tag oder aber auch erst Jahre später die u.a. folgenden Problematiken auftauchen, bei denen ihr in jedem Fall zum Arzt gehen und euch von ihm untersuchen lassen solltet:

  • Magenbrennen und Sodbrennen können Anzeichen für eine aufgedehnte Magentasche (Pouchdilatation) sein.
  • Ihr bekommt morgens kein Essen herunter und stoßt Schleim auf - eine Ermüdung der Muskulatur und Aufdehnung der Speiseröhre können die Ursache sein.
  • Das Magenband kann aus unerklärbaren Gründen verrutschen (auch Bandslipping genannt) und Beschwerden hervorrufen.
  • Der Port kann einige Bewegungen behindern und Schmerzen verursachen.
  • Verwachsungen im Bereich des Bauchraums können ebenfalls auftreten.
  • Durch nicht gründlich zerkautes Essen wird der Vormagen schnell gefüllt. Zu große aufgenommene Speisen können zu einem Verschluss des Magendurchgangs führen.
  • Werden über einen längeren Zeitraum hinweg zu große Nahrungsstücke verzehrt, kann dies Erbrechen oder eine Vergrößerung des Vormagens auslösen.

Autor: Mareike Schumacher

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