4 Gründe, warum Pilze so gesund sind

4 Gründe, warum Pilze so gesund sind

Für Pilzfreunde kann der Herbst gar nicht früh genug kommen. Im Herbst sprießen viele der beliebtesten heimischen Pilzsorten, und die bringen neben würzig-nussigen Noten auch jede Menge Nährstoffe auf den Teller. Wir stellen Ihnen alle Gründe vor, warum Pilze so unglaublich gesund sind.

Wann ist eigentlich die beste Zeit für Pilze?

Auf frische, saisonale Lebensmittel freuen wir uns besonders. Genauso wie viele Deutsche alljährlich auf die Spargelzeit hinfiebern, sehnen Feinschmecker sich den Herbst schnellstmöglich herbei. Im Herbst nämlich ist die beste Zeit, um Pilze zu sammeln. Von September bis November haben viele heimische Pilzsorten Saison. Die huttragenden Waldbewohner lieben die herbstliche Feuchtigkeit und verhältnismäßig milden Temperaturen. Zu den beliebtesten Pilzen im Herbst gehören

  • Champignons
  • Steinpilze
  • Pfifferlinge
  • Maronen

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So gesund sind Pilze: 4 Gründe für Champignon, Pfifferling und Co.

Pilze sind nicht nur echte Delikatessen, die nussig-würzigen Hutträger liefern uns auch wertvolle Nährstoffe und Vitamine, die uns gesund durch die kühle Jahreszeit kommen lassen. Dabei sind sie fast fettfrei, haben einen niedrigen kalorischen Wert und lassen das Cholesterin nicht anstiegen. Was Pilze gesundheitlich so besonders macht, verraten wir hier.

Im Video: So gut sind Pilze für unser Gehirn

Liefert Vitamin D

Pilze sind tatsächlich eine der wenigen nicht-tierischen Nahrungsquellen für Vitamin D. In Studien konnte festgestellt werden, dass Pilze, die während des Wachstums UV-Strahlung ausgesetzt sind, ihre Vitamin-D-Konzentration erhöhen. Pilze enthalten dann sogar ernährungsphysiologisch relevante Mengen an Vitamin D2 und können helfen, den Tagesbedarf des wichtigen Nährstoffs zu decken. Vitamin D spielt für unser Immunsystem eine bedeutende Rolle, hat einen positiven Einfluss auf unsere Psyche und kräftigt die Muskulatur und Knochen.

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Kann Demenz vorbeugen

Altersbedingte Demenz und kognitive Schwächen können mitunter durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung vorgebeugt werden. Ernährungsweisen wie die MIND-Diät sind darauf ausgerichtet, dem Gehirn alle wichtigen Nährstoffe zu liefern, um auch im Alter leistungsfähig zu bleiben. Forschende aus Singapur fanden jüngst heraus, dass auch der regelmäßige Verzehr von Pilzen einen Beitrag zum Erhalt der Hirnfunktionen im Alter leisten kann. Pilze enthalten unter anderem eine Aminosäure, die bei vielen Menschen mit Demenzerkrankungen im Gehirn nur in geringen Mengen vorkommt: Ergothionein. In einer Studie beobachteten die Forschenden, dass Menschen, die zweimal wöchentlich Gerichte mit jeweils 150 Gramm Pilzen konsumierten, ein um bis zu 57 Prozent niedrigeres Risiko hätten, an Demenz zu erkranken, als Menschen, die weniger oft Pilze aßen.

Reich an Proteinen

Pilze sind eine ausgezeichnete Quelle für Eiweiß. Sie liefern auf 100 Gramm durchschnittlich 3,1 Gramm Eiweiß. Besonders bei vegetarischer oder veganer Ernährungsweise sollten daher ruhig regelmäßig Pilze auf den Teller kommen. Zu den Pilzen, die am meisten Eiweiß liefern, gehört übrigens der Steinpilz mit etwa 5,6 Gramm Protein pro 100 Gramm. Eiweiße sind wichtig für den Erhalt und Aufbau von Muskelgewebe. Für sportlich aktive Menschen sind sie daher von großem Interesse. Letztendlich spielen Eiweiße aber eine herausragende Funktion im menschlichen Körper. Sie werden als Grundbausteine benötigt, um Hormone, Enzyme und Antikörper zur Erregerabwehr herzustellen. Ohne Eiweiße könnte unser Immunsystem nicht funktionieren.

Lieferant für Ballaststoffe

Pro 100 Gramm enthalten Pilze durchschnittlich 1 Gramm Ballaststoffe. Das ist zwar nicht außergewöhnlich viel, doch die enthaltenen Ballaststoffe sind besonders gut für die Verdauung, unseren Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel. In Pilzen kommt vor allem der unverdauliche Ballaststoff Chitin vor, der unseren Verdauungstrakt unverändert passiert. Da Verdauungsenzyme und Bakterien in unserem Darm den Ballaststoff nicht abbauen können, verweilt der pilzige Nahrungsbrei länger in unserem Verdauungssystem. Nährstoffe werden dann langsamer aufgenommen und über einen längeren Zeitraum dem Blutstrom zugeführt. Das hält den Blutzuckerspiegel stabil und macht lange satt.

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