16. April 2021
Ein Apfel am Tag – Mythos oder Wahrheit?

Ein Apfel am Tag – Mythos oder Wahrheit?

Dem täglichen Apfel werden zahlreiche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. Ist an dem Spruch „an apple a day keeps the doctor away“ etwas dran und macht ein Apfel am Tag wirklich den Unterschied? Wir verraten es Ihnen.

Wie gesund ist ein Apfel am Tag?

Äpfel zählen eindeutig zu den gesünderen Lebensmitteln – so viel ist klar. Doch wie viele Äpfel sollten wir essen und ab welcher Menge werden sie vielleicht sogar ungesund? Das Gesunde am Apfel ist keineswegs der Fruchtzucker, sondern die sekundären Pflanzenstoffe, die Vitamine und die Ballaststoffe. Vor allem rote und ältere Apfelsorten enthalten größere Mengen an Anthocyanen und Polyphenolen, die entzündungshemmend, antioxidativ und blutzuckersenkend wirken. Da die gesundheitsförderlichen Stoffe hauptsächlich direkt unter der Schale liegen, sollte diese mitgegessen werden. Greifen Sie am besten zu Bio-Äpfeln, da im konventionellen Anbau Pestizide zum Einsatz kommen, die selbst durch Waschen nicht von der Schale zu lösen sind.

Wie bei den allermeisten Lebensmitteln macht trotz der vielen gesunden Eigenschaften auch beim Apfel die Dosis das Gift. Im Falle des Apfels sorgt die enthaltene Fructose dafür, dass wir nicht hemmungslos zuschlagen sollten. Die tägliche Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet nämlich maximal 50 Gramm an kurzkettigem Zucker, also Haushaltszucker, Fruchtzucker und jegliche Formen zugesetzten Zuckers. Da in 100 Gramm Apfel etwa 10 Gramm Zucker stecken, kann ein großer Apfel bereits einen beträchtlichen Teil zu unserem Zuckerkonsum beitragen. Hier trifft der Titel des Ernährungsratgebers von Dr. med. Carsten Lekutat „Ein Apfel macht gesund, drei Äpfel machen eine Fettleber“ den Sachverhalt ziemlich gut.

Welche Lebensmittel sollte man täglich essen?

Das schöne und zugleich verhängnisvolle an Ernährung ist, dass sie sich nur in ihrer Gesamtheit auf unsere Gesundheit auswirkt. Ausnahmen wie ein fettiger Burger am Wochenende oder ein Gläschen Sekt auf einer Feier bescheren uns im Einzelfall sicherlich keine verkürzte Lebensdauer oder eine schlechtere Lebensqualität. Im Endeffekt bedeutet das für uns Menschen zwar, dass vereinzelte „Sünden“ in einer ansonsten ausgewogenen Ernährungsweise mit viel Gemüse kein Problem sind und uns nicht krank machen werden. Das heißt aber auch, dass eine Portion Brokkoli in der Woche einen ansonsten ungesunden, überzuckerten und fettreichen Speiseplan genauso wenig ausgleichen kann.

Um Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, sollten Sie täglich möglichst viel Gemüse essen, am besten möglichst bunt und abwechslungsreich. Tatsächlich geht aus wissenschaftlichen Beobachtungsstudien hervor, dass jedes zusätzliche Gramm Gemüse am Tag einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen hat – bis hin zu 500 Gramm täglich! Danach ist es zwar auch nicht schädlich, aber die positiven Effekte in Sachen Krankheitsvorbeugung und Gesundheitsförderung hat man mit 500 Gramm ausgeschöpft. Beim Obst reichen 150 Gramm (z.B. 1 Apfel) täglich locker aus, um von den sekundären Pflanzenstoffen der Früchte zu profitieren. Viel mehr sollte es aufgrund des Fruchtzuckers nicht sein.

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